Brand im Metropolis, Abschied vom Stadtbad Mitte, Buchmesse und neue Angebote für Frankfurter: Das sind die wichtigsten Nachrichten aus unserer Stadt.
Was hat Frankfurt in dieser Woche beschäftigt? Gleich zwei bekannte Einrichtungen in der Innenstadt mussten schließen, ein Feuer im Dornbusch hat zahlreiche Hilfsgüter für die Ukraine zerstört und die Buchmesse bringt wieder Besucher aus aller Welt in unsere Stadt. Aber auch abseits der großen Schlagzeilen hat sich einiges getan. Von Änderungen im U-Bahn-Verkehr über finanzielle Unterstützung für Frankfurter Haushalte bis hin zu einer wiedereröffneten Kultkneipe in Höchst.
Wir haben für euch die wichtigsten Nachrichten der Woche vom 5. bis 11. Oktober 2026.
1. Brand im Dornbusch: Ukraine-Hilfsgüter zerstört, Staatsschutz prüft politisches Motiv
Ein Feuer auf dem Gelände der Viktor-Frankl-Schule im Frankfurter Dornbusch hat am Freitagmorgen, den 9. Oktober, einen Großeinsatz ausgelöst. Gegen 2.30 Uhr brach in einem Nebengebäude ein Brand aus. Dort lagerte die Initiative „Frankfurt for Ukraine“ zahlreiche Sachspenden, die für Menschen in der Ukraine bestimmt waren.
Die Flammen zerstörten große Teile der gesammelten Hilfsgüter. Die Löscharbeiten gestalteten sich aufwendig und dauerten bis in die Abendstunden. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.
Inzwischen geht die Frankfurter Polizei nach ersten Ermittlungen davon aus, dass das Feuer vorsätzlich gelegt wurde. Weil in dem Gebäude Spenden für die Ukraine aufbewahrt wurden, hat auch der Staatsschutz die Ermittlungen aufgenommen. Ob die Tat politisch motiviert war und gezielt der Hilfsinitiative galt, ist bislang nicht geklärt.
Die Polizei bittet Zeugen, die Hinweise zu dem Brand geben können, sich unter 069/755-54099 zu melden.
2. Cinestar Metropolis nach Feuer vorerst geschlossen
Wer am Wochenende einen Kinobesuch im Metropolis geplant hatte, muss umdisponieren. In der Nacht zum Donnerstag, den 8. Oktober, brach in dem großen Kinocenter an der Eschenheimer Anlage ein Feuer aus.
Der Brand entstand nach bisherigen Erkenntnissen im dritten Obergeschoss. Die Sprinkleranlage wurde ausgelöst und das Gebäude erheblich beschädigt. Laut Polizei liegt der Sachschaden im unteren Millionenbereich. Vier Personen, die sich zum Zeitpunkt des Brandes im Gebäude aufhielten, konnten es unverletzt verlassen.
Inzwischen steht fest, dass das Metropolis für längere Zeit geschlossen bleiben muss. Wann der Kinobetrieb wieder aufgenommen werden kann, ist noch offen. Auch andere Betriebe im Gebäude sind von den Folgen betroffen.
Bereits gekaufte Kinotickets für ausfallende Vorstellungen werden erstattet. Betroffene können sich unter info@cinestar.de an den Betreiber wenden.
3. Stadtbad Mitte: Ein Stück Frankfurter Badgeschichte geht vorerst zu Ende
Für viele Frankfurter ist es weit mehr als ein gewöhnliches Schwimmbad: Das ehemalige Stadtbad Mitte in der Hochstraße gehört seit Jahrzehnten zum festen Stadtbild. Am Freitag, den 9. Oktober, konnten öffentliche Badegäste dort nun zum vorerst letzten Mal ihre Bahnen ziehen.
Das denkmalgeschützte Bad wurde zuletzt unter dem Namen „Wave“ von Fitness First betrieben. Der dazugehörige Fitnessclub am Eschenheimer Turm schließt zum 12. Oktober. Hintergrund sind internationale Sanktionen im Zusammenhang mit dem wirtschaftlichen Eigentümer der Immobilie.
Besonders bitter ist die Entwicklung für regelmäßige Badegäste und Schwimmschulen, die auf das zentral gelegene 25-Meter-Becken angewiesen sind.
Noch ist offen, wie es mit dem historischen Schwimmbad weitergeht. Der bisherige Betrieb endet, eine dauerhafte Schließung des Bads steht jedoch nicht fest. Eine Petition zum Erhalt des Schwimmbads hat bereits zahlreiche Unterstützer gefunden.
4. Frankfurt im Buchmesse-Fieber: Rund 4.000 Aussteller und internationale Gäste
In Frankfurt dreht sich diese Woche vieles um Bücher, Autoren und die Zukunft des Lesens. Am Mittwoch, den 7. Oktober, hat die 78. Frankfurter Buchmesse begonnen. Bis Sonntag präsentieren rund 4.000 Aussteller ihre Neuheiten. Ehrengast ist in diesem Jahr Tschechien.
Schon an den ersten beiden Fachbesuchertagen kamen 65.000 Besucher aus 130 Ländern auf das Messegelände. Mehr als 3.800 Veranstaltungen stehen insgesamt auf dem Programm, darunter Lesungen, Diskussionen, Signierstunden und Begegnungen mit bekannten Autoren.
Zu den großen Gesprächsthemen der diesjährigen Buchmesse zählt der Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Verlagswelt. Gleichzeitig geht es um Meinungsfreiheit, politische Entwicklungen und die Frage, welche Rolle Bücher in unserer Gesellschaft spielen.
Neu ist die Aufteilung der Messehallen. Publikumsorientierte Angebote befinden sich verstärkt in den Erdgeschossen rund um die Agora.
Noch bis Sonntag, den 11. Oktober, ist die Buchmesse für Privatbesucher geöffnet. Am Sonntag endet die Messe um 17.30 Uhr.
5. U4 und U5: Nächtliche Sperrungen stehen bevor
Wer abends mit der U4 oder U5 unterwegs ist, sollte in der kommenden Woche etwas mehr Zeit einplanen. Wegen Gleisarbeiten im Frankfurter U-Bahn-Tunnel kommt es zwischen dem 11. und 15. Oktober in mehreren Nächten zu erheblichen Einschränkungen.
Jeweils ab etwa 22.00 Uhr bis zum Betriebsschluss entfällt die U4 während der Arbeiten vollständig. Die U5 verkehrt dann ausschließlich zwischen Preungesheim und Hauptfriedhof.
Als Ersatz werden unter anderem die U-Bahnlinien U6 und U7 sowie die Straßenbahnlinien 12 und 16 verstärkt. Für die U5 fahren Ersatzbusse zwischen Konstablerwache und Marbachweg/Sozialzentrum.
Besonders Fahrgäste, die spät vom Hauptbahnhof nach Bornheim oder ins Nordend fahren möchten, sollten vor der Abfahrt ihre Verbindung prüfen. Die aktuellen Fahrpläne sind in der App RMVgo hinterlegt.
6. Frankfurt bezahlt jetzt bis zu zwei neue Haushaltsgeräte
Ein neuer Kühlschrank oder eine Waschmaschine kann das Haushaltsbudget schnell erheblich belasten. Für Frankfurter mit geringem Einkommen gibt es deshalb eine gute Nachricht: Die Stadt hat ihr Förderprogramm zum kostenlosen Austausch alter Haushaltsgeräte ausgeweitet.
Seit dieser Woche können berechtigte Haushalte bis zu zwei Geräte kostenlos ersetzen lassen. Bisher war nur ein Austausch pro Haushalt vorgesehen. Neu ist außerdem, dass auch fest eingebaute Herde berücksichtigt werden.
Gefördert werden unter anderem Kühlschränke, Waschmaschinen und Herde. Voraussetzung ist, dass das bisherige Gerät älter als zehn Jahre ist oder die vorgegebenen Energieeffizienzanforderungen nicht erfüllt.
Das Angebot richtet sich beispielsweise an Inhaber des Frankfurt-Passes sowie Empfänger von Bürgergeld, Wohngeld oder Kinderzuschlag. Auch andere Haushalte mit geringem Einkommen können sich bewerben.
Die alten Geräte werden abgeholt und durch energieeffizientere Modelle ersetzt. Informationen zur Antragstellung gibt es beim Frankfurter Jugend- und Sozialamt sowie bei der Gemeinnützigen Gesellschaft für Wiederverwendung und Recycling (GWR).
7. Neuer Umsonstladen in Nieder-Eschbach: Geben und Nehmen ohne Geld
Was bei dem einen nur noch im Schrank liegt, kann jemand anderes gut gebrauchen. Nach dem erfolgreichen Start der „Teilerei“ in Niederrad erhält Frankfurt jetzt einen zweiten Umsonstladen.
Am Montag, den 12. Oktober, eröffnet um 18.00 Uhr die „Kleine Teilerei“ am Ben-Gurion-Ring 52 in Nieder-Eschbach. Auf rund 90 Quadratmetern können Frankfurter künftig gut erhaltene Gegenstände kostenlos abgeben oder mitnehmen. Kleidung und Schuhe sind allerdings ausgenommen.
Anders als in einem klassischen Secondhandladen gibt es keine Preise. Das Projekt setzt auf die Weitergabe vorhandener Dinge und wird von Ehrenamtlichen betreut.
Der neue Standort ist zunächst für drei Monate geplant. Im Oktober öffnet er dienstags von 14.00 bis 16.00 Uhr, freitags von 11.00 bis 14.00 Uhr und jeden zweiten Samstag von 10.00 bis 12.00 Uhr.
8. Höchster Marktschänke ist zurück: Neue Betreiber für die Kultkneipe
In Höchst gibt es wieder einen vertrauten Treffpunkt. Nach mehreren Monaten Pause hat die Marktschänke am Höchster Markt am Freitag, den 9. Oktober, ihre Türen wieder geöffnet.
Die traditionsreiche Kneipe war im Sommer geschlossen worden. Nun übernehmen Julia und René Häußer, die im Stadtteil bereits das Schlosscafé und den Schlosskeller betreiben.
Wie die Frankfurter Rundschau berichtet, wollen die neuen Betreiber den Charakter der Marktschänke erhalten. Dazu gehören die vertraute Kneipenatmosphäre, klassische Gerichte und auch Fußballübertragungen. Als Eintracht-Fans haben sie dem Lokal zudem eine passende Dekoration gegeben.
Gerade in einem Stadtteil wie Höchst, in dem viele traditionelle Geschäfte und Gaststätten über Generationen zum Ortsbild gehören, ist die Rückkehr der Marktschänke eine erfreuliche Nachricht.
9. Neuer Erinnerungsort am Museumsufer: Frankfurt ehrt Václav Havel
Wer durch den Metzlerpark am Museum Angewandte Kunst spaziert, findet dort seit dieser Woche eine neue Installation. Am Montag, den 5. Oktober, wurde „Havel’s Place“ eingeweiht, ein Erinnerungsort für den Schriftsteller, Bürgerrechtler und ehemaligen tschechischen Präsidenten Václav Havel.
Das Kunstwerk besteht aus zwei Sesseln und einem kleinen Tisch, die um einen Baum angeordnet sind. Besucher können dort Platz nehmen und miteinander ins Gespräch kommen.
Havel setzte sich über Jahrzehnte für Demokratie und Meinungsfreiheit ein. Die Eröffnung fand anlässlich seines 90. Geburtstags statt. Ähnliche Installationen erinnern bereits an rund 60 Orten weltweit an sein Wirken.
Der neue Platz ist öffentlich zugänglich und ergänzt das Museumsufer um einen Ort, der ausdrücklich zum Austausch unterschiedlicher Meinungen einladen soll.
10. Verwaltungsstelle Höchst: Geänderte Zugänge bis Dezember
Wer in den kommenden Wochen einen Termin bei der Verwaltungsstelle Höchst hat, sollte sich vorab über die Zugangswege informieren.
Aufgrund von Bauarbeiten im Bolongarogarten ist das Verwaltungsgebäude vom 12. Oktober bis voraussichtlich 4. Dezember nur eingeschränkt erreichbar. Der Zugang erfolgt über die Treppe an der Seilerbahn 1 und einen Seiteneingang.
Für Besucher des Standesamts steht ein ausgeschilderter barrierefreier Weg durch den Bolongarogarten zur Verfügung.
Die Sprechstunden von Ortsgericht und Schiedsgericht finden während der Bauarbeiten an einem anderen Standort statt, im Begegnungs- und Servicezentrum Höchst in der Bolongarostraße 137.
Wer eine Beglaubigung benötigt oder einen anderen Termin bei diesen Stellen vereinbart hat, sollte die vorübergehende Verlegung berücksichtigen.
Frankfurt diese Woche: Die Nachrichten im Überblick
Mit unserem Wochenrückblick „Frankfurt diese Woche“ fassen wir regelmäßig die wichtigsten Nachrichten und Entwicklungen aus Frankfurt zusammen. Im Mittelpunkt stehen Themen, die unsere Stadt bewegen und für die Menschen, die hier leben und arbeiten, von Bedeutung sind.












