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quartetaffairs – Grunelius-Konzerte – Castalian String Quartet

Konzerte - Klassik & Oper
Frankfurter Bürgerstiftung im Holzhausenschlösschen
Event-Termine:
Eintritt: Kategorie 01: 39 Euro / Kategorie 02: 34 Euro / Kategorie 03: 28 Euro / Kategorie 04/05: 17 Euro
Wo:
Frankfurter Bürgerstiftung im Holzhausenschlösschen
Justinianstraße 5
60322 Frankfurt am Main

Sini Simonen, Violine

Daniel Roberts, Violine

Charlotte Bonneton, Viola

Christopher Graves, Violoncello

 

Maurice Ravel (1875 – 1937)

Streichquartett F-Dur op. 35

 

Thomas Adès (* 1971)

The Four Quarters op. 28

 

Johannes Brahms (1833 – 1897)

Streichquartett B-Dur op. 67

 

Das 2011 in London gegründete Castalian String Quartet kann schon jetzt auf große Erfolge zurückblicken. Die ersten Preisträger des Lyon Wettbewerbs waren bereits zu Gast beim Heidelberger Frühling, bei den Sommerlichen Musiktagen Hitzacker, in der Schweiz, in China und an wichtigen Orten ihrer Heimat Großbritannien. In der kommenden Saison findet ihr Debüt in Londons Wigmore Hall statt. Aufnahmen bei der BBC und eine Mendelssohn CD unterstreichen die Arbeit des Quartetts. Von 2012-15 studierte das Ensemble im Masterstudiengang Streichquartett Hannover in der Klasse von Oliver Wille.

 

Eines der berühmtesten französischen Streichquartette ist jenes von Maurice Ravel. Dem Komponisten gelang zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine ganz eigene Deutung von Form und Klang der traditionsbesetzten Königsgattung. Allein der Anfang des Eingangssatzes, der noch in F-Dur beginnt und sich dann wie in pentatonischer Melodie, begleitet von aufsteigender Basslinie  aufschwingt, um schließlich in den noch nicht berührten Tonarten wieder abzusteigen, hinterfragt die  Verhältnisse Dur/Moll, Tonika/Dominante sowie Schlusspunkte durch Kadenzen, die entweder plötzlich oder gar nicht mehr konventionell erscheinen. Wir befinden uns in einer neuen Tonsprache, meinen fast zu schweben, auch im langsamen Satz. Ein beliebter pizzicato Satz mit entrücktem Mittelteil sowie ein spektakulärer 5/8 Final-Ritt ergänzen das Quartett zu einem fantastisch vielschichtigen Werk.

 

Der Komponist Thomas Adès hat für das Streichquartett eine ganz eigene Sprache gefunden. Nach seinem Werk „Arcadiana“ folgte 2011 „The Four Quarters“, ein Auftragswerk der Carnegie Hall für das Emerson Quartett. Ob dieses mysteriöse, ungewöhnlich angelegte Stück mit T.S. Eliot zu tun hat, bleibt zweideutig. Mit ausgereizten Spieltechniken beleuchtet das Quartett verschiedene Aspekte von Zeit.

 

Den Abend beschließt ein ungewöhnliches Quartett, das dritte und letzte von Johannes Brahms. Fast wie eine Homage an Mozarts Jagdquartett, klassisch im „Vivace“, mit durchsichtigem 6/8 Gestus beginnt es im Duo/Tutti. Aber Brahms bleibt unverkennbar, seine durch Schönberg beschriebene „entwickelnde Variation“ besticht in Vielseitigkeit melodischer, rhythmischer und metrischer Formen. Dem frischen und dramatisch entwickelnden Vivace Beginn folgt ein traumhafter langsamer Satz mit typischem „ungarese“ Mittelteil. Besonders der Viola kommt eine prominente Rolle zu, sowohl das Agitato-Scherzo ist ihr gewidmet, als auch wundervolle Variationen im Finalsatz. Brahms‘ Lieblingsinstrument?

 

Textquelle und weitere Informationen zu dieser Veranstaltung: www.frankfurter-buergerstiftung.de/node/2215

quartetaffairs – Grunelius-Konzerte – Castalian String Quartet
Veranstaltungsort
Januar 2019
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