Oberbürgermeister Mike Josef hat die Frankfurter Hoheiten und ihre Vereine im Kaisersaal empfangen. Im Mittelpunkt standen die Menschen, die in ihrer Freizeit die Traditionen der Stadtteile lebendig halten.
Wer Frankfurt kennenlernen will, erfährt bei einem Stadtteilfest oft mehr als beim Blick auf die Skyline. Hier werden Geschichten weitererzählt, Nachbarschaften gepflegt und Traditionen bewahrt, die andernorts kaum jemand kennt. Die Frankfurter Hoheiten gehören dazu. Sie vertreten Apfelwein und Grüne Soße, Rosen, Wein und die Geschichte ihrer Stadtteile.
Am Donnerstag, 24. September, waren sie selbst zu Gast: Oberbürgermeister Mike Josef hatte die Hoheiten und Aktive aus ihren Vereinen in den Kaisersaal des Römers eingeladen. Für ihn war der Empfang auch eine Gelegenheit, sich für die Gastfreundschaft bei seinen Besuchen in den Stadtteilen zu bedanken.
„Wer immer als Gast so herzlich begrüßt und umsorgt wird, muss auch einmal eine Gegeneinladung aussprechen“, sagte Josef.
Hinter jeder Hoheit steht ein Verein
Gekommen waren unter anderem die Sachsenhäuser Brunnenkönigin Angi I., die Goldsteiner Rosenhoheit Fiona I., die Bergen-Enkheimer Apfelweinkönigin Solenny I. und die Müllerin von Ursella Muriel I. Auch die Frankfurter Grüne Soße Königin Angela I., die Frankfurter Weinkönigin Kay Antje I. und die Frankfurter Apfelweinkönigin Larissa I. nahmen an dem Empfang teil.
Dass Josef ausdrücklich auch die Menschen aus den Vereinen eingeladen hatte, war ihm wichtig. Die Hoheiten stehen bei öffentlichen Auftritten im Vordergrund. Getragen wird ihr Ehrenamt aber von vielen, die sie begleiten, unterstützen und im Hintergrund mitarbeiten. Ihnen galt der Dank ebenso.
Der Empfang lenkte damit den Blick auf eine Seite Frankfurts, die im Bild der internationalen Großstadt leicht untergeht: die enge Bindung vieler Menschen an ihren Stadtteil und die Bereitschaft, dort Verantwortung zu übernehmen.
Verbunden mit dem Stadtteil, offen für andere
„Frankfurt lebt und liebt in seinen Stadtteilen“, sagte Josef. Dieses Engagement reicht weit über die Pflege örtlicher Bräuche hinaus. Es zeigt sich in Sport- und Kulturvereinen, in Vereinsringen, bei den Tafeln, in der Nachbarschaftshilfe oder beim Einsatz als Lesepatin und Lesepate.
Traditionen zu pflegen und offen für Neues zu sein, gehört für den Oberbürgermeister zusammen. „Es ist nicht altmodisch seine Heimat zu lieben und es ist auch nicht altmodisch seine Traditionen zu pflegen“, sagte er. Die Vielfalt der Frankfurter Hoheiten zeige, wie sich beides miteinander verbinden lasse.
Thomas Feda, Geschäftsführer der Tourismus- und Congress GmbH Frankfurt am Main, würdigte die Hoheiten in seinem Grußwort als Botschafterinnen der Stadt. Sie vermitteln etwas, das sich über Sehenswürdigkeiten allein schwer erzählen lässt: wie Frankfurt in seinen Stadtteilen gelebt wird.
Im Kaisersaal bekamen dafür an diesem Abend jene Menschen Aufmerksamkeit, die sonst selbst andere empfangen. Und deren Einsatz für Frankfurt ganz selbstverständlich in der Freizeit stattfindet.












