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Wer wir sind und wer wir waren

Wer wir sind und wer wir waren

Großbritannien 2019 - mit Annette Bening, Bill Nighy, Josh O`Connor, Sally Rogers ...

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:Hope Gap
Genre:Drama
Regie:William Nicholson
Kinostart:29.07.2021
Produktionsland:Großbritannien 2019
Laufzeit:ca. 100 Min.
FSK:ab 6 Jahren
Webseite:www.tobis.de/
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Fast drei Jahrzehnte leben Grace (Annette Bening) und Edward (Bill Nighy) als Ehepaar zusammen. Ihr Alltag in einem malerischen Küstenort im Süden Englands ist unaufgeregte Routine, die nun wirklich nicht nach dem ganz großen Eheglück aussieht. Und dennoch bricht für Grace eine Welt zusammen, als Edward sie für eine andere Frau verlässt. Ja, er ging ihr mit seinen Marotten auf die Nerven und ja, Leidenschaft war zwischen den Beiden schon lange nicht mehr zu spüren. Doch kampflos will Grace ihren Mann nicht aufgeben. Mitten in das Gefühlschaos seiner Eltern gerät Sohn Jamie (Josh O’Connor), der sich nur noch selten bei ihnen blicken lässt. Doch als er erkennt, was die Trennung seiner Eltern bedeutet, nimmt auch er wieder stärker an deren leben teil – ob er möchte, oder nicht…

Mit "Wer wir sind und wer wir waren" bringt Regisseur William Nicholson ein sehr ruhiges, aber dennoch intensives Ehedrama ab, das sehr gut beide Seiten vom Ende einer langjährigen Beziehung beleuchtet. Man kann als Zuschauer einerseits sehr gut nachvollziehen, warum Edward die Ehe beenden möchte, warum er sich an der Seite von Grace unglücklich und nicht mehr geliebt gefühlt hat. Andererseits ist ebenso verständlich, warum seine Frau so ungeheuer verletzt ist und daran zu zerbrechen droht, komplett unvorbereitet ins Alleinsein gestürzt zu werden – obwohl auch sie in der Ehe nicht wirklich glücklich wirkte.

Das Publikum nimmt quasi die Position von Jamie ein. Er weiß, dass seine Eltern zusammen nicht richtig glücklich waren. Schließlich ging ihm das ja auch so, weshalb er nur noch dann nach Hause kommt, wenn es wirklich nötig ist. Gleichzeitig möchte er natürlich auch nicht, dass seine Eltern leiden. Er sucht das Gespräch zu seinem Vater und versucht, seiner Mutter zu helfen. Nicholson erzählt all das sehr unaufgeregt und ohne überzogene Emotionen, wodurch das Drama aber erst richtig funktionieren kann. Denn hätte er gerade auf der Gefühlsebene zu dick aufgetragen, hätte der Film leicht sehr kitschig und unerträglich weinerlich werden können.

So aber ist das Ganze extrem lebensnah. Und gerade bei Grace wird etwas deutlich, womit Viele, die schon einmal verlassen wurden, selbst konfrontiert wurden: die schmerzhafte Erkenntnis, dass die Trennung wahrscheinlich eher aufgrund von verletzter Eitelkeit und einer forcierten Veränderung, als tatsächlich wegen des Verlusts eines vermeintlich geliebten Menschen schmerzt. Am Ende bleibt – wie auch oft im wahren Leben – zwar Leid, aber auch jede Menge Hoffnung. Das macht "Wer wir sind und wer wir waren" zwar noch lange nicht zu reinem Wohlfühlkino, aber immerhin zu einem kraftvollen, toll gespielten Drama, bei dem man sich durchaus wiederfinden kann. Sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Wer wir sind und wer wir waren (Großbritannien 2019)"
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