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HAND TO GOD – Das English Theatre präsentiert dämonisch gutes Puppenspiel

27.03.2018 | 14:42 Uhr | Kultur
HAND TO GOD – Das English Theatre präsentiert dämonisch gutes Puppenspiel

Nach dem großen Erfolg des Musicals JEKYLL & HYDE präsentiert das English Theatre den nächsten gelungenen Beitrag zum Thema „The Monster in me“. Bis zum 29. April wird hier der Broadway-Erfolg „Hand to God“ von Robert Askins gespielt. Das Stück ist bitterböse, politisch herrlich unkorrekt, überraschend und hintergründig. Erzählt wird die Geschichte des schüchternen Jason (Nicholas Hart), der sich nach dem Tod seines Vaters endlich wieder etwas Normalität in seinem Leben wünscht. In der von seiner Mutter Margery (Sarah Waddell) geleiteten Puppenspielgruppe der Kirchengemeinde von Cypress, Texas, entdeckt der Junge ein unerwartetes Talent und gewinnt sogar die Sympathie von Jessica (Samantha Dakin) – bis seine Handpuppe Tyrone ein teuflisches Eigenleben entwickelt. Was sich zunächst in gnadenloser Ehrlichkeit und derben Sprüchen äußert, stürzt Jason bald schon in extremes Gefühlschaos – mit blutigen Folgen…

Obwohl „Hand to God“ durchaus als Groteske bezeichnet werden kann, versinkt diese ungewöhnliche Coming-of-Age Geschichte nie in extremer Überzeichnung. Die Charaktere wirken echt und gerade Jasons Gefühle sowie seine Probleme sind absolut nachvollziehbar. Gleiches gilt auch für seine Mutter, die verzweifelt versucht, ihre Wut und ihre Trauer hinter einer Normalität zu verstecken, die irgendwann in einer Extremsituation zusammenbricht. Es ist ein kleines Kunststück, dass all das in sehr viel mitunter im wahrsten Sinne des Wortes bissigen Humor eingebettet ist. Doch so viel Spaß das Stück macht, so macht die Geschichte auch ein wenig nachdenklich, sobald sich das Gelächter gelegt hat.

Dass diese Komödie, die wahrlich nichts für Zartbesaitete ist, auch so gut funktioniert, ist nicht nur dem hervorragenden Buch und der Regie von Derek Anderson, sondern auch dem großartigen Spiel der fünf menschlichen Schauspieler und der beiden Puppen geschuldet. Besonders Nicholas Hart, der die Rolle des Jason bereits am Londoner West End gespielt hat, schafft es perfekt, Tyrone Leben einzuhauchen, so dass man schnell vergisst, dass hier nur mit einer Handpuppe gespielt wird. Hart wechselt perfekt zwischen dem weinerlichen, leisen Klang von Jason zu der harten, krächzenden Stimme von Tyrone hin und her und liefert auch bei den physischen Auseinandersetzungen zwischen dem Jungen und seiner Handpuppe eine wirklich tolle Leistung ab. Respekt!

Der „New Yorker“ bezeichnete das Stück als eine Mischung aus „Sesamstraße“ und „Der Exorzist“, was sich auch in dem Bühnenbild wunderbar wiederspiegelt. Besonders der Raum, in dem die jungen Menschen durch das Puppenspiel näher an die Bibel gebracht werden sollen, verwandelt sich im Laufe des Stücks von einem fröhlich-bunten Ort voller christlicher Botschaften in einen düsteren, dämonischen Platz, angefüllt mit vielen kleinen, abgrundtief bösen Details. Hier hat das Team vom English Theatre Frankfurt mal wieder großartige Arbeit geleistet.

Wer es böse, zynisch, etwas blutig und abgründig mag, dem kann diese Horrorkomödie nur wärmstens ans Herz gelegt werden. Gespielt wird die Deutschlandpremiere von „Hand to God“ noch bis zum 29. April. Das solltet Ihr Euch nicht entgehen lassen – you`ll have a bloody good time!

Mehr Infos findet Ihr auch HIER

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