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Großräumige Evakuierung: Fliegerbombe in Frankfurt gefunden

31.08.2017 | 12:43 Uhr | Service
Großräumige Evakuierung: Fliegerbombe in Frankfurt gefunden

Alles, was Ihr über die Evakuierung wissen müsst

Bei Bauarbeiten in der Nähe des Campus Westend wurde am Dienstag eine englische Luftmine vom Typ HC-4000 gefunden. Laut Kampfmittelräumdienst ist die 1,8 Tonnen schwere Bombe mit 1,4 Tonnen Sprengstoff TNT gefüllt und verfügt daher über eine enorme Sprengkraft. Obwohl momentan keine Gefahr von dem Sprengkörper ausgeht, wären im Fall einer Explosion Tausende Häuser betroffen. Deshalb wird am Sonntag die wohl größte Evakuierungsaktion der Nachkriegszeit stattfinden. In einem Radius von 1,5 km rund um den Fundort der Luftmine müssen alle Anwohner die Häuser verlassen. Von der Evakuierung, die um 6 Uhr beginnen soll, sind auch der Hessische Rundfunk oder auch das Polizeipräsidium betroffen. Das Marienkrankenhaus und das Bürgerhospital müssen ihre Patienten in andere Krankenhäuser verlegen, geplante Operationen wurden auf die nächste Woche verschoben. Und auch die Bewohner von etwa zwanzig Altenheimen müssen am Sonntag woanders untergebracht werden. Zudem ist natürlich auch der Nahverkehr betroffen. Weder Busse, noch U-Bahnen fahren in dem Gebiet.

Es wird davon ausgegangen, dass über 60.000 Menschen von der Evakuierung betroffen sind. In einer gemeinsamen Pressekonferenz haben Polizei und Feuerwehr unterstrichen, dass es enorm wichtig ist, dass alle Bürgerinnen und Bürger mithelfen, damit die Evakuierung reibungslos verlaufen und der Zeitplan für die Entschärfung eingehalten werden kann. Da für die Organisation und Durchführung enorm viel Aufwand betrieben wird, wird gebeten, bei Fragen nicht die 110 oder die 112 zu wählen. Alle wichtigen Infos sind HIER im Internet, sowie über die Social Media Kanäle von Polizei und Feuerwehr zu finden. Zudem hat die Stadt ein Bürgertelefon eingerichtet, das rund um die Uhr erreichbar ist. Die Nummer lautet: 069/212111

Was Ihr tun könnt/müsst:

Schaut Euch die Karte an und überprüft, ob Ihr im Evakuierungsgebiet wohnt

Wenn ja, müsst Ihr den Bereich am Sonntag, 03.09.2017, zwischen 6 und 8 Uhr räumen.

Wichtig: Es gibt keine Ausnahmen! Wer im Evekuierungsgebiet wohnt, muss den Bereich verlassen. Diskussionen sind unnötig und verzögern nur den Ablauf der Aktion, worunter dann letztendlich alle Anwohner zu leiden haben. 

Wenn Ihr Eure Wohnung nicht eigenständig verlassen könnt oder Menschen kennt, auf die das zutrifft, meldet das bitte dem Bürgertelefon

Wenn Ihr Menschen kennt, die kein Deutsch oder kein Englisch sprechen, informiert sie bitte über die Evakuierungsmaßnahmen

Informiert Euch am Sonntag regelmäßig über den Fortschritt der Arbeiten

Folgt den Anweisungen von Polizei und Hilfskräften

Plant ein, dass Ihr am Sonntag nicht vor 20 Uhr in Eure Wohnungen zurückkehren könnt.

Für die eigentliche Entschärfung sind derzeit rund 4 Stunden angesetzt. Doch auch nach erfolgreicher Entfernung der drei Zünder bleiben die Sperrungen noch erhalten, damit zunächst einmal die alten Menschen zurück in die Altenheime und die Patienten zurück in die Krankenhäuser transportiert werden können. Erst danach dürfen auch die Anwohner wieder in ihr Zuhause.

Sucht Euch also für den Sonntag ein schönes Plätzchen außerhalb der Sperrzone. Wer zwar mobil ist, aber keinen Platz zum Unterkommen hat, für den gibt es natürlich auch Hilfe. Zwei Messehallen, die Jahrhunderthalle, die Ballsporthalle und ein paar andere Orte stehen dafür bereit. Auch in diesem Fall bitte das Bürgertelefon anrufen.

Wichtig: Der ärtzliche Bereitschaftsdienst im Bürgerhospital ist spätestens ab Samstag Abend, eventuell aber schon früher, nicht mehr verfügbar!

Rundum informiert bleibt Ihr unter:  

www.feuerwehr-frankfurt.de

Wie fahren Busse und Bahnen?

Alle U-Bahnen werden ab Betriebsbeginn am Sonntagmorgen planmäßig verkehren, und vielfach durch zusätzliche Wagen mehr Platz bieten. Um 8 Uhr werden alle U-Bahn-Züge den Evakuierungsbereich verlassen haben. Sobald am Abend die Sperrung aufgehoben wird, nehmen die U-Bahnen „Zug um Zug“ den Betrieb auf ihren gesamten Strecken wieder auf.

Während der Sperrung, also von 8 bis voraussichtlich etwa 20 Uhr, fahren die U-Bahnen folgendermaßen: Auf der sogenannten A-Strecke verkehren die U-Bahnen während der Sperrung zwischen Südbahnhof und Hauptwache sowie ab Hügelstraße (U1, U2) beziehungsweise Heddernheim (U3, U8) nach Ginnheim, Bad Homburg-Gonzenheim, Oberursel-Hohemark und auf den Riedberg. Zwischen Hauptwache und Hügelstraße wird der Betrieb eingestellt.

Die Linie U4 kann zwischen Enkheim und Festhalle/Messe ungehindert verkehren. Zwischen Festhalle und Bockenheimer Warte müssen die Fahrgäste auf die Linie verzichten.

Die U5 verkehrt nur zwischen Preungesheim und der Station Marbachweg/Sozialzentrum. Von dort bis zur Konstablerwache ist die Strecke gesperrt; zwischen Konstablerwache und Hauptbahnhof steht die Linie U4 als Alternative zur Verfügung.

Die Linien U6 und U7 verkehren nicht zwischen Leipziger Straße und Hauptwache. Die U6 fährt auf den Abschnitten Heerstraße – Leipziger Straße und Zoo – Ostbahnhof. Die U7 ist zwischen Hauptwache und Eissporthalle/Festplatz unterwegs – wegen Bauarbeiten im Riederwald fährt sie schon seit Montag, 28. August, nicht bis Enkheim; die Linie U4 dient als Ersatz. Zwischen Hausen und Industriehof werden Fahrgäste gebeten, auf die Buslinie 72 auszuweichen.

Die Linie U9 verkehrt planmäßig.
Auch die Straßenbahnen können ungehindert von der Evakuierung ver-kehren – mit einer kleinen Ausnahme: Die Linie 16 wird während der Sperrung, von Oberrad kommend, ab der Haltestelle Adalbert-/Schloßstraße zum Westbahnhof geleitet. Weiter über die Bo-ckenheimer Warte nach Ginnheim kann sie nicht fahren.

Busse: Diese fünf Buslinien werden am Sonntag ganztägig nicht verkeh-ren:
-Linie 32 (Ostbahnhof – Miquel-/Adickesallee – Westbahnhof),
-Linie 34 (Gallus Mönchhofstraße – Bornheim Mitte),
-Linie 36 (Westbahnhof – Konstablerwache – Sachsenhausen Hainer Weg
- Linie 64 (Ginnheim – Miquel-/Adickesallee – Hauptbahnhof)
- Linie 75 (Bockenheimer Warte – Uni-Campus Westend - Bockenheimer Warte)
- Die Buslinie 50 kann ganztätig nicht auf ihrer kompletten Strecke verkehren. Sie kommt nicht bis zur Bockenheimer Warte, sondern wird auf ihrer Fahrt von Unterliederbach West bereits an der Messe gewendet.

Die ganztägige Unterbrechung von fünf Linien liegt erstens daran, dass sie alle den gesperrten Bereich durchqueren. Zweitens ist traffiQ von den Verantwortlichen gebeten worden, Linienbusse und Fahrpersonal in großer Zahl zur Verfügung zu stellen, um Anwohner aus der Evakuierungszone zu den Unterbringungsstellen und wieder zurück zu fahren. Die Busse werden am Sonntagmorgen an mehreren Sammelstellen bereitgestellt.

Die traffiQ bemüht sich, bei den beauftragten Busverkehrsunternehmen noch weiteres Fahrpersonal und weitere Busse zu organisieren; eventuell müssen Busse auch kurzfristig noch von anderen Linien abgezogen werden.

Ganz wichtig: Erst informieren, dann losfahren! Die städtische Nahverkehrsgesellschaft traffiQ und die VGF empfehlen all ihren Fahrgästen, die am Sonntag unterwegs sein müssen, sich vor Fahrtantritt zu informieren, wie sie ans Ziel kommen. Da die Fahrplanauskunft im Internet so kurzfristig nicht mehr angepasst werden kann, empfiehlt sich der Anruf beim RMV-Servicetelefon unter 069/2424-8024, das rund um die Uhr zu erreichen ist.

Die massiven Einschränkungen, die der Nahverkehr durch die Bombenentschärfung hinnehmen muss, werden es trotz des engmaschigen Frankfurter Nahverkehrsnetzes nicht immer leicht machen, schnell und bequem jedes Ziel zu erreichen.

Alle Informationen stehen unter Vorbehalt, sie können sich aufgrund einer anderen Lageeinschätzung durch Polizei oder Feuerwehr auch kurzfristig ändern.

Ein tolles Angebot der städtischen Museen: gegen Vorlage des Personalausweises gibt es für alle Betroffenen am 03.09. freien Eintritt!

Zu den städtischen Häusern zählen: Archäologisches Museum, Caricatura Museum, Deutsches Architekturmuseum, Hindemith Kabinett, Historisches Museum, Ikonen-Museum (geschlossen wegen Ausstellungsaufbau), Institut für Stadtgeschichte, Jüdisches Museum (Achtung: Aufgrund von Erweiterungs- und Renovierungsmaßnahmen ist das Museum bis 2018 geschlossen), Kinder Museum, MMK 1 des MMK Museum für Moderne Kunst, MMK 2 des MMK Museum für Moderne Kunst (geschlossen wegen Ausstellungsaufbau), MMK 3 des MMK Museum für Moderne Kunst, Museum Angewandte Kunst, Museum Judengasse, Porzellan Museum und das Weltkulturen Museum. Das Deutsche Architekturmuseum hat zusätzlich seine Öffnungszeiten auf 8 bis 20 Uhr erweitert.

Der Initiative haben sich auch viele nicht-städtische Häuser angeschlossen: Das Städel Museum, die Schirn Kunsthalle Frankfurt und die Liebieghaus Skulpturensammlung sowie das Goethe-Haus und das Bibelhaus gewähren ebenfalls während der regulären Öffnungszeiten der Häuser freien Eintritt für die betroffenen Anwohner. Ebenso das Deutsche Filmmuseum, welches zudem seine Öffnungszeiten auf 8 bis 18 Uhr erweitert hat.

Attraktive Hotelangebote für Betroffene der Evakuierung

Für die betroffenen Bewohner hat die Frankfurt Hotel Alliance in Kooperation mit der Tourismus+Congress GmbH kurzfristig Hotelangebote für eine Nacht organisiert. Die Übernachtung kostet zwischen 49 und 69 Euro pro Person im Doppelzimmer, inklusive Frühstück.

Besonders lukrativ ist das Arrangement für Familien: Bis zu zwei Kinder, die das zwölfte Lebensjahr noch nicht überschritten haben, zahlen nichts. Auch die Check-Out-Zeit wurde an die Bedürfnisse der Evakuierten angepasst. Am Samstag, 2. September, können Gäste ab 16 Uhr im gebuchten Hotel einchecken und bis 16 Uhr am darauffolgenden Tag bleiben. Die Zimmer können direkt in den teilnehmenden Hotels gebucht werden.

Weitere Informationen unter sind unter

www.frankfurt-tourismus.de/hotelangebot

im Internet abrufbar.

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