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Ferry Ahrlé – Würdigung eines großen Frankfurter Künstlers

27.03.2019 | 09:09 Uhr | Stadtgeflüster
Ferry Ahrlé – Würdigung eines großen Frankfurter Künstlers
Ferry Ahrlé – Würdigung eines großen Frankfurter Künstlers

Der Bau der ersten U-Bahnstrecken in Frankfurt hat viele Bürger vor über fünfzig Jahren fasziniert. Darunter war auch der Künstler Ferry Ahrlé, der in den 70er und 80er Jahren eine Reihe von Wandbildern der neu entstehenden U-Bahn-Strecken und -Stationen schuf. Es entstanden Bilder, die nicht nur toll anzusehen sind, sondern die auch ein bedeutendes Kapitel Stadtgeschichte festgehalten haben. Kein Wunder also, dass die VGF im Frühjahr 2018 an den Künstler herantrat, um eine Anbringung der Wandbilder in einer Frankfurter U-Bahnstation zu besprechen. Ahrlé war von der Idee sehr angetan, hat die schöne Umsetzung aber leider nicht mehr miterlebt. Er verstarb am 04. April 2018. Nun, fast ein Jahr nach dem Tod des Künstlers, wurden die Wandbilder an der Haltestelle Konstablerwache eingeweiht. Damit werden nicht nur die Arbeiten einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Auch erhält der Künstler eine längst überfällige Würdigung an einem sehr markanten Ort.   

Oberbürgermeister Peter Feldmann sagte bei Vorstellung der Bilder am Dienstag, 26. März: „Der gebürtige Frankfurter Ferry Ahrlé hat Spuren hinterlassen. Er war einer der vielfältigsten Künstler seiner Zeit. Wie seine Geburts- und über viele Jahre Heimatstadt, war er in Europa zuhause und in der Welt der Musik, des Films, des Fernsehens engagiert.“ Seine Bilder sind im Burgtheater in Wien und in der Wandelhalle unseres Römers ausgestellt. Zugleich schuf er Bilderzyklen zu den Werken Goethes, Dostojewski, Morgensterns. „Durch Ferry Ahrlés Werke über den U-Bahn-Bau wird die Anonymität der arbeitenden Menschen durchbrochen, die Arbeit untertage bekommt Gesichter. Harte Arbeit und moderne Technik wird anschaulich und nachvollziehbar.“ Es sei das Anliegen der Verkehrsgesellschaft Frankfurt, Kunst im öffentlichen und über den öffentlichen Raum mit dem Andenken an einen großen Frankfurter zu verbinden. 

Dem kann Thomas Wissgott, Geschäftsführer der VGF, nur zustimmen: „Wir sind hocherfreut, diese wunderschönen Zeitzeugnisse künftig an den Tunnelwänden des Bahnsteigs der U4/U5 Richtung Hauptbahnhof ausstellen zu können. Was viele nicht wissen, nicht nur hier, sondern in vielen weiteren Stationen sind namenswerte Kunstwerke zu sehen und nun gehört auch ein für Frankfurt so wichtiger Künstler wie Ferry Ahrlé dazu“, freut sich Wissgott bei der Präsentation. 

Alle Anwesenden waren sich einig: Ferry Ahrlé hat eine Würdigung wie diese verdient – und es soll, wenn möglich, nicht bei dieser einen bleiben. Denn schließlich hat Ahrlé in vielen kulturellen Bereichen Großes geschaffen. 1924 in Frankfurt geboren, verbrachte der Künstler seine Kindheit und seine Ausbildungszeit jedoch in Berlin, wo er an der Hochschule für bildende Künste studierte und Kontakt zum Deutschen Theater pflegte. Bis zuletzt hatten seine Frau Sigrid und er in beiden Städten ein Zuhause und pendelten regelmäßig zwischen der Hauptstadt und Frankfurt-Dornbusch. 

In den 50er Jahren befasste er sich mit der Plakatkunst unter anderem für Filme von Bellini, Bergmann, Buñuel, Truffaut und Polanski. Mit Architektur und Stadtlandschaft beschäftigt sich Ahrlé in seiner Zeit in Paris in den 60ern. Wieder zurück in Deutschland entstanden viele Bilderzyklen über philosophische, politische und künstlerische Themen. Zu Dostojewski, Goethe, Morgenstern und Ringelnatz verfasste er ganze Serien von Bilderzyklen. 

Ende der 70er Jahre bis 1990 arbeitete Ahrlé fürs Fernsehen an verschiedenen Drehbüchern und Serien. Er porträtierte in seiner Sendung „Sehr ähnlich, wer soll’s denn sein?“ große Persönlichkeiten, darunter Maria Schell, Marianne Hoppe, Johannes Heesters und viele weitere. Für diese besondere und unterhaltsame Art erhielt er in New York den „Golden Award“ auf dem „Internationalen Film- und Fernsehfestival“. Neben seinen Zeichnungen und Bildern veröffentlichte er eine Reihe von Büchern.

Die Wandbilder sind in der Konstablerwache an der U-Bahnhaltestelle der Linien U4 und U5 mit Fahrtrichtung Hauptbahnhof bzw. Bockenheimer Warte zu sehen.

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