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Corona-Schutzimpfungen starten in hessischen Hausarztpraxen

07.04.2021 | 15:14 Uhr | Service
Corona-Schutzimpfungen starten in hessischen Hausarztpraxen

Nun ist es endlich soweit: Neben den Impfungen in den 28 hessischen Impfzentren, die noch immer nicht ihr volles Potential ausschöpfen können, starten heute die COVID-19-Schutzimpfungen durch Hausärztinnen und Hausärzte in Hessen – wenngleich auch erst einmal auf Sparflamme. Trotzdem könnte dies dabei helfen, um etwas mehr Tempo in die stotternde Impfkampagne zu bringen. Das sieht auch der hessische Gesundheitsminister Kai Klose so: „Die Einbeziehung der ärztlichen Regelstruktur ist ein wichtiger Schritt, um die Impfungen zu erweitern und in die Fläche zu bringen. Die gelockerten Transport- und Lagerbedingungen der Impfstoffe sowie die größere verfügbare Menge ermöglichen nun die Einbeziehung der niedergelassenen Ärzteschaft über Modellprojekte hinaus und neben den wichtigen Impfzentren und ihren mobilen Teams. Unseren Partnern in der Impfallianz danke ich für die gute Vorbereitung des Starts: der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen, der Landesärztekammer Hessen, dem Hausärzteverband Hessen, der Landesapothekerkammer Hessen und dem Hessischen Apothekerverband“ so Klose.

Teilnahme für Praxen freiwillig

Ob sie ihren Patienten und Patientinnen die Impfung anbieten wollen, entscheiden die Praxen selbst. Eine verbindliche Teilnahme der vertragsärztlichen Praxen gibt es nicht. Im Vorfeld konnten die Praxen selbstständig Impfdosen über die Apotheken beim pharmazeutischen Großhandel bestellen. „Wir bekommen von unseren Partnern in der Impfallianz Hessen die Rückmeldung, dass die Bereitschaft der Medizinerinnen und Mediziner, sich bei den Impfungen zu engagieren, sehr hoch ist“, berichtet Klose. Die ersten Impfdosen wurden gestern an die Praxen geliefert, der Großteil der Ärztinnen und Ärzte wird heute entsprechend mit den Impfungen beginnen.

Ein großer Vorteil für die Impfkampagne ist das Vertrauensverhältnis zwischen Arzt/Ärztin und Patienten. So wählen die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte die zu impfenden Personen unter Beachtung der Priorisierungsreihenfolge nach Corona-Impfverordnung eigenverantwortlich aus und führen die Impfungen durch. Hierbei können sie aufgrund der Kenntnis und unter Berücksichtigung der einzelnen Patientenbiographie auf diese Information zurückgreifen.

Impfungen vorerst ausschließlich mit mRNA-Impfstoff von BioNTech/Pfizer

Für die COVID-19-Schutzimpfungen in den Praxen stellt der Bund in den ersten beiden Wochen nach Impfbeginn ausschließlich den mRNA-Impfstoff von BioNTech/Pfizer zur Verfügung. In den folgenden Wochen werden weitere Impfstoffe hinzukommen, die ebenso vom pharmazeutischen Großhandel und den Apotheken vor Ort an die Artpraxen geliefert werden.

Zu Beginn hat der Bund eine Liefermenge von ca. 20 Dosen pro Praxis angekündigt. Angesichts der angekündigten erhöhten Liefermengen für die kommenden Wochen soll diese Zahl dann stetig gesteigert werden. „Die Knappheit des Impfstoffs ist auch der Grund dafür, dass zunächst nur die Vertragsärztinnen und –ärzte in die Impfungen einbezogen werden. Wir bereiten uns darauf vor, auch Strukturen wie Betriebs-, Fach- und Privatärzte einzubeziehen, sobald mehr Impfstoff zur Verfügung steht und bedanken uns für die hohe Bereitschaft, die diese Gruppen bereits signalisiert haben“, erläutert Klose.

In den Impfzentren geht es weiter

Natürlich bedeutet der Impfstart in den Praxen nicht, dass Impfzentren ihre Pforten schließen. Hier soll es wie in den vergangenen Wochen weitergehen. Nach dem Beschluss des Bundes und der Länder sollen die Impfzentren im April wöchentlich 2,25 Millionen Impfdosen bekommen, auf Hessen entfallen entsprechend rund 168.000 Impfdosen wöchentlich. Alle darüber hinaus gehenden Dosen sollen den Praxen zur Verfügung gestellt werden. Da der Bund kein zentrales Register vorsieht, werden sich insbesondere am Anfang Doppelterminvergaben nicht völlig ausschließen lassen. Personen, die einen Termin über eine Hausärztin bzw. einen Hausarzt bekommen, sind gebeten, einen möglicherweise bereits bestehenden Termin im Impfzentrum bzw. ihre Registrierung zu stornieren, um anderen eine Option zur Impfung zu eröffnen.

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