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Jüdisches Museum zeigt Jakob Nussbaum im Hessenpark

22.03.2018 | 08:02 Uhr | Kultur
Jüdisches Museum zeigt Jakob Nussbaum im Hessenpark

Not macht erfinderisch: Noch ist das Jüdische Museum wegen Um- und Erweiterungsbau geschlossen. Daher wurde diese erste Ausstellung seit der Schließung des Rothschild-Palais in Kooperation mit dem Freilichtmuseum Hessenpark entwickelt und durch dieses ermöglicht. Im wunderbaren Ambiente des Freilichtmuseums können Besucher bis zum 02. Dezember solche Werke Nussbaums bewundern, die sich mit der Landschaftsmalerei beschäftigen. Dabei werden sowohl Nussbaums impressionistische Gemälde von Frankfurter Stadtansichten als auch Druckgrafiken, die während des Ersten Weltkriegs oder auf seinen Reisen durch Europa und nach Palästina entstanden, ausgestellt. Neben diesen Gemälden und Druckgrafiken zeigt die Ausstellung auch erstmals Dokumente und Reproduktionen von Familienfotos aus dem Nachlass des Künstlers.

Die Ausstellung zeigt neben einigen Leihgaben vor allem Gemälde, Grafiken und persönliche Dokumente aus der Nussbaum-Sammlung des Jüdischen Museums. Sie wird von intensiven Bemühungen begleitet, diesen Sammlungsschwerpunkt um den künstlerischen Nachlass zu erweitern und ein Jakob Nussbaum-Archiv am Jüdischen Museum Frankfurt aufzubauen.

Jakob Nussbaum (1873-1936) wurde im hessischen Dorf Rhina geboren und zog 1883 mit seiner Familie nach Frankfurt. Er gehört zu den beliebtesten Malern Frankfurts während der Weimarer Republik und zu einem der wenigen weithin bekannten deutschen Impressionisten. Die Ausstellung zeigt, in welchem Maße der Künstler in erster Linie den Eindruck wiedergibt, den sein unmittelbares Umfeld auf ihn macht. Im Zentrum seines künstlerischen Schaffens steht dabei das Motiv der Landschaft. Die Grafiken und Gemälde Nussbaums geben sowohl städtisches Leben und industrielle Kultur als auch eine vom Krieg, den Jahreszeiten oder der Landwirtschaft geprägte Natur wieder.

Die Ausstellung des Jüdischen Museums in Kooperation mit dem Freilichtmuseum Hessenpark ist Mittwoch, Freitag, Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 9 Euro für Erwachsene und 1 Euro für Kinder; der Preis für die Familienkarte beträgt 19 Euro.

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