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Frankfurt liest ein Buch 2017 – Das Programm wurde vorgestellt

28.03.2017 | 16:28 Uhr | Kultur
Frankfurt liest ein Buch 2017 – Das Programm wurde vorgestellt

Das Lesefest "Frankfurt liest ein Buch" feiert seinen achten Geburtstag! Seit 2010 hat es sich der gemeinnützige Verein "Frankfurt liest ein Buch e.V." zum Ziel gesetzt, die ganze Stadt dazu zu verführen, ein bestimmtes Buch, das jeder kennt oder kennen sollte, zu lesen. Dadurch sollten ausgewählte Autoren und Bücher ins kollektive Bewusstsein gerückt und auch vergriffene Bücher wieder zugänglich gemacht werden. Jung und Alt sollen zusammen lesen, zuhören und diskutieren. Der Erfolg der vergangenen Ausgaben des Lesefests hat gezeigt, wie gut ein solches Projekt von den Frankfurtern angenommen wird: über 80.000 Besucher wurden bei den rund 640 Veranstaltungen der ersten sieben Jahre gezählt. Auch 2017 haben die Veranstalter mit Hilfe von Zuschüssen der Stadt und Sponsoren ein unglaublich vielseitiges und attraktives Programm zusammenstellen können, das den ganz besonderen Stellenwert dieses Projekts perfekt unterstreicht.

Im Mittelpunkt von "Frankfurt liest ein Buch" steht in diesem Jahr Herbert Heckmanns Roman "Benjamin und seine Väter", ein Buch, in dem das Frankfurt der 1920er Jahre – insbesondere die Berger Straße mit ihren Gaststätten, Cafés, Geschäften und Hinterhöfen, aus der Sicht eines Kindes beschrieben wird. Vielen älteren Frankfurtern ist das bei Schöffling & Co. neu aufgelegte Buch natürlich ein Begriff. Aber mit Hilfe der zahlreichen tollen Veranstaltungen stehen die Chancen gut, dass sich durch "Frankfurt liest ein Buch" auch junge Leser für dieses schöne Buch begeistern. Immerhin befinden sich unter den mehr als 90 Veranstaltungen doch zahlreiche Angebote, die ein generationenübergreifendes Publikum ansprechen könnten. Überhaupt lässt sich beim Blick auf das Programm feststellen, dass die einzelnen Veranstalter hier eine ungeheure Kreativität an den Tag gelegt haben, um ihren Besuchern Kultur unterhaltsam, spannend und überraschend näher zu bringen. Schon jetzt dürfte klar sein: diese Ausgabe von "Frankfurt liest ein Buch" wird extrem spannend und vielseitig werden.

Ob in Buchhandlungen, Bibliotheken, Cafés, im Holzhausenschlösschen, im Deutschen Filmmuseum oder sogar in vier Privatwohnungen – vom 24. April bis zum 07. Mai wird in ganz Frankfurt dieses eine Buch gelesen. Und nicht nur in Frankfurt! 2017 sind auch Veranstaltungen in Bad Vilbel, wo Heckmann 1999 gestorben ist, Oberursel, Bad Soden, Offenbach und Gießen mit dabei. Damit wird deutlich, dass die Bedeutung des Lesefestes nicht nur für Frankfurt, sondern für die gesamte Region deutlich zugenommen hat. Umso erfreulicher ist es, dass das Engagement des Vereins 2016 mit dem BKM-Preis Kulturelle Bildung der Bundesregierung für Kultur und Medien gewürdigt wurde. Für die 2017er Ausgabe des Lesefests gibt es die Unterstützung von prominenten Gästen, darunter Schirmherr OB Peter Feldmann, die ehemalige Oberbürgermeisterin Petra Roth, Thomas Bäppler-Wolf, Jo van Nelsen, die junge Musikerin Fee, Schauspieler Dietmar Bär oder auch Wolfram Koch, Kommissar des Frankfurter TATORT Teams, aber natürlich auch von vielen ehrenamtlichen Helfern und Privatpersonen, ohne die der Aufwand, den die vielen Veranstaltungen mit sich bringen, gar nicht zu stemmen wäre.

Sehr schön ist es auch 2017 wieder, dass erneut einige Schulen dazu bewegt werden konnten, sich an dem Projekt zu beteiligen. Schließlich will auch ein Projekt wie "Frankfurt liest ein Buch" dazu beitragen, dass die kulturelle Zukunft der Stadt und damit auch der heranwachsenden Generationen, gesichert ist. Und da ist es mehr als wünschenswert, wenn sich die Verantwortlichen mal von ihren strikten Lehrplänen lösen und ihre Schüler zum kreativen Mitgestalten einer solchen Kulturveranstaltung animieren würden. Daher gilt den Schülern und Lehrern, die sich mit ganz besonderen Projekten beteiligen, ein ganz besonderes Lob für ihre Teilnahme in diesem Jahr und für ihre kreative Auseinandersetzung mit den gerade für Kinder durchaus auch heute noch sehr aktuellen Themen aus "Benjamin und seine Väter".

Das bunte Programm, der Einfallsreichtum der Veranstalter und der hohe Zuspruch der Besucher legen die Vermutung nahe, dass "Frankfurt liest ein Buch" auch 2017 wieder ein voller Erfolg wird und in diesem Jahr nicht zum letzten Mal veranstaltet wird.

Das komplett Programm, Informationen zu den Veranstaltungsorten und alle weiteren Infos gibt es HIER

Über das Buch

Benjamin Weis erblickt 1919 in Frankfurt als Sohn der ledigen Kanzleigehilfin Anna das Licht der Welt, vom Vater fehlt jede Spur. Der Anwalt Fritz Bernoulli nimmt sich der jungen Familie an, stellt Wohnung und Unterhalt zur Verfügung. So wächst Benjamin trotz der widrigen Umstände behütet in der Bergerstraße heran. Er taucht ein in die Welt von Don Quijote und Robinson Crusoe und erlebt mit seinen Freunden kleine und große Abenteuer. Doch da seine Mutter auf seine Fragen nach dem Vater ausweichend mit Märchen antwortet, muss sich Benjamin eben selbst immer neue Väter erfinden.

Herbert Heckmann zeichnet ein Panorama der zwanziger und dreißiger Jahre in Deutschland aus der Perspektive eines Kindes, das sich auf viele Dinge keinen Reim machen kann. Warum sein Ziehvater als Vaterlandsverräter beschimpft wird, warum niemand einschreitet, als ein angeblicher Kommunist auf der Straße zusammengeschlagen wird, warum sein jüdischer Freund nach Amerika auswandern muss, auf diese Fragen erhält der jugendliche Benjamin immer noch keine Antworten. Und so lautet sein Fazit: „Ich scheiße auf alle Väter, die uns ein solches Leben eingebrockt haben.“

Das Buch könnt Ihr HIER bestellen, oder noch besser in einer der Frankfurter Buchhandlungen erwerben!

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