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Die LUMINALE taucht Frankfurt in neues Licht

16.02.2018 | 08:07 Uhr | Kultur
Die LUMINALE taucht Frankfurt in neues Licht

UPDATE: Neuigkeiten rund um das Programm und die Highlights, die auf der Pressekonferenz bekannt gegeben wurde, findet Ihr HIER

Mit neuem Konzept geht die LUMINALE 2018 in die mittlerweile neunte Runde. Über eines der Highlights des Festivals, eine besondere Illumination des Römers, hatten wir Euch bereits vor einigen Tagen berichtet. Nun gibt es weitere Informationen über das Festival der internationalen Lichtkunst, das parallel zur internationalen Fachmesse Light + Building vom 18. bis 23. März 2018  in Frankfurt und Offenbach stattfinden wird. Mit Fachexperten und Künstlern aus dem In- und Ausland möchte die Luminale einen interdisziplinären Diskurs über Stadt und Zukunft führen, der gesellschaftliche, soziale, ökologische, technologische und künstlerische Aspekte einbezieht.

Das wird nicht nur thematisch umfassender, als in der Vergangenheit, sondern auch insgesamt größer und beeindruckender: Insgesamt 140 Projekte stehen in den fünf Festivalkategorien ART, COMMUNITY, STUDY, SOLUTIONS und BETTER CITY auf dem Programm. Allein die Kategorie ART, in der ein siebenköpfiges Experten-Kuratorium das Programmteam unterstützt, vereint 30 herausragende Lichtkunst-Projekte und künstlerische Arbeiten im Spannungsfeld von Licht und Stadt. Da sind garantiert wieder einige Publikumsmagnete mit dabei.

Aber es soll ja um mehr gehen, als nur darum, für große Augen und schöne Bilder zu sorgen. Die Luminale hat es sich auch zum Ziel gesetzt, wichtige Impulse für eine moderne und nachhaltige Stadtgestaltung setzen. Oberbürgermeister Peter Feldmann, Schirmherr der Luminale, ist überzeugt davon, dass die neunte Ausgabe des Festivals den Besuchern, aber auch der Stadt eine ganze Menge bieten wird: „Das optimierte Konzept hat dem Festival eine neue Qualität beschert. Die Luminale 2018 verknüpft nachhaltig künstlerische Inszenierungen, technologische Entwicklung und sinnvolle gesellschaftliche Ziele miteinander und schärft das Profil unserer Stadt als Vorreiter moderner Stadtentwicklung.“

Mit dem Römer, der Alten Oper, der Europäischen Zentralbank, der St. Katharinenkirche und dem Eisernen Steg werden gleich fünf der wichtigsten Frankfurter Sehenswürdigkeiten zum Ort künstlerischer Auseinandersetzung mit Licht und Stadt in vielfältiger Form. Philipp Geist inszeniert den Römer als begehbare Lichtinstallation, das italienische Künstlerkollektiv Karmachina beleuchtet in einer Videomapping-Show die Geschichte der Alten Oper, die erstmalig Spielstätte der Luminale ist. Das Bremer Künstlerkollektiv Urbanscreen wird mit dem Illustrator Andreas Preis die Fassade der Europäischen Zentralbank in eine animierte Street-Art-Galerie verwandeln.

Die Wiener Künstlerin Victoria Coeln schafft in der St. Katharinenkirche einen polychromen Lichtraum mit analogen Mitteln. Fabian Thiele nimmt den Baubeginn des Eisernen Stegs vor 150 Jahren zum Anlass für eine Typo-Installation mit einem Gedicht des Frankfurter Mundartdichters Friedrich Stoltze.

Die Stadt neu entdecken

Der Light Walk ist eine der Neuerungen der neunten Luminale. Er vereint 35 künstlerische Arbeiten aus allen Kategorien zu einer innerstädtischen Galerie und verbindet Wahrzeichen sowie Denkmäler mit unentdeckten und abseitigen Orten. Interessierte können den Light Walk in zahlreichen Führungen erkunden. Die kompakten Spaziergänge verbinden Stadtgeschichte mit aufregender Lichtkunst. Selbst alteingesessene Frankfurter erhalten so einen völlig neuen Blick auf ihre Stadt. Gäste aus dem In- und Ausland können Frankfurt abseits der üblichen Reiseführer-Tipps entdecken.

Das neue Konzept

Dem neuen inhaltlichen Konzept der Luminale als „Biennale für Lichtkunst und Stadtgestaltung“ folgend, beziehen viele der eingereichten Arbeiten Position zu stadtgestalterischen Themen. Das URBAN CLIMATE CANOPY wurde in Zusammenarbeit mit Masterstudenten der TU München an der Schnittstelle von Lehre und Forschung entwickelt, und greift als Installation, Überdachung oder Stadtmöbel raumbildend und Klima modulierend in den öffentlichen Raum ein. Im Projekt „Licht an“ erhellt Jens Schader neun als unsicher wahrgenommene „Dunkelorte“ inmitten der früher als Problemviertel bekannten Hochhaussiedlung am Ben-Gurion-Ring durch unterschiedliche leuchtende Elemente.

Die Kategorie COMMUNITY bündelt das vielfältige Luminale-Programm der Frankfurter und Offenbacher Stadtgesellschaft und lässt Raum für Innovationen, Experimente und Improvisationen. Museen, Ateliers, Szenetreffs, Stadtteilinitiativen, Religionsgemeinschaften und Vereine organisieren Ausstellungen, Veranstaltungen und Kunstprojekte. „Diese tiefe Verwurzelung der Luminale in der Stadtgesellschaft ist wirklich einzigartig“, sagt Luminale-Leiterin Isa Rekkab. Das beweisen nicht nur die 82 Projekte in diesem damit umfangreichsten Luminale-Segment.

Allein im ATELIERFRANKFURT werden rund 1000 Quadratmeter Fläche mit neun Installationen, Performances, Lichtskulpturen und Videoarbeiten bespielt. Das Atelier- und Ausstellungshaus beherbergt rund 130 Ateliers und bietet flexible Freiräume für künstlerische Projekte, Veranstaltungen und (Denk-) Experimente.

Eine interaktive Fassadenprojektion mit hohem Spaßfaktor ist das Projekt „Popcorn“ des Designerkollektivs Meso: Die größte Popcornmaschine der Welt! Die Besucher klatschen in die Hände und produzieren damit Popcorn. Je mehr sie klatschen, umso mehr Popcorn wird auf der Fassade „produziert“. Viele Menschen bringen die Maschine zum Überkochen.

Informationen zu diesen und allen anderen Projekten findet Ihr unter

luminale-frankfurt.de/startseite

 

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