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20. Frankfurter Gründerpreis – Von der Klapptreppe aufs Siegertreppchen

28.10.2020 | 18:03 Uhr | Business
20. Frankfurter Gründerpreis – Von der Klapptreppe aufs Siegertreppchen

Innovation und der Mut, etwas Neues auszuprobieren, wird belohnt. Zum Beispiel mit dem Frankfurter Gründerprei, der am Montagabend, 26. Oktober, von Stadtrat Markus Frank im Kaisersaal des Römers per Livestream verliehen wurde. Aus 26 Unternehmen, die sich im 20. Wettbewerbsjahr für den Preis beworben hatten, hat die 14-köpfige Jury das Startup „raumvonwert“ mit dem 1. Platz ausgezeichnet. 

Die Mission der Gründer Lukas Wagner, Bastian Amberg und Katja Becker ist es, mit kreativen Ideen individuelle Lösungen im Bereich Innenausbau, Möbel- und Produktdesign zu entwickeln, um jeden noch so kleinen Wohnraum aufzuwerten. Gelungen ist ihnen das bereits mit ihrem ersten Highlight-Produkt, der raumsparenden Klapptreppe Klapster, mit der sie bereits in der ProSieben Gründershow "Das Ding des Jahres" für Aufsehen sorgten. Die Klapptreppe ist so konstruiert, dass alle Baukastenteile individuell zusammengestellt werden können. Damit lässt sich, passgenau zur Geschosshöhe oder Winkelgröße, exakt die Treppe zusammenstellen, die zu den eigenen vier Wänden passt. Ein verdienter erster Platz des Frankfurter Gründerpreises 2020, der mit einem Preisgeld von 12.500 Euro dotiert ist. 

Der zweite Preis und 10.000 Euro gingen an das Architekturbüro Lithium Designers von Alamir Mohsen. Nicht nur, dass die erfolgreiche junge Firma ansprechende und komplexe Gebäudehüllen plant – Alamir Mohsen entwickelte zudem den ersten 3D-gedruckten Fassadenknoten, der so leicht und so variabel ist, dass damit frei gestaltete Fassaden einfacher und viel kostengünstiger hergestellt werden können. Der Knoten und das Druckverfahren sind so innovativ, dass er darauf ein Patent anmeldete. Schon Ende 2020 soll das erste Gebäude weltweit stehen, in dem die Fassadenknoten aus dem 3D-Drucker verbaut werden. 

Gleichauf überzeugten die Unternehmen „Die Auffüllerei“ sowie „Die Backhelden“ (Einzelunternehmen), weshalb beide mit dem dritten Preis und einem Preisgeld von jeweils 3750 Euro ausgezeichnet wurden. Die Gründerinnen Christina Schwab und Marlen Richter haben mit „Die Auffüllerei“ der Lebensmittelverschwendung und dem Verpackungsmüll den Kampf angesagt. In ihrem Laden können Kunden von Cornflakes über Rotweinessig bis hin zum Waschmittel alles ohne Verpackung erwerben. Und kommen damit dem wachsenden Bedürfnis nach einem nachhaltigen Lebensstil und einem schonenden Umgang von Ressourcen nach. Die Gründerin Luwam Tecle-Debesay und ihr Bruder Joel haben mit „Die Backhelden“ eine zeitsparende Lösung gefunden, die jeden Kindergeburtstag versüßt. Fertig gepackt mit abgemessenen Zutaten und liebevollen Deko-Elementen wird eine Backbox nach Hause geliefert, mit der beeindruckende Geburtstagskuchen im Handumdrehen gezaubert werden können – so wird der Backmuffel zum strahlenden Backhelden. 

Zusätzlich verkündete Oliver Schwebel, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Frankfurt und Vorsitzender der Jury, zu Beginn der Preisverleihung die Verleihung eines Sonderpreises an das junge Modelabel Zemuye (Einzelunternehmen). Das Recht Sonderpreise zu vergeben, behält sich die Jury jedes Jahr vor – nur in wirklich großen Ausnahmefällen machte sie in den letzten 20 Jahren davon Gebrauch. Mit ihrem jungen Label verbindet die Gründerin und Designerin Rahel Zemuye lässige Streetwear mit traditionellen Stoffelementen aus Ostafrika. Die Jury sieht in Frau Zemuyes Gründerpersönlichkeit und ihrer fachlichen Professionalität ein Aushängeschild für den Fashion-Standort Frankfurt. 

„Der Frankfurter Gründerpreis hat einen besonders hohen Stellenwert in unserer Startup- und Gründerlandschaft. Wer mit dem Frankfurter Gründerpreis ausgezeichnet wurde, ist mit einem Qualitätssiegel geadelt“, sagt Stadtrat Markus Frank. In diesem Jahr wurde der Frankfurter Gründerpreis zum 20. Mal verliehen. Um die aktuellen Hygiene- und Abstandregelungen im Zuge der Pandemie einzuhalten, wurde die Preisverleihung durch Rhein-Main TV via Livestream aus dem Römer übertragen. Vor Ort war nur eine begrenzte Gästezahl unter Berücksichtigung der tagesaktuellen Bestimmungen zugelassen. Die Zuschauer vor dem Livestream sowie im Saal wurden von der Moderatorin Anke Seeling kurzweilig durch den Abend begleitet. 

Im 20. Wettbewerbsjahr reichten 26 Unternehmen aus Frankfurt ihre Bewerbungen für den Frankfurter Gründerpreis ein. Insgesamt haben sich seit Bestehen des Preises 612 Unternehmen mit ihren Geschäftsideen beworben. Die Jury zeigte mit der Auswahl der Preisträger in der Vergangenheit ein gutes Gespür. „Über 80 Prozent der 70 Preisträger, die bislang ausgezeichnet wurden, sind nach wie vor erfolgreich am Markt. Das zeigt, wie nachhaltig und solide die Geschäftsideen der Preisträger sind“, freut sich Oliver Schwebel. 

Die Aufzeichnung der Preisverleihung ist auf dem Youtube Kanal der Wirtschaftsförderung Frankfurt und unter http://bit.ly/frankfurtergruenderpreis2020  verfügbar.

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