25 Jahre Rhein-Main-Therme: Vom Erlebnisbad zum Wellnessresort
Die Rhein-Main-Therme in Hofheim feiert ihr 25-jähriges Bestehen, das Vital Hotel Frankfurt wird zehn Jahre alt. Beim Jubiläum ging es nicht nur um Erinnerungen, sondern auch um die Frage, wie sich der Standort weiterentwickeln kann.
Ein Vierteljahrhundert Rhein-Main-Therme: Rund 200 Gäste kamen in Hofheim zusammen, um das Jubiläum der Therme und zugleich das zehnjährige Bestehen des Vital Hotel Frankfurt zu feiern. Unter ihnen waren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ehemalige Beschäftigte, langjährige Wegbegleiter sowie Vertreter aus Politik und Wirtschaft.
Damit möglichst viele Beschäftigte an der Feier teilnehmen konnten, schloss die Therme an diesem Tag früher. Auch das Catering für Hotel und Veranstaltung wurde ausnahmsweise extern vergeben. Eine kleine organisatorische Entscheidung, die gut zum Anlass passte. Schließlich sind es vor allem die Menschen hinter den Kulissen, die den Betrieb über viele Jahre geprägt haben.
Hofheims Bürgermeister Wilhelm Schultze erinnerte an die Anfänge der Therme. Das Projekt wurde vor 25 Jahren als Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Hand und privatem Betreiber auf den Weg gebracht. Für die damalige Zeit war das ein ungewöhnlicher und durchaus mutiger Schritt.
Heute gehört die Rhein-Main-Therme fest zu Hofheim. Schultze brachte es mit einer persönlichen Beobachtung auf den Punkt: Wenn er außerhalb der Region erzähle, dass er Bürgermeister von Hofheim sei, fielen vielen Menschen sofort zwei Namen ein: IKEA und die Rhein-Main-Therme. Auch seine eigene Verbindung reicht weit zurück. Er selbst habe dort Schwimmen gelernt.
Kelkheims Bürgermeister Albrecht Kündiger würdigte vor allem die verlässliche Zusammenarbeit und die gleichbleibend hohe Qualität von Therme und Hotel.
Eine Idee, die ihrer Zeit voraus war
Statt langer Festreden entschieden sich die Verantwortlichen für eine moderierte Gesprächsrunde. Die Geschäftsführer Norbert Leibold und Robin Stork sowie Standortleiter Dirk Heislitz blickten gemeinsam auf die vergangenen 25 Jahre zurück.
Dabei ging es auch um den Gründer Heribert Stork. Schon während des ursprünglichen Baus ließ er die Statik der Therme so planen, dass später ein Hotel auf dem Gebäude entstehen konnte. Was zunächst nur eine Idee war, wurde viele Jahre später Wirklichkeit. Mit dem Vital Hotel Frankfurt entwickelte sich der Standort vom Erlebnisbad zu einem Freizeit- und Wellnessangebot mit Übernachtungsmöglichkeit.
Das grundsätzliche Bedürfnis der Gäste habe sich in all den Jahren kaum verändert, erklärten die Verantwortlichen. Menschen möchten schwimmen, entspannen, Zeit miteinander verbringen und für einige Stunden aus dem Alltag herauskommen. Verändert haben sich dagegen die Erwartungen.
Das beginnt bereits beim Ticketkauf. Früher wurde der Eintritt ausschließlich an der Kasse bezahlt. Heute planen viele Gäste ihren Besuch online und können sogar Liegen im Voraus reservieren.
Auch Familien stellen andere Ansprüche. Kinder möchten rutschen und etwas erleben, während ihre Eltern zur gleichen Zeit Ruhe, Wellness und Sauna suchen. Die Herausforderung besteht darin, beides unter einem Dach zusammenzubringen.
Wie das gelingen kann, zeigen die beiden neuen Erlebnisrutschen. Sie sind zusammen rund 220 Meter lang und bieten Licht- und Soundeffekte, interaktive Elemente sowie eine Zeitmessung. Die Investition macht deutlich, dass sich auch ein seit Jahrzehnten etablierter Standort immer wieder verändern muss.
Vom Auszubildenden zum Standortleiter
Eng mit der Geschichte der Rhein-Main-Therme verbunden ist Dirk Heislitz. Er begann vor 25 Jahren als Auszubildender und leitet heute den gesamten Standort. Damit trägt er Verantwortung für mehr als 150 Beschäftigte, die Therme, den Fitnessclub und das Hotel. Rund 500.000 Gäste kommen jährlich nach Hofheim.
Dass zum Jubiläum auch zahlreiche ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erschienen, hatte deshalb eine besondere Bedeutung. Viele von ihnen haben die Entwicklung der Therme über Jahre begleitet und ihren eigenen Teil zu ihrer Geschichte beigetragen.
Große Pläne, aber wenig Platz
Der Blick richtet sich nun auf die kommenden Jahre. Ideen gibt es einige. Die Betreiber können sich einen größeren Rutschenpark ebenso vorstellen wie einen textilen Wellness- und Saunabereich, der auch Gästen offensteht, die klassische Saunen bislang meiden. Hinzukommen könnten Angebote rund um Fitness, Regeneration und gesundes Altern.
Für größere Erweiterungen fehlt derzeit allerdings der notwendige Platz. Zwar gibt es rund um den bestehenden Standort geeignete Flächen, diese stehen nach Angaben der Geschäftsführung aktuell jedoch nicht zum Verkauf. Die Betreiber hoffen deshalb auf Unterstützung der Kommunalpolitik bei der Suche nach einer langfristigen Lösung.
Ob und wann die Pläne umgesetzt werden können, ist offen. Die Geschichte der Rhein-Main-Therme zeigt jedoch, dass sich Geduld und vorausschauende Planung auszahlen können. Aus einem ungewöhnlichen Projekt ist ein fester Bestandteil des Freizeitangebots im Rhein-Main-Gebiet geworden.
25 Jahre Rhein-Main-Therme, zehn Jahre Vital Hotel Frankfurt und ein Standortleiter, der seit dem ersten Tag dabei ist: Das Jubiläum bot reichlich Anlass für einen Rückblick. Zugleich wurde deutlich, dass die Geschichte in Hofheim noch lange nicht zu Ende erzählt ist.












