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Frankfurt wächst - Aus dem Frankfurter Siemens-Areal wird das Schönhof-Viertel

06.07.2018 | 12:54 Uhr | Stadtgeflüster
Frankfurt wächst - Aus dem Frankfurter Siemens-Areal wird das Schönhof-Viertel

In Bockenheim soll demnächst ein neues Wohnquartier mit über 2000 Wohnungen entstehen – quasi ein neues Viertel im Viertel. Die Pläne dafür wurden nun von der Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt und dem börsennotierten Wohnentwickler Instone Real Estate gemeinsam mit Frankfurts Planungsdezernenten Mike Josef vorgestellt. Das neue Schönhof-Viertel soll auf dem ehemaligen Siemens-Areal entstehen, wo derzeit noch Verwaltungsgebäude, Produktionshallen, Brachen und Parkplätze das Bild bestimmen.Rund 125.000 Quadratmeter haben die beiden Unternehmen in den vergangenen Monaten erworben, rund die Hälfte der Gesamtfläche, die es zu überplanen gilt.

Mike Josef erläuterte die Pläne bei einer Pressekonferenz wie folgt: „Wir entwickeln an dieser Stelle im Rahmen einer Innenentwicklung ein vielfältiges Quartier mit Wohnungen für alle Bevölkerungsschichten einschließlich der benötigten Infrastruktur. Im westlichen Bereich wollen wir zudem ein urbanes Gebiet entwickeln, das ein Nebeneinander von Wohnen und Arbeiten ermöglicht. So können auch die vorhandenen Betriebe hier weiter existieren.“ Und Peter Klarmann, Leiter der Projektentwicklung der Nassauischen Heimstätte, stellte klar, dass es von Seiten der Entwickler bald losgehen könnte:  „Wenn wir im kommenden Jahr erste Bauanträge einreichen können, wollen wir zügig mit der Bebauung beginnen. Einen guten Verlauf vorausgesetzt, sind wir 2024 mit dem Siemens-Quartier fertig.“

Über 2000 Wohnungen werden auf den 15 Baufeldern der beiden Unternehmen im östlichen Bereich des Planungsgebietes entstehen. Beabsichtigt ist ein Mix aus 30 Prozent geförderten Wohnungen (1. und 2. Förderweg), frei finanzierten Mietwohnungen sowie Eigentumswohnungen. „Wir streben eine hohe architektonische Qualität und Vielfalt an und werden unterschiedliche Architekturbüros mit Entwürfen beauftragen. Das Schönhof-Viertel bietet ein ganzheitliches, modernes Quartierskonzept, das Wohnen, Arbeiten und Erholung in sich vereint. Hier können beide Unternehmen ihre Expertise bei der Entwicklung von innerstädtischen Quartieren hervorragend einbringen“, erklärt Ralf Werner, Instone Niederlassungsleiter Rhein-Main. Für die Quartiersmitte ist in Abstimmung mit der Stadt ein europaweiter Architekturwettbewerb geplant.

Am zentral gelegenen Quartiersplatz entsteht auch eine Grundschule. Auf dem gegenüberliegenden Baufeld wird im Erdgeschoss Einzelhandel untergebracht, der die Nahversorgung des Quartiers sichert. „Nassauische Heimstätte und Instone werden auf dem Areal außerdem mehrere Kindertagesstätten bauen und einen großen öffentlichen Park anlegen. Ein öffentlicher Quartiersplatz und weitere Höfe innerhalb der Bebauung werden aus dem Schönhof-Viertel ein familienfreundliches Wohnquartier mit hoher Aufenthaltsqualität machen“, so Josef. Man darf gespannt sein, ob diese durchaus positiv klingenden Pläne dann auch tatsächlich so umgesetzt werden können.

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