Am 21. März 2026 steht dort mit Sarah Connor eine Künstlerin auf der Bühne, deren Laufbahn längst in eine Phase eingetreten ist, die man ohne Übertreibung als gefestigt bezeichnen kann. Die Sängerin kommt mit neuem Studioalbum – und mit dem Anspruch, an jene Konzertabende anzuknüpfen, die ihr in den vergangenen Jahren den Ruf einer Ausnahmeerscheinung im deutschen Pop eingebracht haben.
Über zehn Millionen verkaufte Tonträger markieren eine beachtliche Bilanz. Doch entscheidender als jede Statistik ist die Entwicklung, die Sarah Connor seit ihrem Wechsel zur deutschen Sprache genommen hat. Mit „Muttersprache“ (2015) und „Herz Kraft Werke“ (2019) gelangen ihr nicht nur zwei Nummer-eins-Alben, sondern auch Werke, die persönliche Themen mit gesellschaftlichem Resonanzraum verbanden. Die vielfachen Auszeichnungen mit Gold und Platin dokumentieren den kommerziellen Erfolg; die ausverkauften Hallen belegen die emotionale Bindung.
Gerade auf der Bühne zeigt sich, weshalb diese Verbindung trägt. Connor versteht es, große Räume in intime Erzählräume zu verwandeln. Zwischen den Liedern spricht sie über Herkunft, Familie, Zweifel und Zuversicht, ohne Pathos, oft mit Selbstironie. Mehr als zwei Millionen Besucherinnen und Besucher haben sie seit 2015 live erlebt – als Sängerin mit Soul-Wurzeln, als Geschichtenerzählerin, als Künstlerin mit klarer Haltung.
Für Frankfurt bedeutet der Tourtermin einen Abend, der neue Songs mit vertrauten Hymnen zusammenführen dürfte. Die Festhalle, deren weite Kuppel sowohl Nähe als auch Monumentalität zulässt, bietet dafür den passenden Rahmen. Wenn Sarah Connor dort ihre Stimme erhebt – kraftvoll, biegsam, unverkennbar –, wird es nicht allein um Unterhaltung gehen, sondern um das fortgesetzte Gespräch zwischen Bühne und Publikum.





