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März 2019
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You drive me crazy

You drive me crazy

Deutschland 2012

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Genre:Dokumentarfilm
Regie:Andrea Thiele und Lia Jaspers
Kinostart:18.04.2013
Produktionsland:Deutschland 2012
Laufzeit:ca. 87 Min.
FSK:ab 0 Jahren
Webseite:www.realfictionfilme.de
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Die Idee ist so einfach, wie genial: Andrea Thiele und Lia Jaspers begleiten drei Menschen verschiedener Nationen, die in für sie fremden Ländern den Führerschein machen müssen und dabei nicht nur mit zum Teil recht absurden Verkehrsregeln, sondern auch mit komplett anderen Mentalitäten konfrontiert werden. Dieser ganz besondere Culture Clash ist für die Fahrschüler sicherlich nicht immer ganz einfach, für die Zuschauer der Dokumentation "You drive me crazy" dafür umso amüsanter.

Der Film düst mit dem Amerikaner Jake durch die Straßen von Tokio, kämpft sich mit der Deutschen Mirela durch die chaotischen Verkehrsverhältnisse von Mumbai und beobachtet die Südkoreanerin Hye-Won bei ihren Versuchen, sich in München den Anforderungen an die deutsche Verkehrsordnung zu stellen. Dabei dienen die bisweilen sehr amüsanten Blicke auf die Fahrstunden, die diese drei Protagonisten absolvieren müssen, natürlich nur als Ausgangspunkt, um ihren Umgang mit den fremden Kulturen, ihr Leben fern von der Heimat und ihre Versuche, sich anzupassen, zu porträtieren.

Das ist mal sehr witzig, dann wieder überraschend, ein wenig verwunderlich oder sehr berührend. Dass es den Filmemacherinnen gelingt, all das aus dem Mitfilmen von Fahrstunden heraus zu gewinnen, macht diese kurzweilige Dokumentation so sehenswert. Die Momente zwischen Hye-Won und ihrem typisch bayerischen Fahrlehrer gehören ebenso wie die Szenen, in denen Jakes doch sehr amerikanische Fahrweise den japanischen Fahrlehrer Tetsuya zur Verzweiflung treibt, zu den humorvollen Höhepunkten des Films. Aber auch wenn Mirela erfährt, dass es ihr nicht möglich ist, in Mumbai ein Auto ohne Fahrer zu mieten und dass sie als Fahrschülerin zunächst nicht besonders ernst genommen wird, oder wenn Jake lernt, dass man in Japan bessere Chancen auf den Erhalt des Führerscheins hat, wenn man mit Krawatte zur Prüfung erscheint, liegt der Unterhaltungswert von "You drive me crazy" ganz weit oben. Und selbst im Abspann wird der Zuschauer noch einmal herzlich zum Lachen gebracht, wenn eine Texttafel die Geschichte von Mirela zu einem ganz wunderbaren Abschluss bringt.

Andrea Thiele und Lia Jaspers haben aus einer einfachen Grundidee eine unterhaltsame Culture Clash Dokumentation gemacht, die sowohl als turbulente Geschichte dreier Fahrschüler, als auch als Städte- und Kulturenporträt sehr gut funktioniert. Die beiden Münchnerinnen haben Informationsgehalt und Unterhaltungswert in gleichen Teilen zu einem kurzweiligen Ganzen vermischt, für das es am Ende nur ein Urteil geben kann: Bestanden!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "You drive me crazy (Deutschland 2012)"
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