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Alles ist Film - Neuer Name und neues Design für das Deutsche Filmmuseum

31.01.2019 | 21:04 Uhr | Kultur
Alles ist Film - Neuer Name und neues Design für das Deutsche Filmmuseum

Das Filmmuseum wird 70! Das ist ein Grund zum Feiern. Aber auch ein Grund, um sich neu zu positionieren. Denn wie der Film, der sich auch ständig verändert, bleiben natürlich auch das Deutsche Filmmuseum und das Deutsche Filminstitut, aus dem es hervorging, nicht in der Zeit stehen. Und so wird es 2019 einen neuen Namen, eine neue Markenidentität, ein neues Studienzentrum an der Eschersheimer Landstraße, innovative Ausstellungen und andere aufregende Projekte geben.

Vor dem Blick nach vorne gibt es aber erst einmal einen kurzen Blick zurück. Und der ist sehr erfolgreich: 201.000 Besucher/innen allein im Haus am Schaumainkai, 365.000 Besucher/innen weltweit: 2018, das erste Jahr der neuen Direktorin Ellen Harrington, war ein in jeder Hinsicht erfreuliches Jahr. Harrington stieß gleich zu Beginn eine Reihe von Analyseprozessen an. Neben umfangreichen Besucher/innen-Umfragen nahm im Februar eine AG die Arbeit an einem neuen Leitbild / Mission Statement auf,  das außerdem einen neuen Namen entwickelte, der die internationale Filmerbe-Institution als geschlossenes Ganzes präsentiert.

DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum – das steht von nun an für eine integrierte Organisation, die aus dem einstigen DIF und dem 1984 eröffneten Deutschen Filmmuseum hervorgegangen ist. Das Kürzel DIF passte bereits nach der Umbenennung des Deutschen Instituts für Filmkunde in „Deutsches Filminstitut“ 1998 als Akronym nicht mehr zum Namen und sorgte nach Fusion von Deutschem Filminstitut und Deutschem Filmmuseum 2006 immer wieder für Irritation.  Damit ist nun Schluss. 2019, dem Jahr des 70. Geburtstags der Institution, präsentiert sich diese aus einem Guss.

Dazu gehört neben dem neuen Namen und Akronym natürlich auch ein neues Corporate Design: Ein neues Logo und ein neues Grafikkonzept, das das Haus und all seine Abteilungen und Aktivitäten als ein großes Ganzes repräsentiert. Dabei galt es, die Marke klarer erkennbar und sie auf einen Blick verständlich zu machen. Mit einem klaren, beinahe klassischen Logo und einem frischen, sehr offensiven Farbkonzept hat das Offenbacher Grafikbüro Urban Media Project diese Vorgabe passgenau umgesetzt. Ihr kluges Marken-Design, das die Projektion als Verbindungsglied zwischen analoger Vergangenheit sowie digitaler Gegenwart und Zukunft in den Fokus rückt, wird in den kommenden Wochen für Aufmerksamkeit sorgen und die Neuaufstellung des Hauses mit voranbringen. Der sich aus dem Mission Statement ableitende Claim „Alles ist Film“ rundet die Marke selbstbewusst ab. Er macht deutlich, dass Film aus Sicht der DFF-Expert/innen die existentiellen Grundfragen des Lebens thematisiert und entfaltet. Er schafft eine Kino-Welt, die die Menschen berührt und zum Träumen bringt, die visuell Betörendes ebenso zeigt wie Hässliches. Film inspiriert die Phantasie mit Themen und Bildern, die unterhalten, schockieren und die Kinobesucher/innen herausfordern. Alles, was in der Welt zu sehen, hören und fühlen ist, kann an bestimmte Filme erinnern und als Inspiration für einen neuen Film dienen. Für das DFF heißt es darum ganz klar: Alles ist Film!

Gegenwärtig entsteht eine ansprechende, responsive neue Website, die im Frühjahr online gehen wird und auf der die Besucher/innen intuitiv die ganze Spannbreite der Angebote des DFF entdecken können.  Dazu gehört dann selbstverständlich auch das Online-Ticketing für Kinobesucher/innen.

70 Jahre DFF

Die am 25. März eröffnende Filminstallation 70 Jahre in 70 Minuten stellt den deutschen Film seit 1949 in einer kuratierten Schau vor. Sie gibt den Startschuss für die Feiern zum 70. Geburtstag des Hauses, die in einen Festakt mit Staatsministerin Monika Grütters am Montag, 20. Mai, münden.  Am selben Tag wird auch das neue DFF – Fassbinder Center, Frankfurt eröffnet – ein weiterer Höhepunkt im Jubiläumsjahr.  In dem neuen Studienzentrum an der Eschersheimer Landstraße bündelt das DFF künftig seine Sammlungen, darunter ganz zentral der 2018 übernommene Nachlass Rainer Werner Fassbinders, und macht sie dort für die filmwissenschaftliche Öffentlichkeit zu Forschungszwecken zugänglich.

Kurz darauf eröffnet am 3. Juni dann mit Digital Revolution eine interaktive Ausstellung, die sich damit auseinandersetzt, welche kreativen Möglichkeiten die Digitalisierung für die Künste, vor allem natürlich das Medium Film, bedeutet. Der Universalkünstler Maximilian Schell, dessen Nachlass das DFF bereits vor zwei Jahren übernommen hat, ist Gegenstand einer großen Herbstausstellung, die Multimedia-Elemente mit szenischer Installation kombiniert und dazu einlädt, in Schells künstlerischen Kosmos einzutauchen.

Bereits zum 1. Februar gibt es eine besucherorientierte Neuerung bei den Öffnungszeiten: Das Museum ist künftig freitags statt wie bisher mittwochs bis 20 Uhr geöffnet.

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