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Waves

Waves

USA 2019 - mit Taylor Russell, Kelvin Harrison Jr., Alexa Demie, Sterling K. Brown ...

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:Waves
Genre:Drama
Regie:Trey Edward Shults
Kinostart:16.07.2020
Produktionsland:USA 2019
Laufzeit:ca. 137 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.facebook.com/Waves.DE
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Für den 17-jährigen Tyler (Kelvin Harrison, Jr.), einem angehenden High-School-Wrestling-Star, sieht die Zukunft äußerst positiv aus. Angetrieben von seinem Vater Ronald (Sterling K. Brown) schafft Tyler wahre Bestleistungen, leidet aber insgeheim darunter, dass es ihm verwehrt bleibt, seinen eigenen Weg zu gehen. Als die Beziehung zu seiner Freundin Alexis (Alexa Demie) in die Brüche geht, katapultiert das den Jungen in eine Spirale der Selbstzerstörung – mit katastrophalen Folgen. Unter denen hat auch seine Schwester Emily (Taylor Russell), die ihr Leben stets im Schatten ihres großen Bruders führen musste. Als sie Tylers Wrestling-Teamkollegen Luke (Lucas Hedges) kennenlernt, verliebt sie sich fast augenblicklich in ihn. Zum ersten Mal fühlt sie sich wirklich geliebt und verstanden. Doch reicht das aus, um aus Tylers Schatten heraustreten und endlich aufblühen zu können? 

"Waves" von Trey Edward Shults ist eigentlich ein wirklich interessanter und mitreißender Film. Der Filmemacher geht stilistisch dabei einen spannenden Weg. Nachdem er sich in der ersten Hälfte fast ausschließlich auf Tyler konzentriert, gibt es einen harten Schnitt und plötzlich steht Emily im Mittelpunkt. Zwei ungleiche Geschwister, zwei unterschiedliche Geschichten, verbunden durch ein dramatisches Ereignis. Dass Tyler nach dem durchaus heftigen Beginn in der zweiten Hälfte eigentlich keine direkte, sondern nur eine indirekte Rolle spielt, ist eine mutige Entscheidung, die erstaunlich gut funktioniert. 

Trotzdem muss auch gesagt sein, dass das Drama schon alleine aus stilistischer Sicht ein wirklich anstrengendes Werk ist. Es gibt lange Kamerafahrten – oftmals verwackelt – die nur dazu dienen, die Laufzeit auf weit über zwei Stunden aufzublasen. Auch manche Dialogsequenzen ziehen sich extrem zäh, ohne die Geschichte(n) wirklich voranzutreiben. Man spürt, dass Shults versucht hat, seinen Film authentisch wirken zu lassen und das Publikum möglichst nah an das Geschehen heranzubringen. Das mag funktionieren, ist aber auch auf Dauer wirklich ermüdend. Sicherlich, die Geschichten der beiden Geschwister sollen keinen Spaß machen, sondern sollen aufwühlen, nachdenklich stimmen und emotional berühren. Aber ein klein wenig Unterhaltungswert hätte dem Ganzen auch nicht geschadet. 

Im Gegenteil: Denn "Waves" bietet bei all den positiven Aspekten – von den Ambitionen des Filmemachers über das tolle Ensemble bis hin zur Story – knapp zweieinhalb Stunden wackelige Tristesse. Zwar gibt es auch Momente, die wirklich schön sind. Aber alles in allem dominiert eine visuelle wie dramaturgische Schwere den Film, die den Kinobesuch zu einer echten Herausforderung macht. Wer bereit ist, sich dieser zu stellen, um dann mit einem intensiven Arthaus-Drama belohnt zu werden, für den ist der Film durchaus sehenswert. Allen anderen kann der Kauf eines Tickets nur mit Einschränkungen empfohlen werden.

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Waves (USA 2019)"
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