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Woher weißt Du, dass es Liebe ist?

Woher weißt Du, dass es Liebe ist?

USA 2010 - mit Reese Witherspoon, Paul Rudd, Owen Wilson, Jack Nicholson ...

Filminfo

Originaltitel:How do you know?
Genre:Komödie, Romantik, Drama
Regie:James L. Brooks
Kinostart:20.01.2011
Produktionsland:USA 2010
Laufzeit:ca. 120 Min.
FSK:ab 0 Jahren
Webseite:www.woher-weisst-du.de
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James L. Brooks, Miterfinder der "Simpsons", hat mit Filmen wie "Zeit der Zärtlichkeit", "Besser geht`s nicht" oder "Nachrichtenfieber" bewiesen, dass er Komödie, Drama und Romantik immer wieder mit sicherem Händchen zu ganz großer, oftmals preisgekrönter Kinounterhaltung miteinander verweben konnte. Auch in seinem neuesten Werk "Woher weißt Du, dass es Liebe ist?" erweist sich Brooks erneut als Meister seines Fachs.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht Lisa Jorgenson (Reese Witherspoon), Softballprofi am Ende ihrer großartigen Karriere. Ihre Trauer über den Verlust ihres bisherigen Lebensinhalts betäubt Lisa mit einer Affäre mit dem lebensfrohen Baseball-Profi Matty (Owen Wilson), der in Lisa das erste Mal mehr als nur einen flüchtigen One-Night-Stand sieht. Doch ausgerechnet als sich diese Beziehung in etwas Ernstes zu wandeln scheint, tritt der sympathische George (Paul Rudd) in Lisas Leben. Allerdings steht George gerade selbst vor den Scherben seines Lebens, da ihm aufgrund angeblich zwielichtiger Geschäfte, die er als Leiter der Firma seines Vaters (Jack Nicholson) getätigt haben soll, nicht nur der finanzielle Ruin, sondern auch eine Gefängnisstrafe droht. Doch in Lisa findet er eine angenehme Ablenkung von seinen Problemen und er erkennt, dass das Leben selbst in seinen dunkelsten Momenten etwas Wunderbares bereithalten kann…

Wer bei "Woher weißt Du, dass es Liebe ist?" eine seichte romantische Komödie erwartet, der wird hier nicht unbedingt das bekommen, was er/sie erwartet. Sicherlich, der Film erzählt schon eine wirklich schöne Liebesgeschichte. Doch diese ist eigentlich nur der Aufhänger für das Thema, das den eigentlichen Kern von Brooks` Film darstellt. Denn allen Protagonisten ist gemein, dass sie an einem Wendepunkt in ihrem Leben stehen und dass sie, Jeder auf seine ganz eigene Weise, mit Veränderungen umgehen muss und Konsequenzen für sein eigenes Handeln zu übernehmen lernen muss. Während Lisa völlig aus der Spur geworfen wird, da sie ihr Leben bislang in klar definierten, von auf kleinen Zetteln geschriebenen Lebensweisheiten begleitet, Bahnen geführt hat, versucht George zunächst eher, vor seinen Problemen davon zu laufen. Matty wiederum spürt, dass mit Lisa Veränderungen auf ihn zukommen, doch er sieht nicht so recht ein, warum diese von ihn ausgehen sollten. Und Charles schließlich denkt nicht daran, sein Leben umzustellen und wälzt die Konsequenzen seines Handelns lieber auf seinen Sohn ab.

Im Laufe des Films machen alle Charaktere mehr oder weniger deutliche Veränderungen durch, die einige Personen zusammen führen, andere auseinander bringen. Es ist den wunderbaren Dialogen aus der Feder von James L. Brooks, aber auch seiner sensiblen Inszenierung zu verdanken, dass diese Geschichte fast völlig kitsch- und klischeefrei daher kommt und dennoch massentaugliche Hollywood-Unterhaltung für Herz, Hirn und Lachmuskeln bietet. Dass seine sorgfältig zu Papier gebrachten Worte auch angemessen auf die Leinwand transportiert worden sind, hat Brooks dem gut ausgewählten Darstellerensemble zu verdanken.

Reese Witherspoon überzeugt mit einer Mischung aus Stärke und Verletzlichkeit, die sie n jeder Sekunde sympathisch und liebenswert macht. Paul Rudd scheint der perfekte Mann für sie zu sein, ist doch auch er trotz all seiner Macken einfach nur liebenswert. Doch auch Owen Wilson spielt die perfekt auf ihn zugeschnittene Rolle auf eine durchaus charmante Art, so dass auch der von ihm verkörperte Matty durchaus als Partner für Lisa in Frage kommt, auch wenn er ihr intellektuell nicht wirklich gewachsen ist und seine Moralvorstellungen an sich auch nicht gerade für eine dauerhafte Beziehung sprechen. Dass Brooks alle drei Protagonisten des romantischen Dreiecks auf ihre ganz eigene Art sympathisch dargestellt hat, bleibt der Ausgang der Geschichte trotz einer gewissen Vorhersagbarkeit durchaus spannend. Gleiches gilt auch für die Vater-Sohn-Beziehung, die der hier etwas unterbeschäftigte Jack Nicholson am Ende mit nur einer kleinen Veränderung seiner Mimik perfekt auf den Punkt bringt.

"Woher weißt Du, dass es Liebe ist?" ist sicherlich nicht der beste Film von James L. Brooks. Aber es ist ein perfektes Beispiel dafür, das gute, romantische Unterhaltung aus Hollywood auch inhaltliche Tiefe, clevere Dialoge und vielschichtige Charaktere bieten kann und sich auch einem ganz eigenen Tempo verschreiben kann, das sich auf angenehme Art den typischen Erzählmuster anderer US-Komödien entzieht. Ein wunderbar geschriebener und nicht weniger charmant gespielter Film, der trotz kleinerer Schwächen absolut sehenswert ist!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

Media:

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Kino Trailer zum Film "Woher weißt Du, dass es Liebe ist? (USA 2010)"
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