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Was bleibt

Was bleibt

Deutschland 2012 - mit Lars Eidinger, Corinna Harfouch, Sebastian Zimmler, Ernst Stötzner, Picco von Groote ...

Filminfo

Genre:Drama
Regie:Hans-Christian Schmid
Kinostart:06.09.2012
Produktionsland:Deutschland 2012
Laufzeit:ca. 88 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.was-bleibt.pandorafilm.de
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Der Schriftsteller Marko (Lars Eidinger), der gerade sein erstes Buch veröffentlicht hat, lebt weit von der kleinbürgerlichen Welt seiner Eltern entfernt in Berlin. In seine ländliche Heimat kehrt er nur selten und äußerst ungerne zurück. Nach längerer Zeit hat sich Marko wieder einmal zu einem Wochenendbesuch überreden lassen, den er gemeinsam mit seinem Sohn Zowie (Egon Merten) antritt. Doch schnell wird klar, dass er dieses Mal wirklich nicht mit einem entspannten Wochenende rechnen kann. Denn Mutter Gitte (Corinna Harfouch) eröffnet der Familie, dass sie, die sie seit mehreren Jahren unter psychischen Problemen leidet, ihre Medikamente abgesetzt hat und sich nur noch auf eine homöopathische Behandlung verlassen möchte. Vater Günter (Ernst Stötzner), der kürzlich seinen Verlag verkauft hat, ist von der Nachricht ebenso überfordert, wie Markos Bruder Jakob (Sebastian Zimmler), den zusätzlich aufgrund seiner schlecht laufenden Zahnarztpraxis extreme Zukunftsängste planen. Als sich einzig Marko hinter die Entscheidung seiner Mutter stellt, droht die ohnehin schon angespannte Situation zu eskalieren – mit dramatischen Folgen...

Mit "Was bleibt" hat Regisseur Hans-Christian Schmid ("23", "Requiem") ein ruhiges Drama über die Fragilität der Familie als soziales Konstrukt inszeniert. Die dritte Zusammenarbeit zwischen Schmid und Drehbuchautor Bernd Lange sollte nach dem sehr Plot-orientierten Film "Was bleibt" eine etwas privatere, auf ihre Figuren fokussierte Geschichte werden. Einerseits sollte die Generation von 30 bis 40jährigen porträtiert werden, die sich in einer Position zwischen Elternsein und selber aber auch immer noch die Rolle des Kindes innehaben befinden. Zum anderen ist der Film aber auch eine Versinnbildlichung der Rolle der Mutter in einer solch kleinbürgerlichen Familie und den Folgen dessen, was passiert, wenn sie als die Familie zusammenhaltende Figur nicht mehr funktioniert.

Getragen von einem recht starken Darstellerensemble schafft es das in Recklinghausen und Umgebung gedrehte Drama sehr gut, zu zeigen, wie zerbrechlich man als einzelne Person ist, wenn die Familie an sich nicht mehr zusammen hält. Die Mutter, die Depressionen hat, der Vater, der seit Jahren ein Verhältnis hat, der Bruder, der seine Zukunftsängste in sich hineinfrisst und somit die Beziehung zu seiner Freundin, aber auch zum Rest seiner Familie aufs Spiel setzt. Nach außen hin wirkt die Familie heil, das Leben rosig. Doch der Blick unter die Oberfläche zeigt tiefe Risse, Unsicherheiten, Einsamkeit und Lügen. Das sind wahrlich keine neuen Erkenntnisse, sind dies doch die Zutaten, aus denen die meisten Familiendramen gezimmert sind. Und so kann sich auch Schmids Film einiger sehr überstrapazierter Klischees nicht vollständig entziehen. Dennoch versteht er es insbesondere durch seine Bildsprache, eine ganz besonders bedrückende Atmosphäre aufzubauen, die seinem Film eine ganz besondere, eigene Note verleiht.

Zugegeben, das mitunter etwas spröde Spiel und die über allem schwebende Tristesse machen den Film etwas sperrig, so dass sich Zuschauer, die kein Faible für deutsches Arthauskino haben, mit der Inszenierung eher schwer tun könnten. Wer sich aber für kleine, in ihrer Ruhe durchaus intensive Dramen, die von guten Darstellern getragen werden, begeistern kann, der wird mit Sicherheit die Stärken von "Was bleibt" entdecken können. Es ist sicherlich nicht der beste Film, den Hans-Christian Schmid bislang inszeniert hat, für das Programmkinopublikum ist das Drama aber allemal sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Was bleibt (Deutschland 2012)"
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