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Blaualgen im Main bei Höchst nachgewiesen

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zuletzt aktualisiert 20.08.2026 | 11:06 Uhr | Frankfurt
Blaualgen im Main bei Höchst nachgewiesen

Stadt Frankfurt rät zu Vorsicht bei Kontakt mit dem Wasser

Im Main bei Frankfurt-Höchst sind Blaualgen nachgewiesen worden. Das Umweltamt der Stadt Frankfurt hat bei einer Wasserprobe Cyanobakterien festgestellt. Die Probe war am Dienstag, 18. August, an der Fähranlegestelle Höchst entnommen worden, nachdem dort grünliche Trübungen im Wasser beobachtet worden waren.

Eine außergewöhnliche Massenvermehrung der Blaualgen wurde bei der Untersuchung nicht festgestellt. Dennoch rät die Stadt dazu, den Kontakt mit dem Mainwasser insbesondere dort zu vermeiden, wo grünliche Schlieren zu erkennen sind.

Hitze und geringe Strömung begünstigen Blaualgen

Die Witterung der vergangenen Zeit bietet günstige Bedingungen für Cyanobakterien. Langanhaltende Hitze und Trockenheit können zusammen mit einem hohen Nährstoffgehalt ihre Bildung und Vermehrung in Oberflächengewässern fördern.

Auch die derzeit geringe Wasserführung des Mains spielt eine Rolle. Durch die Staustufen fließt der Fluss vergleichsweise langsam. Vor allem in Uferbereichen und anderen strömungsberuhigten Zonen können sich Cyanobakterien deshalb stärker ansammeln.

Vorsicht beim Paddeln und Kanufahren

Wer auf dem Main unterwegs ist, sollte auf auffällige Verfärbungen des Wassers achten. Das gilt unter anderem für Stand-up-Paddler und Kanufahrer sowie bei anderen Freizeitaktivitäten, bei denen Haut oder Schleimhäute mit dem Wasser in Berührung kommen können.

Vor allem sollte vermieden werden, Mainwasser zu verschlucken. Cyanobakterien beziehungsweise von ihnen gebildete Stoffe können gesundheitliche Beschwerden verursachen.

Main ist kein Badegewässer

Unabhängig vom aktuellen Nachweis weist das Frankfurter Gesundheitsamt darauf hin, dass der Main kein Badegewässer ist. Als Bundeswasserstraße birgt der Fluss erhebliche Gefahren. Der dichte Schiffsverkehr kann unvorhersehbare Unterströmungen und Sogwirkungen verursachen.

Auch Hunde sollten derzeit vom betroffenen Gewässerbereich ferngehalten werden. Das empfiehlt das Veterinäramt den Hundehaltern.

Das kühlere und wechselhaftere Wetter der vergangenen Tage dürfte die weitere Vermehrung der Blaualgen bremsen. Regen, Wind und niedrigere Temperaturen bieten den Cyanobakterien weniger günstige Bedingungen.

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