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Richtfest für das Deutsche Romantik-Museum

13.09.2017 | 22:01 Uhr | Stadtgeflüster
Richtfest für das Deutsche Romantik-Museum

(kus) Am Montag, 11. September, sind Bauherr, Architekt und Handwerker sowie die maßgeblichen Projektförderer und -unterstützer zusammen gekommen, um das Richtfest für das Deutsche Romantik-Museum traditionell zu feiern. Damit ist ein weiterer Meilenstein des Museumserweiterungsbaus des Freien Deutschen Hochstifts erreicht.

„Mit etwas Phantasie lässt sich der Bau, den Architekt Christoph Mäckler und sein Team errichten, nun schon erkennen – er wird dem neuen Museum ein wunderbares Zuhause sein. Wir freuen uns auf die Realisierung; die neuen räumlichen Möglichkeiten werden unsere Arbeit beflügeln“, sagte Prof. Dr. Anne Bohnenkamp-Renken, Direktorin des Freien Deutschen Hochstifts.

Oberbürgermeister Peter Feldmann betonte die Bedeutung des Vorhabens: „Mit dem Deutschen Romantik-Museum entsteht ein Museums-Ensemble am Großen Hirschgraben – im Herzen der Stadt – das seinesgleichen sucht. Goethe-Haus und Romantik-Museum werden eine Einheit bilden, die dem Besucher einen umfassenden Einblick in eine uns bis heute prägende Zeit des Umbruchs ermöglicht und ein umfassendes Verständnis für die in Kunst, Literatur, Kultur, aber auch in den Wissenschaften bedeutende Epoche zwischen der Mitte des 18. und der Mitte des 19. Jahrhunderts weckt.“

„Vom Deutschen Romantik-Museum werden viele profitieren: Die Stadt Frankfurt gewinnt ein einzigartiges Museumsensemble rund um diese wichtige Schlüsselpoche, das romantische Hessen einen zentralen Knotenpunkt für seine zahlreichen Erinnerungsstätten“, hob Boris Rhein, Hessens Minister für Wissenschaft und Kunst, hervor. „Zudem entsteht mit der direkten Nachbarschaft zum Goethe-Haus und Goethe-Museum die Chance auf einen einzigartigen kulturellen Dialog zwischen Goethe und der Romantik. Daher unterstützen wir dieses Projekt tatkräftig. Ich wünsche dem Projekt zum Richtfest, dass die Arbeiten weiterhin gut vorangehen und hier künftig viele neugierige Besucherinnen und Besucher die Welt der Romantik entdecken werden.“

Dass das Deutsche Romantik-Museum in Frankfurt den passenden Standort gefunden hat, erläuterte Kulturdezernentin Ina Hartwig: „Frankfurt ist der richtige Ort, denn die Bewegung der Romantik ist ja aufs Engste mit Goethe verknüpft. Darüber hinaus liegen in den Magazinen des Freien Deutschen Hochstifts auf eine mehr als hundertjährige Sammlungstätigkeit zurückgehende Romantik-Schätze – Handschriften von Clemens Brentano, Novalis, den Brüdern Schlegel, Tieck, Eichendorff, aber auch so bekannte Gemälde wie Caspar David Friedrichs Abendstern, Bilder von Carus und Graphiken von Philipp Otto Runge. Sie alle werden endlich einer breiten Öffentlichkeit zugänglich sein.“

Auch der verantwortliche Architekt Prof. Christoph Mäckler unterstrich die Bedeutung des entstehenden Museumsbaus: „Identität entsteht an diesem Ort durch historische Kontinuität. Deshalb reagiert das neue Museum nach außen auf die Kleinteiligkeit am Großen Hirschgraben, während es in seinem Inneren den Geist der Romantik in die Zukunft trägt.“

Die Museographie konnte nach Abschluss der öffentlichen Ausschreibung im Herbst 2016 an die Arbeitsgemeinschaft der renommierten Büros Bach Dolder (Frankfurt) und Katz Kaiser (Köln/Darmstadt) vergeben werden. Die Eröffnung des Museumserweiterungsbaus ist für das Frühjahr 2020 vorgesehen. Die Finanzierung des Deutschen Romantik-Museums verteilt sich mit jeweils vier Millionen Euro auf Bund und Land, 1,8 Millionen kommen von der Stadt Frankfurt, die auch das Grundstück zur Verfügung stellt, und über 6 Millionen Euro von privaten Spendern. Zu den maßgeblichen Förderern zählen die Deutsche Bank AG und die Ernst Max von Grunelius-Stiftung sowie der Kölner Galerist Karsten Greve, die Stiftung Polytechnische Gesellschaft, der Kulturfonds Frankfurt RheinMain und die Wüstenrot Stiftung. Dazu kommen mehr als 1200 Privatspender.

Der Vorsitzende des Verwaltungsausschusses des Freien Deutschen Hochstifts, Carl L. von Boehm-Bezing, dankte Bund, Land und Stadt sowie nicht zuletzt den privaten Geldgebern und Stiftungen für ihre großartige Unterstützung. „Nur mit den Spenden zahlreicher Bürger und Bürgerinnen aus Frankfurt und weit darüber hinaus ist es gelungen, die Mittel zusammenzutragen, die zur Ergänzung der Förderung durch unsere institutionellen Zuwendungsgeber erforderlich wurden. Das erfolgreiche Zusammenspiel von privaten Geldgebern und öffentlicher Hand hat die Realisierung des Deutschen Romantik-Museums erst ermöglicht.“

Zu dem Ensemble am Großen Hirschgraben werden neben dem Deutschen Romantik-Museum auch 28 Wohnungen gehören. Der Cantate-Saal wird saniert und bleibt für die Kultur erhalten. Das Gesamtensemble entsteht nach dem städtebaulichen Entwurf des Büros Michael A. Landes. Dieser zeichnet verantwortlich für die Wohnbebauung, den Cantate-Saal und den Hof. Die Investitionssumme für das Gesamtprojekt beläuft sich auf 27 Millionen Euro. Die Fertigstellung ist für Ende 2018 vorgesehen.

Bauherr für das Projekt ist die ABG Frankfurt Holding. „Wir freuen uns als Immobilienkonzern den Bau dieses für Frankfurt wichtigen Museums termingerecht und im Kostenrahmen umzusetzen und damit eine Beitrag zur Stadtentwicklung zu leisten“, sagte ABG-Geschäftsführer Frank Junker.

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