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Neugestaltung des "Clara Schumann Foyers" in der Alten Oper ist abgeschlossen

28.08.2021 | 11:44 Uhr | Lieblingsorte
Neugestaltung des 'Clara Schumann Foyers' in der Alten Oper ist abgeschlossen
Neugestaltung des 'Clara Schumann Foyers' in der Alten Oper ist abgeschlossen
Neugestaltung des 'Clara Schumann Foyers' in der Alten Oper ist abgeschlossen

Die Corona-bedingte Schließung von Kulturstätten wurde in der Alten Oper für ein besonderes Projekt genutzt: eine umfangreiche Neugestaltung des Pausenfoyers im 1. OG des Hauses. Damit erstrahlt einer der zentralen und am stärksten frequentierten Orte der Alten Oper in ganz neuem Glanz – rechtzeitig zum 40. Jubiläum seiner Wiederöffnung am Samstag, 28. August! Mit der Umgestaltung erhält das Foyer auch einen neuen Namen: es heißt nun „Clara Schumann Foyer“.

Damit gibt es zum Spielzeitbeginn 2021/22 nicht nur ein modernes Pausenfoyer, sondern auch ganz neue Möglichkeiten für Veranstaltungen und Begegnungen. Grundsätzlich ermöglicht wurde die Neugestaltung durch die Förderung der Dr. Marschner Stiftung und der Cronstett- und Hynspergischen evangelischen Stiftung, die eine Spende in Höhe von insgesamt einer Million Euro zur Verfügung gestellt haben.

„Vor 40 Jahren öffnete die Alte Oper erstmals wieder ihre Pforten“, so Oberbürgermeister Feldmann. „Und ebenso wie damals erst das Engagement der Bürgerinnen und Bürger die Wiedereröffnung möglich machten, sind es nun zwei Stiftungen, die den Weg für die Neugestaltung des Pausenfoyers geebnet haben. Das ist alles andere als selbstverständlich. Sich einzubringen, sich zu fragen: Was kann ich tun – das hat in Frankfurt Tradition. Die großzügige Spende der Dr. Marschner Stiftung und der Cronstett- und Hynspergischen evangelischen Stiftung ist auch ein Bekenntnis zu unserer Stadt. Sie anerkennt, welche Bedeutung die Alte Oper für Frankfurt hat. Sie ist ein Ankerpunkt der Kulturszene dieser Stadt – und sie verdient ein Foyer, das dieser Bedeutung gerecht wird. Auch die Namenswahl ist mehr als geglückt. Sie rückt Clara Schumann in den Mittelpunkt, die weit mehr war als ‚nur‘ die Ehefrau von Robert Schumann. Sie war Pianistin, Komponistin, Lehrerin – und vor allem eine der prägenden Gestalten der Musikgeschichte, weit über ihren Tod im Jahr 1896 hinaus.“

Kulturdezernentin Hartwig, Bauherrin und stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats der Alten Oper, sagte: „Ich freue mich sehr, dass wir pünktlich zum 40-jährigen Jubiläum der Alten Oper dieses schöne, zeitgemäße Foyer eröffnen können. Ein Foyer, das nicht nur heller, freundlicher und offener anmutet, sondern das auch, nicht zuletzt durch die Erweiterung der Nutzungsfläche, in noch größerem Maße der Multifunktionalität des Konzert- und Kongresshauses Rechnung trägt.“ Und führte weiter fort: „Der Tradition des Hauses folgend, seine Foyers nach großen, eng mit Frankfurt verbundenen Musikerpersönlichkeiten zu benennen, wird – nach Paul Hindemith und Albert Mangelsdorff – mit dem Namen ‚Clara Schumann Foyer‘ erstmals eine Frau gewürdigt. Clara Schumann, Ehefrau des jung verstorbenen Komponisten Robert Schumann und selbst die bedeutendste Pianistin ihrer Zeit, ließ sich 1878 in Frankfurt nieder und prägte als ‚erste Klavierlehrerin‘ des Dr. Hoch‘s Konservatoriums über viele Jahre das Musikleben unserer Stadt.“

Der Intendant und Geschäftsführer der Alten Oper, Markus Fein, hob hervor: „Das neue ‚Clara Schumann Foyer‘ gibt uns vielfältige Möglichkeiten und kommt unseren Besucher*innen ebenso wie unseren Kooperations- und Vertragspartnern nachhaltig zugute. Wir werden die neuen Räumlichkeiten zum Beispiel für Begleitveranstaltungen, Künstlergespräche, kleinere Konzerte und im Bereich Kongresse und Events nutzen. Die Alte Oper versteht sich als ein Ort der Begegnung. Mit dem neugestalteten Foyer werden wir dies auf schöne Weise noch erlebbarer machen können.“

Das Foyer hat eine gegenüber der früheren Raumstruktur eine offenere, hellere Anmutung. Durch die Entfernung der Garderobenanlagen wurde die begehbare Fläche vergrößert, ferner erhielt das Foyer eine räumliche Trennbarkeit sowie großzügige Flächen für mediale Präsentationen. Architekt Nicolai Steinhauser vom Büro Jourdan & Müller Steinhauser sagte zum Konzept und den Entwürfen: „Die raumbildende Gestaltung ist eine Aufgabe, mit der sich unser Büro seit langem beschäftigt. Der Herausforderung, an diesem zentralen Ort im Rahmen der Brandschutzsanierung einen Nukleus zu schaffen, der den Anstrengungen der kommenden Jahre einen gestalterischen Rahmen verleiht, sind wir mit großem Engagement begegnet. Die Neukonzeption des Foyers greift die bestehenden Strukturen und Materialien auf und interpretiert diese in neuer Form, dabei verleiht sie dem Raumensemble der Alten Oper in seiner Eigenständigkeit einen neuen Akzent.“

Die Umbaumaßnahmen erfolgten während der Theaterferien der vergangenen zwei Jahre sowie zum Teil während der pandemiebedingten Schließung des Spielbetriebs und in enger Verzahnung mit der allgemeinen Brandschutzsanierung der Alten Oper. Für die Foyer-Neugestaltung wurden 1,4 Millionen Euro, davon 1 Millionen Euro Stiftungsgelder sowie 400.000 Euro Eigenmittel der Alten Oper, aufgebracht. Im Rahmen der allgemeinen Brandschutzsanierung hat die Stadt Frankfurt für den Foyerbereich zusätzliche Mittel in Höhe von circa drei Millionen Euro investiert.

Die Projektleitung lag in den Händen des Amts für Bau und Immobilien der Stadt Frankfurt (ABI), mit der Konzeption und Umsetzung war das Architekturbüro Jourdan & Müller Steinhauser beauftragt.

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