Erst im Sommer gestartet, seit dem 5. Oktober wieder eingestellt: Leo Express fährt vorerst nicht mehr von Frankfurt über Prag nach Polen. Als Grund nennt das Unternehmen Baustellen und Streckensperrungen im deutschen Schienennetz.
Ohne Umstieg von Frankfurt nach Prag reisen: Diese Möglichkeit hatte Leo Express erst Ende Juni geschaffen. Gut drei Monate später zieht der tschechische Bahnanbieter die Verbindung wieder zurück. Seit Montag, 5. Oktober 2026, ist der Betrieb auf der Strecke von Frankfurt über Dresden, Prag und Ostrava bis ins polnische Przemyśl eingestellt. Für den Rest des Jahres wird er nach Angaben des Unternehmens nicht wieder aufgenommen.
Für Reisende aus dem Rhein-Main-Gebiet fällt damit eine erst kürzlich hinzugekommene Verbindung nach Tschechien und Polen weg. Noch Mitte September hatte Leo Express mit einer Rabattaktion für Herbstreisen geworben. Das Angebot galt für Fahrten bis zum 12. Dezember. Wer damals gebucht hat, muss seine Reise nun neu planen.
Baustellen machen den Fahrplan unzuverlässig
Leo Express begründet die Entscheidung mit anhaltenden Bauarbeiten und weiteren geplanten Sperrungen auf deutschen Strecken. Die häufigen Änderungen und Umleitungen ließen keinen dauerhaft verlässlichen Betrieb zu, erklärt der Anbieter. Die Einstellung ist damit nach seiner Darstellung eine Folge der schwierigen Bedingungen im Schienennetz.
Was passiert mit bereits gekauften Tickets?
Laut Leo Express wird der Kundenservice Fahrgäste kontaktieren, die bereits Tickets für Verbindungen nach dem 5. Oktober gekauft haben. Das Unternehmen kündigt an, die Betroffenen entsprechend den geltenden gesetzlichen Bestimmungen zu entschädigen. Einzelheiten zur Abwicklung nennt die Mitteilung nicht. Wer auf eine Nachricht wartet, sollte deshalb auch das für die Buchung verwendete E-Mail-Postfach prüfen.
Eine Rückkehr bleibt offen
Ein endgültiger Abschied soll es offenbar nicht sein: Leo Express führt nach eigenen Angaben Gespräche mit der Deutschen Bahn über künftige Fahrplanlagen. Einen Termin für die Wiederaufnahme nennt das Unternehmen bislang allerdings nicht. Für die kommenden Herbst- und Weihnachtsreisen steht diese Direktverbindung damit nicht zur Verfügung.












