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Februar 2018
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Victoria

Victoria

Deutschland 2015 - mit Laia Costa, Frederick Lau, Franz Rogowski, Burak Yigit, Max Mauff u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Genre:Drama
Regie:Sebastian Schipper
Kinostart:11.06.2015
Produktionsland:Deutschland 2015
Laufzeit:ca. 139 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.wildbunch-germany.de/movie/victo
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Eine weitere wilde Nacht in Berlin geht dem Ende entgegen, doch damit fängt für die junge Spanierin Victoria (Laia Costa) das Abenteuer erst an. Als sie vor einem Club Sonne (Frederick Lau) und seine Kumpels Boxer (Franz Rogowski), Blinker (Burak Yigit) und Fuß (Max Mauff) kennenlernt, glaubt sie zunächst, dass sie lediglich noch einen Augenblick mit sympathischen Berliner Jungs abhängen wird. Keine üblen Aussichten, zumal der Funke zwischen ihr und Sonne sofort überspringt. Doch nach ein paar ausgelassenen Momenten und einem prickelnden Flirt ändert sich die Situation schlagartig. Denn Sonne und seine Freunde müssen noch eine Schuld begleichen. Und dafür sollen sie ein angeblich narrensicheres, aber hochgradig illegales Ding drehen. Und da sich Fuß hemmungslos betrunken hat, bittet Sonne Victoria darum, als Fahrerin einzuspringen. Es soll nur eine kleine, harmlose Gefälligkeit sein, die das Leben der jungen Frau aber für immer verändern wird…

Sebastian Schipper hat mit "Victoria" ein äußerst interessantes, herausforderndes Drama inszeniert. Es ist mit Sicherheit nicht der erste Film, der komplett in einem Take gedreht worden ist – beziehungsweise vorgibt, in einem Take gedreht worden zu sein. Denn als noch nicht digital, sondern noch auf Film gedreht wurde, war es unmöglich. 90 Minuten oder mehr am Stück zu drehen, ohne mehrfach die Filmrolle zu wechseln. Und so musste da dann einfach mit perfekt angesetzten Schnitten ein wenig getrickst werden. Doch auch wenn es erst der Umstieg auf Digitalkameras möglich gemacht hat, einen über zwei Stunden langen Film in einem Take zu inszenieren, so ist dieses Stilmittel nicht wirklich neu.

Das macht die Leistung von Schipper und seinem Team, ganz besonders die der Schauspieler und Kameramann Sturla Brandth Grøvlen, nicht weniger beeindruckend. Da nicht an einem abgegrenzten Set gedreht wurde, sondern an verschiedenen Orten in Berlin, mussten hier logistische Bestleistungen erbracht werden, wobei es auch galt, nicht informierte Passanten davon abzuhalten, den Dreh zu stören und alle 150 Komparsen und 22 Drehorte in den Griff zu bekommen. Und das zwischen 4:30 und 7 Uhr morgens. Kein leichtes Unterfangen – doch der Aufwand hat sich gelohnt. Denn dieser ungewöhnliche und für den Zuschauer auch herausfordernde Stil macht den Trip, den die Titelfigur in "Victoria" durchlebt, extrem greifbar und intensiv.

Um das so empfinden zu können, muss man sich allerdings erst einmal durch die erste Stunde kämpfen. Die wirkt auf den ersten Blick etwas belanglos und erinnert an eine etwas prollige Version von "Before Sunset". Da wird in gebrochenem Englisch gebaggert, was das Zeug hält, Alkohol konsumiert und grölend durch Berlin gelaufen. Das mag etwas belanglos und anstrengend wirken. Doch wenn sich die Ereignisse überschlagen und Victoria in einen Banküberfall und dessen dramatisches Nachspiel verstrickt wird, zahlt sich der langsame Aufbau voll und ganz aus. Der Film zeigt sehr eindringlich, wie schnell sich das Leben eines Menschen ändern kann. Die so fröhlich wirkende junge Frau wird nach nur zwei Stunden nie wieder die Gleiche sein. Sicherlich, ob man all das, was man in der ersten Stunde über sie und Sonne erfährt, wirklich wissen muss, sei dahingestellt. Es steht aber außer Frage, dass die ambitionierte Inszenierung und das ausgedehnte Vorstellen der Figuren in einem eher unbeschwerten Kontext am Ende zu der intensiven Wirkung führen, die "Victoria" zweifelsohne hat. Wer intensives Arthauskino aus Deutschland schätzt und sich auf die herausfordernde Inszenierung einlassen kann, der bekommt mit diesem Drama einen ganz besonderen Trip geboten, den man nicht so schnell wieder vergisst. Sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Victoria (Deutschland 2015)"
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