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Winnetous Sohn

Winnetous Sohn

Deutschland 2015 - mit Lorenzo Germeno, Tristan Göbel, Alice Dwyer, Christoph Letkowski, Armin Rohde, Uwe Ochsenknecht ...

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Genre:Kinderfilm, Komödie
Regie:André Erkau
Kinostart:09.04.2015
Produktionsland:Deutschland 2015
Laufzeit:ca. 92 Min.
FSK:ab 0 Jahren
Webseite:www.winnetoussohn.weltkino.de
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Der zehnjährige Max (Lorenzo Germeno) hat einen ganz großen Traum: er will unbedingt ein echter Indianer werden. Denn die Karl-May-Festspiele suchen einen neuen Darsteller für den Sohn von Winnetou. Und genau dafür fühlt sich der Junge regelrecht berufen. Zu dumm nur, dass Max so gar nichts von einem Indianer hat, weder die Statue, noch die Kondition oder die Adleraugen. Doch das hält ihn nicht vom Träumen ab. Denn Max hofft, dass er seine Eltern (Alice Dwyer, Christoph Letkowski), die sich kürzlich getrennt haben, als Star der Festspiele wieder zusammenbringen kann. Und so trainiert er wie besessen für den großen Tag des Castings. Doch alleine schafft er das nie. Helfen soll ihm ausgerechnet der verschlossene Morten (Tristan Göbel), der eigentlich alles doof findet – und ganz besonders Indianer…

Um den deutschen Kinderfilm ist es im Allgemeinen eher schlecht bestimmt. Zu oft folgen die für ein junges Zielpublikum konzipierten Filme einem klaren, rein auf kommerziellen Erfolg ausgerichteten Muster. Charme, Originalität und Cleverness bleiben da meist ebenso auf der Strecke, wie Realitätsnähe. Doch ab und an gibt es auch beim Kinderfilm aus Deutschland echte kleine Juwelen. Regisseur André Erkau ("Das Leben ist nichts für Feiglinge") ist das mit "Winnetous Sohn" ganz klar gelungen. Seine Charaktere sind, mit Ausnahme des von Uwe Ochsenknecht gespielten Regisseurs der Karl-May-Festspiele, nur geringfügig überzeichnet. Gerade die Erwachsenen sind nicht die albernen Karikaturen, wie man sie in so vielen anderen Kinderfilmen vorgesetzt bekommt.

Der Humor ist liebevoll und vermeidet gekonnt platte Albernheiten, bietet Kindern aber dennoch genügend Stoff, um herzhaft lachen zu können. Die Geschichte zeichnet nicht nur die Entstehung einer ungewöhnlichen Freundschaft zwischen zwei Außenseitern nach, sondern funktioniert auch als Liebeserklärung an die Western von Karl May ebenso wie als einfühlsame Studie über die Ängste eines kleinen Jungen nach der Trennung seiner Eltern. All diese verschiedenen Facetten werden mit erfrischender Leichtigkeit serviert, ohne jemals Oberflächlich daher zu kommen. Erkau hat die perfekte Mischung gefunden, um eine Geschichte mit Tiefgang leicht zugänglich und extrem unterhaltsam zu erzählen.

Die erfahrenen Darsteller wir Armin Rohde, Alice Dwyer oder Uwe Ochsenknecht werden dabei von ihren jungen Co-stars locker an die Wand gespielt. Ganz besonders Lorenzo Germeno ist der beste Beweis dafür, dass es auch in Deutschland überaus talentierte Kinderdarsteller gibt, die mit viel Natürlichkeit und einem völlig ungekünstelten Spiel überzeugen können.

Natürlich spielt auch "Winnetous Sohn" mit einigen gängigen Klischees und bedient sich einiger sehr einfacher Gags. Doch insgesamt ist diese wunderbare Familienkomödie ein sehr origineller, liebenswerter und toll inszenierter Spaß, der nicht umsonst als "Besonderer Kinderfilm" ausgezeichnet worden ist. Bleibt nur zu hoffen, dass diese Qualität nun auch vom Publikum gewürdigt wird. Verdient hätte es der Film allemal: Für alle Kinder ab 5 Jahren, aber auch für die begleitenden Erwachsenen absolut sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Winnetous Sohn (Deutschland 2015)"
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