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Warrior – DVD

Warrior – DVD

USA 2011 - mit Tom Hardy, Joel Edgerton, Nick Nolte, Jennifer Morrison, Kevin Dunn ...

Filminfo

Originaltitel:Warrior
Genre:Drama
Regie:Gavin O`Connor
Verkaufsstart:24.02.2012
Produktionsland:USA 2011
Laufzeit:ca. 134 Min.
FSK:ab 16 Jahren
Anzahl der Disc:1
Sprachen:Deutsch, Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:Deutsch, Englisch
Bildformat:16:9 (2.40:1)
Extras:Audiokommentar, Making of, geschnittene Szene, Gag Reel, Featurettes, Trailer
Regionalcode:2
Label:Universum Film
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Amazon Link : Warrior – DVD

Film: Der ehemalige Marine Tommy (Tom Hardy) kehrt, verfolgt von einem Kriegstrauma, aus dem Irak in seine alte Heimatstadt zurück. Emotional völlig verschlossen hat Tommy nur ein Ziel: er will an dem großen Mixed-Martial-Arts Turnier "Sparta" teilnehmen. Und da er weiß, dass es nur einen Mann gibt, der ihn für den harten Weg dorthin fit machen könnte, bittet er seinen Vater Paddy (Nick Nolte), einen ehemaligen Profiboxer und trockenen Alkoholiker, ihn zu trainieren. Verbissen kämpft Tommy für den Sieg, hofft er doch, mit dem Preisgeld auch ein wenig sein Gewissen beruhigen zu können. Was er nicht ahnt, ist, dass zur gleichen Zeit sein Bruder Brendan (Joel Edgerton), der vor Jahren mit dem Kämpfen aufgehört und mit seinem Bruder und Vater gebrochen hat, ebenfalls wieder in den Ring gestiegen ist. Denn Brendan kommt als Lehrer einfach nicht über die Runden und die Bank droht dem Familienvater mit der Pfändung seines Hauses. Auch er benötigt das Preisgeld unbedingt. Und so steuert das Turnier auf ein unvermeidbares Duell zwischen zwei entfremdeten Brüdern zu... 

"Warrior" ist wie zuletzt der gefeierte "The Fighter" mehr Drama als Kampfsportfilm. Regisseur Gavin O'Connor ("Das Gesetz der Ehre") lässt sich gerade in der ersten Filmhälfte viel Zeit, um die Geschichten beider Brüder parallel zueinander zu erzählen, bevor sie beim Turnier letztendlich zusammen fließen. Auch wenn die erste Stunde des Films eher ruhig und dialoglastig ist, kommt aber dennoch keine Minute Langeweile auf. Sowohl die Bilder, als auch die Darstellerleistungen sind stark genug, um die ohnehin schon sehr kraftvolle Geschichte packend zu transportieren. 

Sicherlich, ganz ohne die üblichen Klischees kommt auch "Warrior" nicht aus. Doch O'Connor verpackt diese derart elegant, einnehmend und spannend, dass sie nie wirklich negativ ins Gewicht fallen. Gerade das Finale, das leicht hätte zu ganz üblem Kitsch verkommen können, ist enorm mitreißend und aller Vorhersehbarkeit zum Trotz wird der Zuschauer bei dem Kampf Bruder gegen Bruder mehr als einmal vor Aufregung in den Sessel gedrückt. Hier spielen alle Elemente perfekt zusammen: Kameraarbeit, Schnitt, Regie und natürlich auch die Darsteller, die letztendlich das Herz des Dramas sind. 

Denn ohne die starken Leistungen der Schauspieler würde der Zuschauer nicht so sehr an das Schicksal der Figuren gefesselt. Die Motivationen der beiden ungleichen Brüder sind völlig unterschiedlich und auch wenn Tommy emotional weniger zugänglich ist, als Brendan, weiß man als Zuschauer nie, für welchen der Brüder man nun auf einen Sieg hoffen soll. Tom Hardy und Joel Edgerton haben für diese Rollen nicht nur körperlich, sondern eben auch charakterlich ihr Bestes gegeben, und das macht "Warrior" so extrem kraftvoll. 

Nicht unerwähnt bleiben darf natürlich Nick Nolte, der für seine Rolle als von seinen Söhnen komplett entfremdeter, gegen die Alkoholsucht kämpfender Vater für einen Oscar nominiert worden ist. Schauspielkunst auf hohem Niveau, eine eindringliche Inszenierung und eine bewegende Geschichte, all das macht aus "Warrior" so viel mehr, als nur einen guten Kampfsportfilm – doch auch als solcher spielt er auf jeden Fall in der ersten Liga! 

Bild + Ton: Die technische Umsetzung der DVD liegt auf sehr gutem Niveau. Das Bild ist sauber, die Farbgebung wirkt extrem authentisch und die Bildschärfe kann auch in den dunkleren Momenten überzeugen. Der Sound ist in der ersten Filmhälfte noch sehr zurückhaltend, doch sobald die Kämpfer in den Käfig treten, fliegen dem Zuschauer auch akustisch die Fäuste um die Ohren. Sehr gut! 

Extras: Die DVD bietet dem Zuschauer neben dem Hauptfilm auch einen begleitenden Audiokommentar von Regisseur O'Connor, Co-Autor Anthony Tambakis, Editor John Gilroy und Darsteller Joel Edgerton. Leider ist der Kommentar schwer verständlich, da er immer wieder recht leise abgemischt ist und gerade Edgerton zudem extrem nuschelt. Und da es keine Untertitel zum Kommentar gibt, ist es weniger informativ und eher anstrengend, ihm zu folgen. 

Doch zum Glück hat die DVD noch knapp 90 Minuten weiterer Extras im Angebot. Los geht es hier mit einem sehenswerten Making of (ca. 30 Min.), das einen sehr guten Einblick in die Dreharbeiten offeriert und sich dabei angenehm von üblichen Promo-Making ofs abhebt. Dazu gesellen sich noch eine knapp 3 Minuten lange geschnittene Szene, ein paar Outtakes (ca. 4 Min.), sowie eine sehr interessante Dokumentation über Mixed Martial Arts (ca. 20 Min.). Der finale Kampf zwischen den Brüdern wird zudem in verschiedenen Phasen der Produktion, von Storyboards über die Proben und den Dreh, präsentiert (ca. 11 Min.) und dem kurz vor den Dreharbeiten verstorbenen Charles Mask Lewis, Jr., der die Macher mit seinem Fachwissen bei den Vorbereitungen sehr unterstützt hatte und im Film auch eine kleine Rolle übernehmen sollte, wird dann auch noch eine sehenswerte Kurzdokumentation gewidmet (ca. 13 Min.). Abgerundet wird dieses wirklich reichhaltige und sehenswerte Bonusangebot von dem Trailer zum Film. Sehr gut! 

Fazit: "Warrior" ist ein packendes Drama, das zu recht als würdiger Nachfolger von "Rocky" gefeiert wird. Eine einnehmende Geschichte, großartige Darsteller und authentisch wirkende Kampfsequenzen machen diesen erstklassigen Bruderzwist zu einem Volltreffer der ganz besonderen Art. Die DVD kann nicht nur technisch überzeugen, sondern hat auch jede Menge sehenswerte Extras zu bieten. Wer anspruchsvolle Kampfsportfilme wie "The Fighter" oder eben "Rocky" mag, der sollte sich dieses großartige Drama nicht entgehen lassen. Absolut empfehlenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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