Die Games-Branche ist in der Rhein-Main-Region längst mehr als ein kulturelles Randphänomen. Rund ein Fünftel des bundesweiten Branchenumsatzes wird hier erwirtschaftet – ein Wert, der Frankfurt und sein Umland zu einem der leistungsstärksten Standorte der deutschen Gaming-Industrie macht. Vor diesem Hintergrund richtet das Massif Central gemeinsam mit der Hochschule Darmstadt vom 25. bis 28. März die zweite Massif Games Convention (MGC) aus. Unterstützt wird die Veranstaltung erneut vom Wirtschaftsdezernat der Stadt Frankfurt.
Nach der Premiere im Jahr 2024, die rund 2.500 Besucherinnen und Besucher zählte, soll die Convention nun weiter wachsen. „Die Resonanz war erfreulich hoch“, sagt Florian Joeckel, Geschäftsführer des Massif Central. „Dieses Mal gibt es noch mehr zu entdecken, vor allem im Bereich Live-Erlebnis.“ Die Veranstaltung wird um einen zusätzlichen Tag verlängert. Geplant sind etwa 30 Aussteller.
Inhaltlich rückt die Convention ein Thema in den Mittelpunkt, das die Branche zunehmend prägt: die sogenannte Phygitalisierung – die Verbindung digitaler und physischer Erlebnisräume. Bereits am 20. Februar fand hierzu eine Podiumsdiskussion im Massif Central statt. Unter dem Titel „Game Changer – Gaming, eSport und das Phygitale“ diskutierten Stephanie Wüst, Dezernentin für Wirtschaft, Recht und Stadtmarketing der Stadt Frankfurt am Main, Prof. Will Weber, Dekan des Fachbereichs Media an der Hochschule Darmstadt, sowie Marcus Meyer, Geschäftsführer der Force of Disruption GmbH, über die wirtschaftlichen und technologischen Perspektiven der Branche.
Wüst betont die ökonomische Dimension: Frankfurt sei einer der stärksten Standorte der deutschen Games-Industrie. Hier entstehe ein innovationsgetriebener Wirtschaftszweig mit Wachstumspotenzial, hochwertigen Arbeitsplätzen und technologischer Wertschöpfung. Ziel sei es, verlässliche und wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen zu schaffen – von Förderinstrumenten über bezahlbare Arbeitsräume für Start-ups bis hin zu praxisnahen Ausbildungsangeboten und phygitalen Pilotprojekten.
Die Convention selbst verteilt sich auf zwei zentrale Orte: Im Massif Central in der Bethmannstraße stehen Phygitalisierung und Sim Racing im Fokus, während sich im Massif E an der Hauptwache – den ehemaligen EKINOS – alles um Gaming-Kultur, Indie-Produktionen und Community-Formate dreht. Panels, Fachvorträge und Diskussionsrunden flankieren das Programm an beiden Standorten.
Rund 30 Indie-Studios präsentieren Prototypen und Projekte im Entwicklungsstadium, die vor Ort getestet werden können. Hinzu kommt eine 24-Stunden-Game-Jam, bei der aus spontanen Ideen spielbare Demos entstehen, die das Publikum unmittelbar erproben und bewerten darf. Phygitale Arenen, in denen Basketball oder Fußball als hybride Formate ausgetragen werden, Exergaming-Stationen sowie Sim-Racing-Wettbewerbe binden die Besucher aktiv ein.
Auch klassische Spielkultur findet ihren Platz: Am 28. März wird im Massif Central der zweite Frankfurter Retro-Flippercup ausgetragen. Parallel dazu ist im Sportpark Frankfurt ein phygitales Turnier in Fußball und Padel Tennis geplant. Anmeldungen hierfür sind vorab möglich.
Mit der Massif Games Convention positioniert sich Frankfurt nicht nur als Finanz- und Messestandort, sondern zunehmend auch als Knotenpunkt einer Branche, die digitale Innovation, Kreativwirtschaft und Sport miteinander verbindet. Das detaillierte Programm wird ab dem 20. Februar veröffentlicht.












