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Die Stadt Frankfurt trauert um Wolfgang Kaus

19.07.2018 | 17:27 Uhr | Leute
Die Stadt Frankfurt trauert um Wolfgang Kaus

Frankfurt hat einen ganz großen Kulturschaffenden verloren: Im Alter von 83 Jahren verstarb am 18. Juli Wolfgang Kaus, der 33 Jahre lang Chef des Frankfurter Volkstheaters und dessen künstlerischer Leiter war. Wolfgang Kaus lebte für die Bühne – darauf wie dahinter.

Geboren wurde Wolfgang Kaus in Hofheim am Taunus. Nach der Schauspielschule in Wiesbaden arbeitete Kaus an renommierten Häusern in Frankfurt, Memmingen, Celle und Bonn. Im Hamburger Thalia-Theater stand er ein Jahr lang mit dem damals schon berühmten Harald Juhnke in „Liliom“ auf der Bühne. Parallel dazu brachte Wolfgang Kaus es auf nicht weniger als 60 Fernsehauftritte, ob in den „Stahlnetz“-Krimis, in der Zuckmayer-Verfilmung „Schinderhannes“ oder in Fritz Umgelters „Der Winter, der ein Sommer war“ mit Günter Strack, Horst Frank und Christian Quadflieg.

Kulturdezernentin der Stadt Frankfurt am Main, Ina Hartwig, drückte ihre tief empfundene Anteilnahme aus: „Wolfgang Kaus hatte sich dem Theater verschrieben; die Bühne war sein Zuhause. Mit seinem Tod geht eine Ära des Volkstheaters zu Ende. Er beherrschte noch alle Frankfurter Dialekte, deren Vielzahl für das eingeplackte Ohr schlicht faszinierend ist. Ich hatte das Glück, ihn noch kennenlernen zu dürfen. Stets herzlich und humorvoll, hatte Wolfgang Kaus ein feines Gespür für die Bedürfnisse seiner Mitmenschen. Die Stadt Frankfurt verdankt dem Schauspieler und Menschenfreund Wolfgang Kaus ungemein viel. Sein Theater verstand sich als ein versöhnendes, lokal verwurzeltes – aber selbstbewusst genug, die Weltliteratur auf Hessisch zu erden.“

Die Volksschauspielerin Liesel Christ war es, die Wolfgang Kaus nach Frankfurt geholt hat.  Hier übersetzte und bearbeitete er als Leiter des Volkstheaters Stücke von Shakespeare, Molière und Goldoni für den hessischen Dialekt und veranstaltete Rezitationen mit Texten von Goethe und Friedrich Stoltze. Mit dem „Urfaust“ gastierte er 1979 in Israel, für seine „Mutter Courage“ mit Liesel Christ in der Hauptrolle wurde er gefeiert, wie für zahlreiche weitere Klassiker, die er in die Frankfurter Mundart übertragen hat.

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