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50 Jahre U-Bahn in Frankfurt am Main

05.07.2018 | 11:39 Uhr | Stadtgeflüster
50 Jahre U-Bahn in Frankfurt am Main

Ein großes Jubiläum für den städtischen Nahverkehr: Am 04. Oktober des Jahres 1968 fuhr die erste U-Bahn in Frankfurt zwischen Nordwestzentrum und Hauptwache. Das war ein Ereignis, dem mehr als 10.000 Frankfurterinnen und Frankfurter und natürlich viele Gäste und Neugierige aus Nah und Fern nicht entgehen lassen wollten. Eine echte Besonderheit war in fünf Jahren Bauzeit geschaffen worden: Die erst dritte U-Bahn in Deutschland und die 35. der Welt.

„Der 4. Oktober 1968 ist rückblickend ein besonderer Tag für Frankfurt, denn er markiert eine Zeitenwende für den öffentlichen Nahverkehr in unserer Stadt“, erläutert Verkehrsdezernent Klaus Oesterling anlässlich der Präsentation zweier Jubiläumsbahnen im Heddernheimer Depot. „Ohne einen nicht nur funktionierenden, sondern auch leistungsfähigen und qualitativ anspruchsvollen öffentlichen Verkehr ist die Entwicklung einer modernen Großstadt nicht denkbar. Und der Bau der U-Bahn hat dazu die Voraussetzungen geschaffen.“

Der „A“-Strecke (so genannt, weil sie als erste der vier Frankfurter Grundstrecken in Betrieb ging) folgten bis 1999 die, in mehreren Etappen eröffneten, „B“- und „C“-Strecken. Der im Februar 2001 eröffnete Abschnitt Hauptbahnhof – Bockenheimer Warte gehört ebenso wie die Passage über den Riedberg zur „D“-Strecke. „Der U-Bahn-Bau ist nach 1968 kontinuierlich fortgesetzt worden, so dass wir heute 64,85 Kilometer Betriebsstreckenlänge für unsere neun U-Bahn-Linien haben“, sagt VGF-Geschäftsführer Thomas Wissgott. „Die Bedeutung unserer U-Bahn für die Entwicklung zur modernen Stadt verdeutlichen auch die Fahrgastzahlen: Wurden 1998 91 Millionen Fahrgäste in den U-Bahnen gezählt, sind es 20 Jahre später 134,7 Millionen.“ Natürlich sei auch das Angebot der Nachfrage angepasst und entsprechend erhöht worden, erläutert Wissgott die Zahlen.

Das Jubiläum „50 Jahre U-Bahn in Frankfurt am Main“ wird in diesem Jahr natürlich adäquat begangen. So wird es etwa spezielle Jubiläumsfahrzeuge geben. Dafür hat sich die VGF optisch etwas einfallen lassen: An der Spitze des Eröffnungszugs fuhr 1968 der rot-weiß lackierte Wagen 303, ein Fahrzeug des Typs „U2“. Dessen damals übliche Farbgebung hat die VGF 50 Jahre später aufgegriffen und schickt zwei moderne „U5“-Wagen auf die Strecke: Auf der einen Seite tragen sie die historische rot-weiße Farbe, auf der anderen das aktuelle Türkis der VGF. Die Wagen 625 und 675 werden damit zum Hingucker des Jubiläums. Nach der Präsentation am Mittwoch, 4. Juli, in Heddernheim können sie auf allen U-Bahn-Linien der VGF eingesetzt werden.

Jubiläumsfahrt

Bei der Jubiläumsonderfahrt für geladene Gäste am 4. Oktober 2018 fahren sie aber im wahrsten Sinne des Wortes hinterher, denn der Jubiläumszug besteht aus drei von der VGF-Werkstatt schon vor Jahren in ihren rot-weißen Auslieferungszustand zurück versetzten „U2“-Wagen, den Wagen 303, 304 und 305, die heute als Museumsfahrzeuge für besondere Anlässe einsatzbereit gehalten werden. Ihm folgen die beiden sonderlackierten „U5“-Fahrzeuge als Zwei-Wagen-Zug.

Jubiläumsfest

Natürlich wird das Jubiläum auch im großen Kreis gefeiert. Alle Frankfurterinnen und Frankfurter sind am 04. Oktober ab 11 Uhr zu einem großen Fest auf der Hauptwache eingeladen. Neben Ansprachen wird es auch eine Autogrammstunde der Eintracht, das Anschneiden einer Geburtstagstorte und Live-Musik geben. Auch die Eröffnung einer ganz besonderen Jubiläumsausstellung steht an diesem Tag auf dem Programm:

In einem Zelt an der Hauptwache werden bis 14. Oktober in einem Zelt viele Schautafeln die spannende Geschichte der Frankfurter U-Bahn vom Baubeginn bis heute dokumentieren. Dazu werden auch aufgearbeitete Original-Stationsmodelle gezeigt. Die Ausstellung, die in dieser Zusammensetzung nur selten zu sehen ist, entstand mit Hilfe des Vereins Historische Straßenbahnen Frankfurt (HSF). Für kleine und große Bahn-Fans gibt es einen Fahrsimulator, den die Betriebsfahrschule der VGF zur Verfügung stellt und der normalerweise zur Ausbildung neuer Fahrerinnen und Fahrer genutzt wird. Für Stärkung und Erholung ist mit einem kleinen Café und einer Kinderecke gesorgt.

Fahrzeugparade in Heddernheim

Nicht nur auf der Hauptwache entfaltet die VGF Aktivitäten, auch auf der Anlage, die mit der „A“-Strecke untrennbar verbunden ist: dem 1910 im Zuge der Inbetriebnahme der beiden Lokalbahnlinien 24 und 25 nach Oberursel beziehungsweise Bad Homburg eröffneten Betriebshof Heddernheim.

Mit seiner Werkstatt und der Abstellanlage ist der Betriebshof noch heute das Herzstück der „A“-Strecke. Am 6. und 7. Oktober planen VGF und der Verein HSF hier eine Fahrzeug-Parade der ganz besonderen Art: Neben allen in 50 Jahren auf der „A“-Strecke eingesetzten Fahrzeugen wird die VGF auch solche präsentieren, die vor dem U-Bahn-Bau auf den Linien Richtung Oberursel und Bad Homburg eingesetzt waren, und die jetzt im Schwanheimer Verkehrsmuseum der VGF stehen. VGF und HSF wollen mit diesen Triebwagen und Anhängern Vielfalt und Veränderung des öffentlichen Verkehrs in Frankfurt zeigen. Auf alle Fälle bieten sich Anfang Oktober in Heddernheim einzigartige Bildmotive; die genaue Liste der ausgestellten Fahrzeuge wird rechtzeitig vorstellen.

Unser Jubiläum. Unser Frankfurt. Unsere U-Bahn.

Damit dieses große Ereignis auch umfassend bekannt wird, wirbt die VGF mit Badesalz („Unser Gebabbel. Unser Frankfurt. Unsere U-Bahn.“) und weiteren Frankfurter Gesichtern zum Jubiläum (unter anderem mit Andrea Kiewel, John Degenkolb, Fredi Bobic, Bärbel Schäfer, Shantel und Johnny Klinke). Ein kleiner Trickfilm läuft auf den Touchscreen-Bildschirmen der Fahrscheinautomaten und auf den Infoscreens in den U-Bahn-Stationen. Zu sehen ist er auch auf der VGF-Homepage unter:

www.vgf-ffm.de/de/aktuellpresse/50-jahre-u-bahn-frankfurt/

 

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