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Tschechien präsentiert Ehrengastprogramm für die Frankfurter Buchmesse 2026

16.06.2026 | 14:42 Uhr | Advertorial
Tschechien präsentiert Ehrengastprogramm für die Frankfurter Buchmesse 2026

Tschechien hat am Dienstag in Frankfurt sein Programm als Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2026 vorgestellt. Im Mittelpunkt stehen mehr als 70 Autorinnen und Autoren, zahlreiche Kulturveranstaltungen im deutschsprachigen Raum sowie ein 2300 Quadratmeter großer Ehrengast-Pavillon, der unter dem Titel „An den Grenzen der Vorstellungskraft“ die tschechische Literatur- und Kulturszene präsentieren soll.

Bei einer Pressekonferenz in der Deutschen Nationalbibliothek erläuterten Vertreter des Ehrengastauftritts „CZECHIA 2026“ das Konzept für das Kulturjahr und den Messeauftritt. Das Gastland steht unter dem Motto „Tschechien: Ein Land an der Küste“, angelehnt an ein Shakespeare-Zitat aus dem „Wintermärchen“. Der von dem Prager Architekturbüro JinJan entworfene Pavillon setzt auf große, aufblasbare Rundformen, die eine imaginäre Küstenlandschaft entstehen lassen sollen. Interaktive Installationen, darunter ein „poetischer Leuchtturm“ und KI-gestützte Stationen, sollen Besucher mit tschechischer Literatur in Kontakt bringen. Geplant sind zudem Ausstellungen zu Illustration und Buchkunst sowie Live-Comic-Zeichnungen unter Beteiligung eines Roboters.

Nach Angaben der Veranstalter werden 75 tschechische Autorinnen und Autoren zur Buchmesse vom 7. bis 11. Oktober 2026 nach Frankfurt reisen. Auf zwei Bühnen im Pavillon sind Lesungen, Gespräche und Fachveranstaltungen vorgesehen. Parallel dazu soll das „Jahr der tschechischen Kultur“ mit Dutzenden Veranstaltungen in Deutschland und Österreich für Aufmerksamkeit sorgen.

Zu den angekündigten Programmpunkten gehören Lesungen in Berlin, Frankfurt, Köln, München und Wien sowie ein Schwerpunktauftritt bei den Texttagen Nürnberg. Ende September findet zudem das Literaturfestival „Ahoj! Tschechien setzt über“ in Wien und Bad Ischl statt.

Rund um die Buchmesse sind zahlreiche Ausstellungen in Frankfurter Kulturinstitutionen geplant. Die Schirn Kunsthalle widmet sich der Bildhauerin Anna Hulačová, das Museum für Kommunikation zeigt eine Ausstellung über Samisdat-Literatur in der Tschechoslowakei. Weitere Projekte beschäftigen sich mit tschechischer Architektur, Fotografie, Buchgestaltung und Literaturgeschichte.

Frankfurts Buchmessendirektor Juergen Boos bezeichnete Tschechien als Land mit einer „Küste in der Literatur“, an der Geschichten, Sprachen und Ideen zusammenträfen. Das Programm solle neue Perspektiven auf die kulturelle Vielfalt des Nachbarlandes eröffnen.

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