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"Coole Branche" sieht Frankfurter Gastronomie und Hotellerie für Herbst- und Wintersaison gut gerüstet

24.10.2020 | 12:54 Uhr | Kulinarisches
'Coole Branche' sieht Frankfurter Gastronomie und Hotellerie für Herbst- und Wintersaison gut gerüstet
'Coole Branche' sieht Frankfurter Gastronomie und Hotellerie für Herbst- und Wintersaison gut gerüstet

Täglich gibt es neue Schreckensmeldungen mit steigenden Infektionszahlen und dringende Appelle von der Politik, nicht nur die geltenden AHA-Regeln einzuhalten, sondern auch soziale Kontakte auf ein Minimum zu beschränken. Für Gastronomie und Hotellerie heißt das – nach kurzen Erholungen im Sommer – wieder massive Einschränkungen. Trotz der schwierigen Ausgangslage mit hohen Corona-Fallzahlen und einer derzeit in Frankfurt geltenden Sperrstunde (23 – 6 Uhr) bis Ende Oktober, startet die „Coole Branche“ – ein Zusammenschluss der Frankfurter Gastronomie und Hotellerie – mit Kreativität und dem ungebrochenen Willen, Gäste so sicher wie nur möglich zu bewirten und zu beherbergen, in die herausfordernde Herbst- und Wintersaison. 

„Auch in Zeiten steigender Infektionszahlen sind Restaurant- und Barbesuche aus virologischer Sicht nicht bedenklich“, sagt James Ardinast, Vorstand der Initiative Gastronomie Frankfurt e. V. (IGF). Dass bei vermehrten Kontrollen in der Gastronomie nur wenige Verstöße gegen die geltenden Regeln festgestellt wurden, scheint Ardinast recht zu geben. „Zudem hat es den Vorteil, dass in unseren Betrieben die Gäste geordneter und kontrollierter zu einer Feier zusammenkommen als im privaten Raum.“ Laut Ardinast habe die Frankfurter Gastronomie in den vergangenen Monaten eine Vielzahl an Sicherheits- und Hygienemaßnahmen unternommen, um Gäste und Personal vor dem Coronavirus zu schützen. „Allein die Mitgliederbetriebe der IGF investierten bislang mehr als eine Million Euro in Hygienekonzepte“. Eine Investition, die sich lohnt – denn nur, wo sich die Gäste sicher fühlen, kommen sie auch gerne wieder. 

Derzeit dominiert ein Thema nicht nur in Frankfurt die Gastronomiebetriebe: Die Sperrstunde. Nach zwei Wochen, in denen diese gilt, zeigt eine erste Tendenz: Alle kämpfen mit Umsatzeinbußen. An einen langfristen Erfolg dieser Maßnahme, die dazu dienen soll, den Alkoholkonsum einzuschränken, glaubt Ardinast nicht: „Mit der Sperrstunde treibt man  besonders junge Menschen an unkontrollierbare Plätze. Durch die Sperrstunde werden außerdem viele Gäste den Restaurantbesuch erst gar nicht wahrnehmen, was für die Gastronomie, die gerade behutsam einen Neustart versucht hat, wiederum große Umsatzeinbußen bedeutet. Insbesondre das zweite Seating ab 21 Uhr geht uns verloren. Wir alle müssen jetzt vorsichtig sein, aber dass unsere Branche der Buhmann sein soll, ist nicht nachvollziehbar.“ 

Dabei hat Frankfurter Gastronomie und Hotellerie in den vergangenen Monaten eine Vielzahl an Maßnahmen unternommen. Laut einer internen Umfrage unter den IGF-Mitgliederbetrieben investierten sie mehr als eine Million Euro in Hygiene- und Schutzmaßnahmen. Viele Betriebe bieten ihren Gästen nach wie vor die Möglichkeit, sofern vorhanden, den Außenbereich zu nutzen und somit Speisen und Getränke an der frischen Luft zu genießen. Dazu hat die Stadt Frankfurt unlängst die erweiterte Nutzung von Außenflächen bis Ende April 2021 kostenfrei verlängert. 

Als Maßnahme gegen die Kälte, die in den nächsten Monaten sicherlich noch stark zunehmen wird, kommen statt der weniger willkommenen herkömmlichen Gas-Heizpilze immer öfter elektrische Infrarotstrahler zum Einsatz, die umweltfreundlicher und klimaschonender sind. Zum Schutz vor Wind und Regen bauen viele Gastronomen zudem Schutzwände gegen Wind und Kälte für die Gäste auf. Die Stadt hat dies für Herbst und Winter durch Duldungen ermöglicht. Aber auch die Innenräume werden entsprechend der Regeln umgestaltet. Sascha Euler, Inhaber des Restaurants Naïv in der Frankfurter Innenstadt, berichtet: „Wir haben Massivglaswände in unserem Innenraum aufgestellt, da diese eine lange Haltbarkeit haben. Unseren Außenbereich haben wir mit einem Windfang umzäunt, auch dieser ist aus Massivglas und entsprechend teuer. Ebenso haben wir eine neue, moderne Lüftungsanlage bestellt. Insgesamt belaufen sich unsere Ausgaben auf rund 15.000 Euro. Hinzu kommen noch Mund-Nasen-Bedeckungen für das Personal sowie Hygienemittel.“ 

Andere Betriebe investierten in flexible Plexiglas-Trennwände und mobile Luftreiniger. Daneben achten die Gastronomen und Gastronominnen natürlich auf die Einhaltung der Abstandsregeln und die Pflicht für Gäste und Personal, im Gastraum – mit Ausnahme beim Sitzen am Tisch – eine Maske tragen zu müssen. Auch werden vorschriftsgemäß Namen und Adressen der Gäste erfasst. 

„Das Risiko, sich mit dem Virus anzustecken, ist natürlich vorhanden, sobald man mit anderen Menschen in Kontakt kommt“, sagt Kerstin Junghans, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin des DEHOGA Frankfurt. „Ich kann für unsere Branche aber sagen: Wir tun alles, damit dieses Risiko in Restaurants, Bars und auch den Hotels so gering wie möglich bleibt. Die Sperrstunde ist grundsätzlich unverhältnismäßig und basiert auf keiner nachweisbaren Grundlage erhöhter Ansteckungen. Die Hotspots kommen zum überwiegenden Teil aus privaten und unkontrollierten Feiern.“ Die Branche will gern helfen, weitere Alternativen zur Corona-Eindämmung umzusetzen, macht Junghans deutlich. 

Auch hier gilt: Alle müssen zusammenhalten und mithelfen. Daher appelliert die „Coole Branche“ auch weiterhin an alle Frankfurter Gastronominnen und Gastronomen sowie Hoteliers, die geltenden Corona-Regeln zu beachten. Gleichzeitig beobachtet sie, dass die große Mehrheit der Betriebe die vorgeschriebenen Maßnahmen umsetzt und zum Teil sogar übererfüllt. Das gilt auch für die Hotels. „Schon in unserem eigenen Interesse halten wir uns penibel an die Hygiene-Richtlinien. Es war noch nie so sicher in einem Hotel zu übernachten. Wir sind froh, dass das Beherbergungsverbot in Hessen aufgehoben wurde. Restaurants und Hotels sind Orte, an denen soziale Kontakte gepflegt werden - und das darf auch so bleiben“, sagt Christian Henzler, Vorstand im Verband der Frankfurt Hotel Alliance. 

Mehr Infos dazu findet Ihr unter: www.coolebranche.de

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