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"Coole Branche": Frankfurter Gastronomen und Hoteliers freuen sich verhalten über Öffnungen

23.05.2021 | 10:33 Uhr | Kulinarisches
'Coole Branche': Frankfurter Gastronomen und Hoteliers freuen sich verhalten über Öffnungen

Endlich Licht am Ende des Tunnels: Ab dem 24. Mai darf in Frankfurt die Außengastronomie öffnen. Dann können wir endlich wieder auf der Café-Terrasse Kaffee und Kuchen oder ein köstliches Eis genießen, im Außenbereich eines Restaurants unser Lieblingsmenüs bestellen oder einfach einen Schoppen im Garten einer „Gaddewertschaft“ petzen. Das war so lange nicht möglich und hat wirklich gefehlt. Ja, es sind gute Nachrichten, die auch von der Frankfurter Gastronomieszene positiv aufgenommen wurde. Trotzdem ist die Stimmung noch lange nicht euphorisch: „Wir werden am Montag nicht gleich Vollgas geben“, erklärt Sascha Euler, einer der Inhaber des Naiv in der Fahrgasse. „Bei gutem Wetter öffnen wir, bei schlechtem Wetter bleibt das Naiv geschlossen beziehungsweise bieten wir dann nur, wie gehabt, unsere Speisen und Getränke zum Take-away an. Wir werden genau beobachten, wie sich die Lage entwickelt.“ Gemäß der hessischen Landesverordnung zur Corona-Kontakt und -Betriebsbeschränkung darf die Gastronomie in Frankfurt in Stufe 1 ihre Außenbereiche am Pfingstmontag unter Auflagen öffnen. Stufe 2 sieht auch die Öffnung der gastronomischen Innenbereiche vor, die für den 7. Juni vorgesehen ist. Natürlich immer vorausgesetzt, dass sich das Infektionsgeschehen nicht wieder verschlechtert.

Kerstin Junghans, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin des DEHOGA Hessen, sieht in der jetzt möglichen Öffnung des Gastgewerbes „ein positives Signal, zumal wir uns mit Blick auf die Zahlen vor zwei Monaten noch nicht vorstellen konnten, dass eine Öffnung bei Inzidenzen um die 100 denkbar ist.“ Allerdings seien – und das ist auch ein Grund für die verhaltene Freude - die Bedingungen, unter denen das Gastgewerbe öffnen darf, nicht wirtschaftlich; staatliche Hilfen müssten deshalb unbedingt weiter fließen. Die mangelnde Wirtschaftlichkeit ist es auch, die Goran Petreski, Inhaber des Vaivai im Grüneburgweg, davon abhält, am Montag zu öffnen: „Wenn ich die Maschinerie hochfahre, muss ich die Sicherheit haben, dass es eine Zeit lang auch weitergeht. Ein Auf und Zu ist zu kostspielig.“ Petreski wartet lieber ab und hofft, dass er Mitte Juni – wenn laut Stufenplan weitere Lockerungen möglich sind – wieder öffnen kann. „Bis dahin werde ich mein Restaurant auf Vordermann bringen und zum Beispiel in eine neue Küche und in die Digitalisierung investieren.“

In Frankfurt kommt ab 24. Mai die Stufe 1 des hessischen Öffnungskonzepts zum Tragen: In der Außengastronomie dürfen negativ getestete sowie geimpfte und genesene Personen bewirtet werden. Bleiben die Inzidenzzahlen stabil unter 100, könnte ab dem 7. Juni Stufe 2 starten: Die Außengastronomie kann dann ohne vorherigen Test besucht werden, der Innenbereich darf öffnen, für einen Besuch ist dort ein Test erforderlich.

Bestens gerüstet

Für Sascha Euler sind noch einige Fragen offen, zum Beispiel, was die Prüfung der Testnachweise betrifft. Kerstin Junghans hat hierfür eine Empfehlung für die Gastronominnen und Gastronomen – und damit auch für die Gäste: „Gäste sollten am besten einen Test aus einem Testzentrum vorweisen können. Das sollte man bei den Reservierungen direkt mit sagen, denn eine Testung im Tagesgeschäft und unter Aufsicht des Gastronomen ist nur bei einer überschaubaren Anzahl von Gästen umsetzbar.“ Was die Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen betrifft, ist Euler bestens gerüstet: „Wir haben bereits vor einem Jahr alles angeschafft, was man anschaffen konnte, um Gästen und Personal so viel Sicherheit wie möglich zu geben.“ So hat er Massivglaswände im Innenraum aufgestellt, da diese eine lange Haltbarkeit haben. Den Außenbereich hat er mit einem Windfang umzäunt, auch dieser ist aus Massivglas. Ebenso ließ er eine neue, moderne Lüftungsanlage einbauen. „Insgesamt beliefen sich unsere Ausgaben auf mehr als 15.000 Euro“, erzählt Euler.

Hotels gewappnet für den Neustart

Auch die Frankfurter Hotels dürfen in Stufe 1 unter Auflagen Touristinnen und Touristen empfangen. Christian Henzler von der Frankfurt Hotel Alliance stellt aber fest: „Die Frankfurter City-Hotels werden – im Vergleich zu anderen deutschen Metropolen – am längsten Zeit benötigen, um wieder wirtschaftlich arbeiten zu können. Es sind in den nächsten Monaten keine größeren Kongresse in der Pipeline, das Tagungsgeschäft liegt aufgrund mangelnder Planungssicherheit am Boden und es fehlen die Reisenden aus dem Ausland.“ Gleichzeitig sei die Öffnungsperspektive ein Schritt in die richtige Richtung. „Wir dürfen hoffen, dass, wenn die Inzidenzwerte weiter sinken und touristische Reisen wieder möglich sind, auch die Unternehmen nach und nach ihre Reise-Stopps aufheben und Geschäftsreisen wieder anziehen.“ Die meisten Hoteliers hätten die vergangenen Monate intensiv genutzt, ihre Hygienekonzepte weiter anzupassen, Prozesse zu optimieren und Mitarbeiter zu schulen, um einen sicheren Aufenthalt zu gewährleisten, und auch den gestiegenen Anforderungen der internationalen Gäste Rechnung zu tragen.“

Weitere Infos zu dem Thema findet Ihr auch unter: www.coolebranche.de

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