Boris Rhein am Zapfhahn, Claudia Obert an seiner Seite und Mickie Krause auf der Bühne: Das 16. Frankfurter Oktoberfest hat am Mittwoch vor rund 2.500 Gästen begonnen. Bis zum 11. Oktober wird in der Festhalle Hausmann am Deutsche Bank Park gefeiert. Es könnte allerdings die letzte Ausgabe an diesem Standort sein.
Zum Auftakt übernahm der hessische Ministerpräsident den Fassanstich, gemeinsam mit der diesjährigen Oktoberfest-Botschafterin Claudia Obert. Ausgeschenkt wird wieder ein eigens von Binding gebrautes Festbier. Auf der Bühne stand zur Eröffnung Mickie Krause. Mit „Schatzi schenk mir ein Foto“, „Eine Woche wach“ und „Geh mal Bier hol’n“ hat er reichlich Songs im Repertoire, bei denen das Publikum textsicher mitsingen kann. „Die Begeisterung unserer Gäste zeigt uns seit Jahren, dass wir mit der Auswahl der Live-Acts genau richtig liegen“, sagt Festwirtpartner Kai Mann.
In den knapp fünf Wochen bis zum Abschluss folgen unter anderem die „Reality Wiesn“ mit Markus und Geier Sturzflug, die „Lauda Wiesn“ mit Almklausi sowie „Gaudi Galopp“ mit Tim Toupé. Auch die „Fash’n Wiesn“ und die „Tracht-Nacht“ stehen im Kalender. Wer lieber tagsüber kommt, hat bei sechs Familien- und Party-Frühschoppen Gelegenheit dazu: an den Sonntagen während der Festlaufzeit sowie am 3. Oktober.

Auf den Tellern bleibt das Frankfurter Oktoberfest seiner hessisch-bayerischen Mischung treu. Handkäs steht neben Obatzda, Weißwurst neben Schweinshaxe, dazu kommen Schweinekrustenbraten und Hirschgulasch. Vegetarische und vegane Gerichte ergänzen die Karte, darunter Rote-Bete-Knödel und Maultaschen.
Neu sind zwei große Platten zum Teilen, jeweils für vier Personen. Die Frankfurter Tapas-Platte kombiniert unter anderem Kartoffel-Speck-Tortilla, Obatzda mit Laugengebäck sowie Weißwurst- und Handkässalat. Deutlich üppiger fällt die Hausmanns Festzelt-Platte mit Schweinebraten, Kalbshaxe, Rindsroulade, Kraut, Knödeln und veganen Maultaschen aus.
Auch das tägliche Maßkrugstemmen gehört wieder zum Programm. Zwei siebentägige Hotelaufenthalte auf den Malediven für jeweils zwei Personen gehen an Gewinner des Wettbewerbs, gestiftet von Villa Resorts Maldives. Ein weiterer Aufenthalt wird unter allen Ticketkäuferinnen und Ticketkäufern verlost.
Über die Festwochen hinaus wirkt das soziale Engagement der Veranstalter. Im vergangenen Jahr kamen nach ihren Angaben insgesamt mehr als 80.000 Euro zusammen. Die Unterstützung floss über „RTL: Wir helfen Kindern“ an die Stiftung Fly & Help und in eine Schule in Santo Domingo, die im Oktober 2025 ihren Betrieb aufnahm. Nach einer Schule in Punta Cana ist es bereits das zweite Bildungsprojekt in der Dominikanischen Republik, das mit Unterstützung der Frankfurter Oktoberfestmacher entstanden ist. Weitere Aktionen sind geplant.
Offen ist dagegen, wo das Fest selbst künftig stattfinden wird. Wegen der geplanten Multifunktionshalle rechnen die Veranstalter damit, dass sie den Standort am Deutsche Bank Park verlassen müssen. Ideen für eine neue Adresse gebe es bereits, sagt Dennis Hausmann. Gesucht wird ein Gelände, das gut erreichbar ist, ausreichend Parkplätze bietet und vor allem langfristig zur Verfügung steht. Allein das Festzelt benötigt gut 7.000 Quadratmeter.
„Wir benötigen einen verlässlichen Standort, mit dem wir langfristig planen können“, sagt Patrick Hausmann. Noch ist der Abschied vom Deutsche Bank Park nicht beschlossen. Die Suche nach einer neuen Heimat hat aber begonnen.
Für einzelne Veranstaltungen des diesjährigen Oktoberfests sind noch Karten erhältlich. Wer einen bestimmten Abend besuchen möchte, sollte die Verfügbarkeit vorab prüfen.
Das 16. Frankfurter Oktoberfest läuft bis zum 11. Oktober 2026 in der Festhalle Hausmann am Deutsche Bank Park. Tickets und Programm gibt es unter www.frankfurter-oktoberfest.de, telefonisch unter 069 80920328, Montag bis Samstag von 8 bis 20 Uhr, sowie an den bekannten Vorverkaufsstellen.











