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Was machen Frauen morgens um halb vier?

Was machen Frauen morgens um halb vier?

Deutschland 2012 - mit Brigitte Hobmeier, Muriel Baumeister, Thomas Unger, Peter Lerchbaumer u.a

Filminfo

Genre:Komödie, Drama
Regie:Matthias Kiefersauer
Verkaufsstart:21.06.2013
Produktionsland:Deutschland 2012
Laufzeit:ca. 89 Min.
FSK:ab 0 Jahren
Anzahl der Disc:1
Sprachen:Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:Keine
Bildformat:16:9 (1.77:1)
Extras:Trailer, Interviews
Label:Lighthouse Home Entertainment
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Amazon Link : Was machen Frauen morgens um halb vier?

Inhalt: Das Leben von Franzi Schwanthaler (Brigitte Hobmeier) dreht sich eigentlich nur um ihre Tochter Marie (Emma Priesendanz) und um die Arbeit in der Bäckerei ihres Vaters Josef (Peter Lerchbaumer). Doch als dieser einen Herzinfarkt erleidet und sich Franzi alleine um die Bäckerei kümmern muss, macht sie eine erschütternde Entdeckung: der Familienbetrieb ist so hoch verschuldet, dass die Schulden kaum noch zu tilgen sind. Zudem hat gerade eine Filiale einer Back-Kette in dem kleinen bayerischen Dorf eröffnet, die mit ihren Dumping-Preisen den Schwanthalers die so wichtigen Kunden stiehlt. Das Auftauchen von Franzis älterer Schwester Carmen (Muriel Baumeister) aus Berlin macht die ganze Sache nicht einfacher, geraten die beiden Frauen doch aufgrund ihres völlig unterschiedlichen Lebensstils ständig aneinander. Doch gerade, als jede Hoffnung verloren scheint und Franzi ans Aufgeben denkt, kommt ihr die rettende Idee – und die heißt Globalisierung…

Mit "Was machen Frauen morgens um halb vier?" hat Regisseur Matthias Kiefersauer eine sehr charmante Mischung aus Drama und Komödie inszeniert, die sich auf sehr unterhaltsame Art und Weise mit Themen wie Globalisierung, Tradition und Familie auseinandersetzt. Getragen von den zwei sympathischen Hauptdarstellerinnen Brigitte Hobmeier und Muriel Baumeister, die von nicht weniger überzeugenden Nebendarstellern unterstützt werden, erzählt der Film seine Geschichte auf angenehm leichte, aber niemals albern oder platt wirkende Art und Weise. Dabei ist die Ausgangssituation eigentlich nicht wirklich amüsant. Denn das Verschwinden kleinerer Traditionsgeschäfte, die mitunter schon seit Generation in Familienbesitz waren, durch international agierende Ketten, deren Dumpingpreise die Kundschaft über mangelnde Qualität hinwegsehen lassen, ist leider überall traurige Realität.

Es ist Kiefersauer hoch anzurechnen, dass er aus dieser Thematik keinen erdrückenden Betroffenheitsfilm, sondern eine eher leichtfüßige Komödie gemacht hat, die in genau den richtigen Momenten mit einigen dramatischeren Momenten aufwartet. Zwar sind die Charakterzeichnung und die Konflikte zwischen den Figuren nicht gerade besonders originell, sondern arg vorhersehbar und stellenweise sogar extrem klischeehaft. Dennoch funktioniert der Film bis zum letzten Drittel sehr gut. Erst gegen Ende macht es sich ein wenig negativ bemerkbar, dass die mit Unterstützung des BR und von ARD Degeto entstandene Komödie in ein mit 90 Minuten ein wenig zu knappes TV-Korsett gezwängt wurde.

Denn während sich der Film zu Beginn sehr viel Zeit lässt, um die Figuren vorzustellen und die Dramaturgie aufzubauen, wirkt das Finale arg gehetzt. Alle Konflikte werden zwar aufgelöst, dennoch bleibt am Ende das Gefühl, als würde irgendetwas fehlen. Ein paar Minuten mehr, um die Geschichte zu einem wenig ausgereifteren Ende zu bringen, hätten den an sich sehr positiven Gesamteindruck noch verstärkt. So ist "Was machen Frauen morgens um halb vier?" gute und kurzweilige Unterhaltung mit kleinen Schönheitsfehlern, die sich Freunde von sympathischen deutschen Komödien mit leichtem bayerischem Lokalkolorit nicht entgehen lassen sollten. Sehenswert!

Bild + Ton: Das Bild verfügt über eine recht ordentliche Bildschärfe, die gerade in dunkleren Szenen durchaus etwas besser hätte ausfallen können. Die Farben sind sehr kraftvoll abgestimmt und kommen besonders in den Dubai spielenden Szenen gut zur Geltung. Der Ton ist der Geschichte angemessen eher zurückhaltend, wobei die Dialoge klar verständlich aus den Boxen klingen. Größere Surround-Momente gibt es allerdings nicht. Insgesamt gibt es hierfür aber noch ein zufriedenes: Gut!

Extras: Als Bonus hat die DVD neben dem Trailer zum Film noch Interviews mit Hauptdarstellerin Brigitte Hobmeier (ca. 4:13 Min.), dem Produzenten Martin Choroba und der ausführenden Produzentin Franziska An der Gassen (ca. 4:19 Min.), Regisseur Matthias Kiefersauer (ca. 4:57 Min.) und Darsteller Thomas Unger (ca. 4:38 Min.) zu bieten. Die Interviewten müssen sich anschließend noch einem Backwarentest (ca. 1:29 Min.) unterziehen, bei dem sie zwischen Diskounter und Qualitätsbäckerei unterscheiden müssen. Abschließend gibt es dann noch den Trailer zum Film.

Fazit: "Was machen Frauen morgens um halb vier?" ist eine kurzweilige Mischung aus Drama und Komödie, die mit einem sympathischen Darstellerensemble und einigen sehr netten Ideen punkten kann. Die eher klischeehaften Momente und das etwas gehetzt wirkende Ende trüben den positiven Gesamteindruck nur sehr geringfügig. Die DVD präsentiert den Film in angemessener Bild- und Tonqualität und hat zudem noch ein paar aufschlussreiche Promo-Interviews als Bonus mit an Bord. Wer charmante deutsche Komödien mit etwas bayerischem Lokalkolorit mag, der kann hier getrost zugreifen. Empfehlenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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