Juan of the Dead

Juan of the Dead

Kuba 2011 - mit Alexis Díaz de Villegas, Jorge Molina, Andrea Duro, Andros Perugorría u.a

Filminfo

Originaltitel:Juan de los Muertos
Genre:Horror, Komödie
Regie:Alejandro Brugués
Kinostart:12.04.2012
Produktionsland:Kuba 2011
Laufzeit:ca. 95 Min.
FSK:ab 16 Jahren
Webseite:www.juanofthedead.de
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Juan (Alexis Díaz de Villegas) führt in seiner Heimat Kuba ein recht entspanntes Leben. Mit seinem besten Freund Lázaro (Jorge Molina) genießt er das süße Nichtstun und plant eigentlich auch nicht, daran etwas zu ändern. Doch dann tauchen pünktlich zum 50. Jahrestag der Revolution in Havanna mysteriöse Dissidenten auf, die offensichtlich durch einen Virus in blutrünstige Monster verwandelt worden sind. Für die Regierung ist klar: es muss sich um einen neuen Invasionsversuch der USA handeln. Juan versucht, aus der Situation das Beste zu machen. Er bietet Angehörigen von Infizierten an, ihre zu Zombies mutierten Lieben fachgerecht zu entsorgen. Doch bald schon sind Juan und seine nicht-infizierten Freunde in der Unterzahl, Paddel und Macheten scheinen als Waffe gegen die Zombies nicht mehr auszureichen. Doch Flucht kommt für Juan nicht in Frage. So leicht will er sich nicht aus seiner Heimat vertreiben lassen…

Mit "Juan of the Dead" hat sich Regisseur Alejandro Brugués einen Kindheitstraum erfüllt. Schon immer war der Filmemacher ein großer Verehrer von cineastischen Untoten. Da war ein eigener Zombie-Film natürlich eine nahe liegende Sache. Indem er seine Vorliebe für dieses Genre mit Beobachtungen, die er in seiner Heimat Kuba gemacht hat, vermischt hat, ist ihm eine ganz besondere Zombie-Komödie gelungen. Als Ausgangsidee hat sich Brugués die Frage gestellt, wie es wohl wäre, wenn die Konfrontation mit den USA, auf die sich Kuba nun schon seit mehreren Jahrzehnten vorbereitet, zu einer Konfrontation mit Zombies werden würde? Lassen sich die Menschen in Kuba, die laut Brugués in den letzten Jahren immer mehr wie Zombies anmuten, so leicht von den echten Untoten unterscheiden? Und lassen sich gesellschaftspolitische Satire, blutiger Slapstick und handfeste Horroraction zu einem stimmigen Ganzen verbinden?

Die Antwort lautet ganz klar: Ja! "Juan of the Dead" spielt zwar nicht ganz in einer Liga mit Zombie-Komödien wie "Shaun of the Dead". Doch das für dieses Genre eher ungewöhnliche Setting und einige sehr originelle Ideen machen den Streifen zu einem sehr kurzweiligen Vergnügen. Zwar ist der Transport politischer Kritik durch Zombie-Filme spätestens seit dem Klassiker "Night of the living Dead" ein gängiges Stilmittel, das auch hier wieder nicht gerade subtil eingesetzt wird. Hier kann also nicht wirklich von großer Originalität gesprochen werden. Es ist vielmehr die Vermischung der satirischen Elemente mit den eher gradlinigen komödiantischen Teilen und den trotz geringem Budget recht ansehnlich umgesetzten Zombiekämpfen, die den Unterhaltungswert des Films in die Höhe treiben.

Zudem verleiht die offensichtliche Liebe des Regisseurs nicht nur zum Zombie-Sujet, sondern zum Film schlechthin dem blutigen Treiben einen gewissen Charme, durch den man als geneigter Genre-Fan gerne über einige der schwächeren Momente und flacheren Gags hinweg sieht. "Juan of the Dead" verfügt vielleicht nicht über das Kultpotential seiner großen Vorbilder. Ein wenig frischer Wind kommt aber dennoch aus Havanna in das Genre, das sich zur Zeit durch Vertreter wie die Serie "The Walking Dead" wieder großer Beliebtheit erfreut, geblasen. Wer es also gerne untot, komisch und ein wenig skurril mag, der sollte unbedingt mit Juan und seinen Freunden auf Zombiejagd gehen. Sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Juan of the Dead (Kuba 2011)"
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