Mit 252.148 Besucherinnen und Besuchern ist die Ausstellung „Monets Küste. Die Entdeckung von Étretat“ im Städel Museum zu Ende gegangen. Die Schau zählt damit zu den erfolgreichsten Ausstellungen in der Geschichte des Hauses. In den vergangenen zehn Jahren wurde lediglich „Making van Gogh. Die Geschichte einer deutschen Liebe“ von einem größeren Publikum besucht. Insgesamt gehört „Monets Küste“ zu den fünf besucherstärksten Ausstellungen seit der Gründung des Museums.
Vom 19. März bis 5. Juli widmete sich das Städel einem Ort, der die Kunst des 19. Jahrhunderts nachhaltig geprägt hat. Das normannische Küstenstädtchen Étretat wurde mit seinen markanten Kreidefelsen zum Motiv zahlreicher Maler und schließlich selbst zu einem Sinnbild der Moderne. Vor allem Claude Monet kehrte immer wieder an die Küste zurück und hielt das wechselnde Licht sowie die besondere Atmosphäre des Ortes in seinen Gemälden fest.
Die Ausstellung versammelte rund 170 Werke, darunter Gemälde, Zeichnungen, Fotografien und historische Dokumente. Allein 24 Arbeiten stammten von Claude Monet. Ergänzt wurde die Schau durch Werke von Gustave Courbet, Eugène Delacroix, Henri Matisse und weiteren Künstlern. Im Mittelpunkt stand weniger die Geschichte eines einzelnen Malers als die Entwicklung eines Ortes, der Künstler verschiedener Generationen inspirierte und zu einem der bekanntesten Motive der europäischen Kunst wurde.
Das Interesse blieb bis zum Schluss ungebrochen. Wegen der hohen Nachfrage verlängerte das Städel in den letzten beiden Ausstellungswochen seine Öffnungszeiten täglich bis 21 Uhr.
Städel-Direktor Philipp Demandt sieht den großen Zuspruch als Bestätigung für den eingeschlagenen Weg des Museums. Die Ausstellung habe gezeigt, dass auch kunsthistorische Themen jenseits der bekannten Meisterwerke ein breites Publikum erreichen können. Sein Dank gelte den Besucherinnen und Besuchern ebenso wie den Förderern und Unterstützern, die das Projekt ermöglicht hätten.
Lange bleibt das Museum nicht ohne große Sonderausstellung. Im Herbst folgt mit „Maria Magdalena. Sin. Pray. Love.“ bereits das nächste Ausstellungsprojekt. Es widmet sich einer der vielschichtigsten Figuren der Kunstgeschichte und beleuchtet ihre Darstellung vom Mittelalter bis in die Gegenwart.












