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40 grüne Mülltonnen sollen für ein sauberes Mainufer sorgen

28.02.2018 | 13:45 Uhr | Stadtgeflüster
40 grüne Mülltonnen sollen für ein sauberes Mainufer sorgen

Auch wenn es bei den kalten Temperaturen kaum vorstellbar ist: Der Frühling kommt! Und mit steigenden Temperaturen nimmt natürlich auch die Anzahl der Menschen zu, die am Mainufer entlangspazieren oder auf einer der zahlreichen Bänke die Frühlingssonne genießen. Und mit vielen Menschen kommt natürlich auch mehr Müll. Damit der nicht einfach auf der Wiese oder sogar im Main landet, sind jetzt die 40 große Mülltonnen aus dem Winterschlaf geweckt und zurück ans Mainufer gestellt worden. Übersehen kann man sie wirklich nur schwer mit ihrem leuchtenden grün. Mit ihren frechen Sprüchen und Emojis stehen sie wieder entlang des Mains - etwa vom Westhafen bis zum Hafenpark und am südlichen Mainufer.

Damit die Mülltonnen nicht überquellen, werden sie auch in diesem Jahr vom Grünflächenamt häufiger geleert. Statt wie im Winter dreimal wöchentlich rückt eine Reinigungsfirma im Auftrag der Stadt ab März Montag bis Samstag täglich an. Nach besonders warmen Samstagen mit vielen Partygästen am Fluss rücken sie sogar am Sonntagmorgen an. Das alles geschieht im Rahmen der großen #cleanffm-Kampagne für ein sauberes Frankfurt. Im Zuge dieser Kampagne wurden die Tonnen 2017 erstmals am Mainufer und an anderen Orten, an denen besonders viel Müll anfällt, aufgestellt.

Sogenannte cleanfacts, die auf den Tonnen stehen, sollen Besucherinnen und Besucher anregen über ihr eigenes Wegwerfverhalten nachzudenken, gewissermaßen als Denkanstöße mit einem Augenzwinkern. Die heißen dann etwa „Unkaputtbar. Eine Ehe hält im Durchschnitt nur 15 Jahre - Plastiktüten dagegen bis zu 20 Jahre“ oder „Reif für die Insel: Wussten Sie, dass sich vom Geld, das die Stadt jährlich für die Müllentsorgung ausgibt, Frankfurt eine eigene Karibik-Insel leisten könnte?“ Mittlerweile gibt es 30 verschiedene Sprüche, neue sind in Arbeit. Dabei geht es oft konkret um Frankfurt und seine Müllprobleme.

Ginge es nach Bernd Roser, dem Leiter der Abteilung Grünflächenunterhaltung im Grünflächenamt, sollte sich ein cleanfact besonders einprägen: „Wussten Sie, das mit dem Geld, das Frankfurt jährlich für die Müllentsorgung ausgibt, 1000 neue Bäume gepflanzt werden können?“ Mit dieser Summe, so Roser, könnte die Stadt auch vier Wasserspielanlagen komplett erneuern, oder tausende Quadratmeter blühende Staudenbeete anlegen. Das Grünflächenamt muss „fast ein Viertel des Budgets für die Grünflächenpflege aufwenden, um den Müll aus unseren Parks wegzuräumen. Das ist wirklich schade“, findet Roser und weiter: „Wir würden gern kreativer mit unseren finanziellen Ressourcen umgehen und lieber die Stadt gestalten, statt ständig aufzuräumen.“

Die großen grünen Mülltonnen werden die Besucher auch im Ostpark, im Lohrpark und am Schwanheimer Grillplatz begrüßen. Dort wird es auch Aufkleber in Fremdsprachen geben, etwa auf Türkisch und Arabisch, um mehr Besuchergruppen anzusprechen. Also, den Müll immer schön in die Tonne – für ein sauberes Frankfurt!

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