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Dezember 2018
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Who killed Marilyn

Who killed Marilyn

Frankreich 2011 - mit Jean-Paul Rouve, Sophie Quinton, Guillaume Gouix, Olivier Rabourdin u.a

Filminfo

Originaltitel:Poupoupidou – Nobody else but you
Genre:Komödie, Thriller
Regie:Gérald Hustache-Mathieu
Kinostart:02.08.2012
Produktionsland:Frankreich 2011
Laufzeit:ca. 102 Min.
Webseite:www.kochmedia-film.de/whokilledmaril
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Auch fünfzig Jahre nach ihrem Tod hat der Mythos Marilyn Monroe kaum etwas von seiner Faszination verloren. Der französische Filmemacher Gérald Hustache-Mathieu hat nun einen sehr originellen Weg gefunden, sich diesem Mythos zu nähern, ohne direkt einen Film über die Leinwandgöttin zu drehen. In "Who killed Marilyn" erzählt er die Geschichte des Krimiautors David Rousseau (Jean-Paul Rouve), der eigentlich nur in die abgelegene Provinz Frankreichs gekommen ist, um das Erbe seines kürzlich verstorbenen Onkels entgegen zu nehmen. Doch dann stößt er im verschneiten Mouthe, einem kleinen Ort, der für seinen Käse berühmt ist, auf eine ganz besondere Story: die Ermordung der Dorfschönheit Candice Lecoeur (Sophie Quinton), deren Leiche irgendwo im Niemandsland vor Mouthe gefunden wird. Für den unter einer Schreibblockade leidenden David der perfekte Stoff für sein nächstes Buch, stellt er doch bei seinen Recherchen fest, dass die beliebte Wetterfee nicht nur äußerlich eine große Ähnlichkeit mit Marilyn Monroe hatte. Doch je intensiver sich der Schriftsteller mit dem vermeidlichen Selbstmord beschäftigt, desto gefährlicher wird sein Aufenthalt in dem kalten Kaff. Denn anscheinend will Irgendjemand mit allen Mitteln verhindern, dass David die Wahrheit über den Tod von Candice herausfindet…

Nach einem betörenden Anfang, der Sophie Quinton in Posen zeigt, die einem sehr bekannten Marilyn-Fotoshooting nachempfunden wurden, startet Gérald Hustache-Mathieu auf sehr humorvolle Art in seine Geschichte. Wie David mit allerhand schrulligen Kleinstadtcharakteren konfrontiert wird, wie er sich zunächst aus purer Langeweile, die sich immer mehr in Obsession verwandelt, als Privatdetektiv versucht und wie die Prallelen zwischen dem Leben von Candice und dem Schicksal Marilyns aufgebaut werden, all das verleiht dem Film seinen ganz besonderen Reiz. Gepaart mit der kargen Landschaft des verschneiten französischen Nirgendwo erinnert "Who killed Marilyn" in seinen besten Momenten dann sogar an Kultfilme wie "Fargo". Doch genau hierin liegt wahrscheinlich auch das Problem, mit dem der Film immer wieder zu kämpfen hat.

Denn gerade da er einige großartige Momente und originelle Einfälle aufzuweisen hat, die einen Vergleich mit Werken wie "Fargo" geradezu aufzwingen, fallen die weniger gelungenen Momente umso stärker ins Gewicht. Und leider gibt es gerade in der zweiten Filmhälfte etliche Szenen, die an sich nicht wirklich schlecht sind, die aber in direkter Umgebung der so gelungenen Teile der Inszenierung beinahe schon belanglos wirken. So entsteht ein am Ende nicht immer ausgeglichenes Bild, das zwar vorwiegend positiv ist, das aber letztendlich mehr Potential offenbart, als unterm Strich ausgeschöpft wird.

Doch auch wenn das jetzt etwas negativ klingen mag, so stellt dieses Manko noch lange keinen Grund dar, der von einem Kinobesuch abhalten soll. Denn am Ende überwiegen ganz klar die positiven Aspekte. So ist  Jean-Paul Rouve als Hobby-Kriminologe mit einer Darstellung, die gekonnt zwischen Comedy und Drama balanciert, absolut überzeugend. Und auch Sophie Quinton hinterlässt als Kleinstadt-Marilyn einen sehr guten und durchaus betörenden Eindruck. Der eher zurückhaltende, in manchen Momenten aber sehr effektive Humor und die Art und Weise, wie Hustache-Mathieu immer wieder bekannte Motive, Momente oder Musikstücke aus dem Leben/Repertoire Marilyn Monroes in seine Geschichte einbaut, machen diese Krimikomödie trotz kleiner Schwachpunkte zu einem unterhaltsamen und amüsanten Kinovergnügen. Wer französisches Kino und humorvolle Krimigeschichten mag, der kann getrost einen Blick riskieren. Sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Who killed Marilyn (Frankreich 2011)"
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