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Das Theater Alte Brücke startet in die dritte Saison

23.08.2017 | 18:08 Uhr | Kultur
Das Theater Alte Brücke startet in die dritte Saison

„Es gibt Dinge, die muss man einfach machen“ sagt Alexander Beck, Gründer und Leiter des Theater Alte Brücke über den Moment, als er sich dafür entschieden hat, das „kleinste Off-Broadway-Theater der Welt“ in Sachsenhausen ins Leben zu rufen. Aber es muss einfach Schicksal gewesen sein, dass er dafür ausgerechnet die Räumlichkeiten gefunden hat, in denen einst die Wäscherei beheimatet war, für die sein Vater als Teenager Wäsche ausgefahren hat. Und jetzt macht der Sohn hier Theater. Und das kommt gut an. Die zweite Spielzeit des Theater Alte Brücke war etwa 10 bis 15% mehr ausgelastet, als die erste Saison. Die Zahlen, die das Theater schreibt, sind zwar noch eher grau als schwarz, aber Verluste hat es bislang nicht gemacht.

Besonders froh ist Beck darüber, dass die Stücke von amerikanischen Autoren wie Stephen Adly Guirgis oder Peter Akerman beim Publikum besonders gut ankommen. Denn an diesen Werken hängt auch das Herz des bekennenden Broadway-Fans. Zwar liebt er auch leichte Komödienkost wie „Barfuß im Park“ und „Loch im Kopp“, die in der vergangenen Spielzeit zu sehen waren. Doch sein Vorhaben, mit jungem amerikanischen Theater dem Frankfurter Publikum einen hierzulande „noch nicht ausgetrampelten Weg“ zu zeigen, scheint zu funktionieren.

Deshalb steht im dritten Jahr mit „Jesus sprang vor die U-Bahn“ nicht nur der letzte Teil der New-York-Anthologie von Stephen Adly Guirgis auf dem Programm. Auch die ersten beiden Stücke – „Der Drecksack mit Hut“ und „Schwester Rose“ – kommen auch noch einmal auf die Bühne (beide jeweils für drei Vorstellungen, eine davon an einem Wochenende während des für April 2018 geplanten Stephen-Adly-Guirgis-Festivals). Auch Peter Akermans Dauerbrenner „Dinge, die man nachts nicht sagen sollte“, das schon seit der Eröffnung des TAB immer wieder aufgeführt wurde, kommt aufgrund der großen Nachfrage wieder auf die Bühne.

Was das Theater bislang ausgezeichnet hat, ist seine Vielseitigkeit. Und das ändert sich auch in der neuen Saison nicht. So startet die Spielzeit etwa mit einer Koproduktion zwischen dem TAB und dem Theater „Die Traumtänzer“. Unter der Regie von Jörg Zick kommt die Komödie „Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit“ von Eric Assous auf die Bühne. Zwischen den Jahren gibt es dann eine Inszenierung der gefeierten Komödie „Kunst“ von Yasmina Reza zu sehen. Auf der Bühne wird hier neben Dorian Wigand und Anselm Wittenstein auch Lars Ruth zu sehen sein, der Vielen als Mentalmagier bekannt sein dürfte. Als solcher ist er auch in dieser Spielzeit wieder zu sehen, wenn er ab Oktober drei Mal seine neue Show „Der Seher“ präsentieren wird. Neues gibt es auch von Franz Fischer, der seiner Revue und damit auch seinem Partner in Crime Nelson van Heuvel Adieu gesagt hat und sich in seinem neuen Programm mehr auf die Musik konzentrieren wird.

Der erfolgreiche Kreisler-Abend, die Weihnachtssatire „Ach, Du heilige“ und einige wirklich spannende Gastspiele stehen ebenfalls noch auf dem Programm. Man merkt auch dieses Mal wieder, dass hier sehr viel Herzblut und Leidenschaft investiert wird, nicht nur von Alexander Beck und seinen Mitstreitern Sabrina Faber und Jan Peter Nowak, sondern wirklich von allen Beteiligten vor und hinter der Bühne. Ein Theater, bei dem es schon mal vorkommt, dass einer der Mitarbeiter an einem Abend für Einlass, Theke und Technik verantwortlich ist und dann auch noch auf der Bühne steht, das kann auch nur funktionieren, wenn hier alle Beteiligten mit Liebe zum Theater bei der Sache sind. Bleibt nur zu hoffen, dass so viel Mut zur Vielseitigkeit und so viel Leidenschaft irgendwann auch mal finanziell gefördert wird und auch weiterhin genügend Publikum findet, damit uns dieses schöne Theater in Sachsenhausen noch möglichst lange erhalten bleibt.

Alle weiteren Infos zu den Stücken, zum Spielplan und den Tickets findet Ihr HIER

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