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W.E.

W.E.

Großbritannien 2011 - mit Andrea Riseborough, Abbie Cornish, James D`Arcy, Oscar Isaac, Richard Coyle ...

Filminfo

Originaltitel:W.E.
Genre:Drama, Romantik
Regie:Madonna
Kinostart:21.06.2012
Produktionsland:Großbritannien 2011
Laufzeit:ca. 118 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.we.senator.de
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Ganz gleich, was man von Madonna halten mag, ihre Bedeutung für die jüngere Musikgeschichte kann einfach nicht verleugnet werden. Madonna hat die Popmusik der letzten drei Jahrzehnte maßgeblich geprägt und hat es trotz einiger nicht ganz so gelungener Projekte geschafft, sich in einem immer schnelllebiger werdenden Geschäft relativ weit oben zu halten. Und das verdient auf jeden Fall Respekt. Wenn es um die Schauspielerei geht, blieb Madonna dieser Respekt allerdings bislang verwehrt. Mit Ausnahme von der Musicalverfilmung "Evita", die durchaus als Erfolg gewertet werden darf, waren ihre Ausflüge auf die Kinoleinwand keine echten Glanzleistungen, was sowohl Kritiker, als auch das Publikum so gesehen hat. Nun versucht es Madonna erneut, sich außerhalb der Musik zu behaupten. Allerdings nicht vor, sondern hinter der Kamera.

In ihrer zweiten Regiearbeit "W.E." erzählt Madonna jene Geschichte, die in dem Oscar-Gewinner "The King`s Speech" nur angedeutet wurde: die Liebe zwischen dem britischen Thronerben und späteren (Kurzzeit-)König Edward VIII. (James D`Arcy) und der zweifach geschiedenen Amerikanerin Wallis Simpson (Andrea Riseborough). Doch obwohl diese Geschichte, die wie eine einfache Affäre beginnt und sich zu einem regelrechten Skandal steigert, als Edward aus Liebe auf die britische Krone verzichtet, genügend Stoff für einen Spielfilm bietet, hat sich Madonna dazu entschlossen, diese Story mit einer zweiten handlungsebene zu vermischen.

Diese spielt im New York des Jahres 1998. Hier fühlt sich die nach Wallis Simpson benannte Wally Winthrop (Abbie Cornish) in einer glücklosen Ehe mit dem wohlhabenden William (Richard Colye), für den sie ihren geliebten Ob beim Auktionshaus Sotheby aufgegeben hat, gefangen. Immer öfter besucht sie an ihrem ehemaligen Arbeitsplatz eine Ausstellung von Besitztümern des Herzogs und der Herzogin von Windsor, die in Kürze unter den Hammer kommen werden. Immer tiefer flüchtet sich Wally in die Liebesgeschichte von Wallis und Edward und versucht, mit ihren Tagträumen ihrer eigenen Realität zu entfliehen. Als sie sich bei ihren zahlreichen Besuchen in der Ausstellung mit dem charmanten Aufseher Evgeni (Oscar Isaac) anfreundet, werden die Parallelen zwischen ihrem eigenen Leben und dem von Wallis immer deutlicher…

"W.E." wird Madonna sicherlich nicht helfen, ihren nicht sonderlich guten Ruf in Sachen Film vollständig ins Positive zu wandeln. Allerdings macht die Mischung aus Drama und Liebesromanze deutlich, dass Madonna mehr kann, als ihr viele ihrer Kritiker zugestehen wollen. Sicherlich, einige Szenen, in denen die Kameraarbeit bemüht kunstvoll erscheinen soll, indem Stilmittel wie Unschärfen oder unkonventionelle Einstellungen bemüht werden, wirken einfach aufgesetzt und regelrecht störend. Und auch die Vermischung der beiden Handlungsebenen will nur bedingt funktionieren. So gut Abbie Cornish auch spielt und so gelungen die Geschichte um die von ihrem Leben frustrierte Wally auch für sich genommen ist, für die eigentliche Hauptgeschichte, die Liebe zwischen Wallis und Edward, ist der 1998er Handlungsstrang eher Ablenkung, als Bereicherung.

Die royale Liebesgeschichte kann dagegen nicht nur schauspielerisch überzeugen, sondern ist auch sehr einnehmend in Szene gesetzt. Getragen von einer starken Leistung der aus Filmen wie "Brighton Rock" oder "We want Sex" bekannten Andrea Riseborough, eingetauscht in schöne Bilder und angefüllt mit einer sehenswerten Ausstattung wird hier nicht nur Gefühlskino der besonders romantischen Art geboten. Auch als Biopic über eine interessante Frau funktioniert dieser Teil des Films sehr gut.

So liefert "W.E." unterm Strich ein etwas unausgewogenes Bild ab. Einzelne Elemente funktionieren gut, doch die Verbindung der verschiedenen Versatzstücke ist etwas holprig geraten. Anstatt einfach nur romantisches Unterhaltungskino zu bieten, wofür dieser Stoff sehr gut geeignet gewesen wäre, ist Madonna zu verkrampft bemüht darum, sich als anspruchsvolle Filmemacherin zu beweisen. Und genau dadurch steht sie sich und ihrem Film selbst im Weg. "W.E." ist kein schlechter Film, so gut, wie er mit seinen Darstellern, der zugrunde liegenden Geschichte und der Ausstattung hätte sein können, ist er allerdings auch nicht. Und daher kann dieses Drama auch nur mit einigen deutlichen Abstrichen als sehenswert beurteilt werden.

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "W.E. (Großbritannien 2011)"
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