Befreiung – Ein Videoprojekt des FREIEN SCHAUSPIEL ENSEMBLES

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Event-Termine:
14.02.2021 (Sonntag)
21.02.2021 (Sonntag)
28.02.2021 (Sonntag)
07.03.2021 (Sonntag)
Wo:
YouTube
60487 Frankfurt am Main

Auch das Theater des Freien Schauspiel Ensembles ist geschlossen. Aber Not macht erfinderisch – und so werden im Februar eben Onlineplattformen die Bühne des Ensembles sein. Gezeigt wird das – speziell für Corona-Zeiten mit Ausgangssperren und Abstandsregeln entwickeltes – Videoprojekt „BEFREIUNG“. Ein Drama im ZOOM-Format. Es wird wöchentlich in fünf Teilen nacheinander auf dem YouTube-Kanal des Freien Schauspiel Ensembles erscheinen. Los geht es mit dem ersten Teil am 07. Februar, die weiteren Teile folgen dann am 14.2., 21.2., 28.2. und am 7.3.2021. 

Wir leben in einer Zeit, wo es angesagt ist, sich von einengenden Konventionen, traditionellen Rollenbildern, Wertvorstellungen und Autoritätsstrukturen zu befreien. Der Einzelne soll sich frei entwickeln und über sein Leben bestimmen können. Nichts soll mehr tabu, alles möglich sein. Selbstverwirklichung ist das zentrale Ideal der Gegenwart. In diesem Zusammenhang erscheint die Übernahme von Verantwortung als Belastung, als Einschränkung der individuellen Entfaltungsmöglichkeiten. Gleichzeitig ist aber die Übernahme von Verantwortung die Grundbedingung für den Fortbestand einer Gesellschaft, eines Gemeinwesens, einer Familie, einer Freundschafts- oder Liebes-Beziehung. 

In dem Videoprojekt BEFREIUNG wird die Geschichte von zwei Frauen und zwei Männern erzählt, die in diesem Spannungsfeld zwischen dem Verlangen nach Freiheit, Selbstverwirklichung und unbedingter Selbstbestimmung einerseits und dem Bedürfnis nach emotionalem Halt und der Notwendigkeit der Übernahme von Verantwortung andrerseits ihr Leben zu gestalten suchen. 

Natürlich führt dieses Bemühen – bei der in der heutigen Arbeitswelt erwarteten Flexibilität und Mobilität – oft dazu, dass gerade dann unvorhergesehene, unaufschiebbare Probleme auftauchen, wenn die berufsbedingte räumliche Distanz zwischen den Protagonist*innen unüberwindbar groß ist, aber die körperliche Nähe und das offene, klärende Gespräch dringend erforderlich wären. - Man hilft sich mit Videoanrufen oder -konferenzen. Und so spielen sich vielleicht viele Dramen der Gegenwart auf Zoom ab. 

Die Schauspielerin Lina – ambitioniert und alleinstehend – probt gerade in Köln für eine dreimonatige Afrika-Tournee mit Goethes “IPHIGENIE“. Ihr Bruder Matthias, ein engagierter Lehrer, lebt in Frankfurt mit seinen zwei Kindern aus erster Ehe endlich zusammen mit seiner Traumfrau, der ehemaligen Weltenbummlerin Katharina. Bei ihnen wohnt der junge Filmemacher Karl, ein ehemaliger Schüler von Matthias. Aber sowohl Katharina als auch Karl sind gerade nicht vor Ort: Katharina ist zu einer Yoga-Weiterbildung für zwei Monate in Südfrankreich und Karl recherchiert in Berlin für seinen ersten großen Dokumentarfilm. 

In dieser Situation erfahren Lina und Matthias, dass ihre Mutter – wie schon so oft – in ihrer Kieler Wohnung gestürzt ist und im Krankenhaus liegt. Sie kann dort nicht mehr länger allein wohnen. Es muss dringend eine andere Lösung gefunden werden. Aber die Geschwister sind sich uneins. Zusätzlich setzt überraschend eine gewollt ungewollte Schwangerschaft alle Beteiligten unter Druck. Alle Protagonist*innen der Geschichte sind an unterschiedlichen Orten beruflich gebunden. Es bleibt die Möglichkeit per Telefon oder übers Internet zu kommunizieren. Und so nimmt das Video-Drama seinen Lauf. 

Es spielen: Michaela Conrad, Niklas Fiedler, Bettina Kaminski und Hans-Peter Schupp 

Regie: Reinhard Hinzpeter 

Videodesign: Moritz Buch

Befreiung – Ein Videoprojekt des FREIEN SCHAUSPIEL ENSEMBLES
März 2021
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