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Frühjahrs-Dippemess 2021 abgesagt – Kommt die "Dippemess in the City"?

31.01.2021 | 12:12 Uhr | Stadtgeflüster
Frühjahrs-Dippemess 2021 abgesagt – Kommt die 'Dippemess in the City'?

Vor einem Jahr etwa hatten wir die Hoffnung geäußert, dass das Dippemess-Jubiläum, das eigentlich im Frühjahr 2020 hätte gefeiert werden sollen, im Herbst oder aber spätestens in diesem Frühling nachgeholt werden könnte. Doch der 675. Geburtstag unseres beliebten Volksfests kann leider auch jetzt nicht gefeiert werden. Denn wie Oberbürgermeister Peter Feldmann und Thomas Feda, Geschäftsführer der städtischen Tourismus+Congress GmbH Frankfurt am Main (TCF), bekannt gaben, wird auch die ursprünglich für den 26. März bis 18. April geplante Ausgabe der Dippemess nicht stattfinden. 

Aber ganz verzichten sollen die Frankfurterinnen und Frankfurter nicht auf ihre Dippemess – zumindest wenn es nach dem Oberbürgermeister geht. Er erklärte dazu: „Ich habe die TCF gebeten, eine einmalige Sonderausgabe der Dippemess im Sommer zu prüfen – unter dem Arbeitstitel ‚Dippemess in the City‘.“ Das Besondere an dieser Sonder-Dippemess wäre, dass diese nicht auf dem Festplatz am Ratsweg stattfinden würde, sondern dort, wo ihr früheres Zuhause war: In der Innenstadt. „Die Dippemess kimmt haam“, sagte Feldmann. „Bis 1967 standen noch Fahrgeschäfte auf dem Römerberg. Jetzt könnte die Dippemess helfen, die Innenstadt im Rahmen des von mir initiierten ‚Frankfurt-Plans‘ zu beleben. Damit schließt sich der Kreis. Denn ursprünglich war sie ein reiner Verkaufsmarkt. Unsere Zeil mit ihren vielen bunten Schaufenstern ist gewissermaßen eine moderne Weiterentwicklung.“ 

„Eine ‚Dippemess in the City‘ wäre auch der passende Rahmen, um das 675-jährige Jubiläum von 2020 nachzuholen“, erklärte Feldmann. „Eine Mischung aus Tradition und Moderne, angebunden an die beliebteste Einkaufsstraße Deutschlands – das ist aus meiner Sicht genau das Signal, dass wir für den Aufbruch nach dem harten Corona-Winter brauchen.“ 

Dennoch sei der Ausfall der Frühjahrs-Dippemess bedauerlich. „Wir haben die Entscheidung so lange wie möglich hinausgezögert“, erklärte Feldmann. „Unsere Hoffnung war, dass die Infektionszahlen nach unten gehen und ein Volksfest - wenn auch unter besonderen Bedingungen und Hygienemaßnahmen - stattfinden könnte. Aber der Verlauf der Pandemie während der letzten Wochen und die notwenigen Maßnahmen zu deren Eindämmung haben diese Hoffnung zunichte gemacht.“ 

Und die Entscheidung noch länger hinauszuzögern, wäre alleine für die Schausteller nicht möglich gewesen. Denn jetzt. Knapp zwei Monate vor dem geplanten Festbeginn, müssten verbindliche Aufträge für Infrastrukturmaßnahmen wie Stromversorgung, Sanitäranlagen und anderes auf dem Festplatz erteilt werden und die Schausteller müssten Ware ordern sowie Personal einstellen. Somit musste eine Entscheidung gefällt werden, um eine ohnehin von der Pandemie besonders betroffene Branche nicht einem zusätzlichen finanziellen Risiko auszusetzen. 

„Wir bedauern die Absage sehr, sind aber auch unseren Schaustellerinnen und Schaustellern, Partnern und Dienstleistern schuldig, Planungssicherheit zu schaffen“, erläuterte Feda, dessen Tourismus+Congress GmbH die Dippemess alljährlich veranstaltet. 

Die Möglichkeit, dass die Dippemess in einer besonderen Form im Sommer nachgeholt werden könnte, ist sicherlich ein kleiner Hoffnungsschimmer. Doch wenn uns die letzten Monaten eines gelehrt haben, dann ist es der völlig unvorhersehbare Verlauf der Pandemie. Ob sich die Lage im Sommer so weit entspannt hat, dass eine „Dippemess in the City“ stattfinden könnte, ist daher zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr als Spekulation. Doch wie heißt es gerade in dieser schwierigen Zeit so oft: Die Hoffnung stirbt zuletzt…

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