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Dezember 2018
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Wie auf Erden

Wie auf Erden

Schweden 2015 - mit Frida Hallgren, Niklas Falk, Jakob Oftebro, Lennart Jähkel u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:Så ock på Jorden
Genre:Drama
Regie:Kay Pollak
Kinostart:03.12.2015
Produktionsland:Schweden 2015
Laufzeit:ca. 135 Min.
FSK:ab 6 Jahren
Webseite:www.wie-auf-erden.de
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Einige Monate sind seit dem Tod von Dirigent Daniel vergangen. Lena (Frida Hallgren) bleibt nur die Erinnerung an das kurze Glück, das sie mit ihm in Ljusåker geteilt hat, und das Kind, das sie in ihrem Bauch trägt. Ansonsten sieht es nicht nur in ihrem Leben ziemlich düster aus. Auch Pfarrer Stig (Niklas Falk) liegt am Boden. Seit Daniels Tod ist seine Kirche wieder leer und er kann seine Enttäuschung nur mit Alkohol betäuben. Trotzdem ist er zur Stelle, als Lena – durch einen Schneesturm von der Außenwelt abgeschnitten – seine Hilfe bei der Geburt ihres Kindes braucht. Aus Dankbarkeit will sie nun Stig helfen. Denn der Kirchenrat will den Trunkenbold unbedingt loswerden. Das große Jubiläumskonzert der Gemeinde, das sogar im Fernsehen übertragen werden soll, bietet die perfekte Möglichkeit, um Stig abzulösen. Doch das will Lena nicht zulassen. Sie stellt einen Chor auf die Beine, der eine ganz besondere Version des "Halleluja" aus Händels "Messias" einstudieren soll. Aber ob sich der Kirchenrat auf Experimente einlässt und Stigs Position damit gerettet werden kann?

"Wie auf Erden" ist die Fortsetzung des Publikumslieblings "Wie im Himmel", der 2005 mit 1,4 Millionen Zuschauern zum absoluten Überraschungshit avancierte. Zehn Jahre hat es gedauert, doch jetzt liefert Pollak die von Vielen sehnlich erwartete Rückkehr nach Ljusåker und seinen liebenswert verschrobenen Charakteren ab. Doch schon nach wenigen Minuten wird klar, dass er das lieber hätte bleiben lassen sollen. Denn obwohl einige Darsteller aus Teil 1 wieder mit dabei sind – allen voran die charmante Frida Hallgren als von unerschütterlichem Optimismus geprägte Lena – und obwohl man sich auch in dem kleinen Örtchen schnell wieder wie zu Hause fühlt, so fehlt dem Film doch fast all das, was den Vorgänger so bezaubernd gemacht hat.

Die Figuren scheinen sich hier in einer Tour anzuschreien. Es herrscht hier eine überzogene Hysterie, unter der jede Form von aufkommendem Charme umgehend wieder begraben wird. Und verhalten sich die Charaktere einmal nicht hysterisch, dann gelingt es ihnen trotzdem kaum, wirkliche Sympathiewerte aufzubauen. Schwermütig und oftmals von Selbstmitleid durchzogen kämpfen sich die Figuren durch eine bemüht konstruierte Dramaturgie, die in einigen Momenten wie eine Kopie des ersten Teils, in anderen Momenten wie eine bloße Ansammlung von Klischees wirkt. Mit einer Laufzeit von über zwei Stunden wird das Ganze dann auch noch unnötig in die Länge gezogen, so dass man sich wirklich nicht mehr "Wie im Himmel" fühlt.

Der erste Teil hatte auch seine Schwächen. Aber er wirkte irgendwie echt und herzlich. "Wie auf Erden" dagegen wirkt nur noch konstruiert und ist zu verkrampft darauf aus, die Gunst der Zuschauer zu gewinnen. So webt Pollak immer wieder Szenen in die Geschichte ein, die danach schreien, das Publikum zum Lächeln zu bringen und die Sonne in ihren Herzen aufgehen zu lassen. Doch anders als in Teil 1 entstehen diese Szenen eben nicht glaubhaft aus der Geschichte heraus, sondern wirken nur manipulativ und irgendwie seelenlos. "Wie auf Erden" ist dadurch wieder einmal ein trauriges Beispiel dafür, dass man manche Filme einfach nicht fortsetzen sollte. Dieses uninspiriert anmutende Werk ist nur ein Schatten seines Vorgängers und in nahezu jeder Hinsicht eine große Enttäuschung. Selbst dann, wenn man wie ich "Wie im Himmel" wirklich sehr, sehr gerne gemocht hat, sollte man es sich zwei Mal überlegen, ob man sich für diese überlange und unnötige Fortsetzung wirklich eine Kinokarte kaufen möchte. Dafür gibt es auch nur ein nicht so himmlisches: Sehr bedingt sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Wie auf Erden (Schweden 2015)"
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