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Trauer um den Kulturpolitiker Hilmar Hoffmann

04.06.2018 | 08:45 Uhr | Leute
Trauer um den Kulturpolitiker Hilmar Hoffmann

Er gilt als der geistige Vater des Museumsufers, einer, der die Frankfurter kulturlandschaft nachhaltig geprägt hat. Nun ist der langjährige Frankfurter Kulturdezernent und Präsident des Goethe-Instituts Prof. Dr. hc. Hilmar Hoffmann tot. Am Freitag verstarb Hoffman im Alter von 92 Jahren. Zwischen 1970 und 1990 war Hoffmann Frankfurter Kulturdezernent, ab 1992 bis 2001 dann Präsident des Goethe-Instituts. Sein richtungsweisendes Buch „Kultur für alle“ erschien 1979.

Oberbürgermeister Peter Feldmann und Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig kondolieren der Familie und den Angehörigen und drücken ihre tief empfundene Anteilnahme aus. „Hilmar Hoffmann stand mir als Kulturpolitiker und Freund stets mit Rat und Tat zur Seite. Mit seiner Expertise und seinem kreativen Schaffenswillen hat er sich über alle Parteigrenzen hinweg Anerkennung erarbeitet.“, sagt Oberbürgermeister Peter Feldmann und hebt noch einmal die Bedeutung Hoffmanns für unsere Stadt hervor: „Hilmar Hoffmann zählt zu den Gründervätern unserer modernen und weltoffenen Stadt. Wir werden sein geistiges und materielles Erbe sorgsam pflegen und unser Handeln stets an seiner Forderung nach ,Kultur für alle!‘ ausrichten. Sein Tod ist ein unersetzlicher Verlust für Frankfurt und die deutsche Kulturlandschaft. Unvergessen sind auch seine Verdienste um das Goethe-Institut. Wir werden Hilmar Hoffmann vermissen, aber nie vergessen.“

Mit seiner Forderung nach einer breiten kulturellen Teilhabe und der Gründung des Frankfurter Museumsufers hatte sich Hoffmann über die Stadtgrenzen Frankfurts hinaus einen Namen gemacht. „Mit Hilmar Hoffmann verlieren wir einen der bedeutendsten Kulturpolitiker nicht nur Frankfurts, sondern der gesamten Bundesrepublik. Er war ein besonderer Mensch, trotz seines hohen Alters bis zuletzt wach und zugewandt. Mit seiner noch heute gültigen Forderung einer Kultur für alle hat er den Geist der Zeit erkannt und tatkräftig umgesetzt. Mit dem Frankfurter Museumsufer, das auf ewig mit seinem Namen verbunden bleiben wird, hat er eine über die Mainmetropole hinausstrahlende Marke geschaffen. Persönlich verliere ich einen Freund, der mich warmherzig, neugierig und diskret begleitet hat. Ich bin sehr traurig und werde seinen Rat vermissen“, äußert sich Kulturdezernentin Ina Hartwig. „Seine Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit, zuletzt mit seiner Zeit als Hitlerjunge, verdient Respekt; Hilmar Hoffmann war ehrlich nicht nur zu anderen, sondern auch zu sich selbst. Er war ein unkonventioneller Mann, Denker und Politiker; Menschen wie Hilmar Hoffmann sind dazu bestimmt, Vorbild zu sein - und dennoch hat er sich ganz normal, ja bescheiden gegeben. Nie war er gleichgültig, bis zuletzt nicht. Die Stadt Frankfurt trauert um Hilmar Hoffmann; sie wird ihm in tiefer Dankbarkeit verbunden bleiben.“

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