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Niemals geht man so ganz – Das Theatrallalla Theater schließt seine Pforten

25.09.2018 | 08:33 Uhr | Kultur
Niemals geht man so ganz – Das Theatrallalla Theater schließt seine Pforten

Es wird ein Abschied mit einem lachenden und einem weinenden Auge für Thomas Bäppler-Wolf, wenn nach der kommenden Saison sein kleines Theatrallalla Theater auf der Friedberger Landstraße für immer seine Pforten schließen wird. Die Entscheidung hat er sich nicht leicht gemacht. Doch da das Areal demnächst neu bebaut werden soll und so eine relativ kurzfristige Kündigung des Mietverhältnisses immer drohend im Raum stehen würde und der Theaterbetrieb, der völlig ohne Subventionen auskommen muss, nicht mehr kostendeckend abläuft – besonders in einem heißen Sommer wie 2018 – sah sich Thomas Bäppler-Wolf gezwungen, die Reißleine zu ziehen. Ende April/Anfang Mai 2019 wird hier der letzte Vorhang fallen.

Vor dreißig Jahren hat der ehemalige Tanzlehrer in den Räumlichkeiten seine Tanzschule eröffnet, bevor er sie dann vor 25 Jahren auch regelmäßig für seine Shows als Bäppi La Belle nutzte. Mit der Schließung des Volkstheaters kam dann die Entscheidung, das Theatrallalla auch als festes Theaterhaus zu nutzen. Es folgten einige sehr erfolgreiche Produktionen wie die wunderbare Schlagerrevue „Verliebt, Verlobt, Verheiratet“, die Musical-Adaption von „Das Haus in Montevideo“  oder zuletzt die Agatha Christie Parodie „Miss Moppel: 16.50 nach Offenbach“, die dem Theater eine stolze Auslastung von 98% beschert hat.

Für Bäppler-Wolf ist das Ende des Theatrallalla kein Grund zur Traurigkeit: „Auch wenn es einige gerne sehen würden, Bäppi geht nicht in Rente“, verspricht er und fügt an: „Das ist kein Abschied!“. So werden die Theaterstücke zukünftig in Bürgerhäusern und Apfelweingaststätten, die über die nötige Kapazität verfügen, aufgeführt. Und auch die Bäppi-Show geht 2019 auf Tour, bis für sie eine neue Bleibe gefunden ist. Denn gemeinsam mit Gabriel Groh, mit dem er schon bei vielen Produktionen zusammengearbeitet hat und einmal im Monat im Pik Dame den beliebten Pik Sonntag veranstaltet hat, möchte Bäppi ein neues Kleinkunsttheater eröffnen. Dafür muss eigentlich nur noch die passende Location gefunden werden, die maximal 60 Leuten Platz bietet und in der dann zukünftig die Bäppi-Show ihr neues Zuhause hätte.

Neben Theater und Show hat Bäppi aber auch noch einige andere heiße Eisen im Feuer. Langweilig wird es dem Entertainer ganz bestimmt nicht. So wird es weiterhin seine stets schnell ausverkaufte Thermomix Show geben und auch die Altstadtführungen gehen nach einer Weihnachts- und Fastnachtspause weiter. Zudem arbeitet Bäppi gemeinsam mit der Journalistin Nicole Breevord, die viele Jahre für das Journal Frankfurt geschrieben hat, an einem Buch über die Frankfurter Altstadt. Das Buch, das im März 2019 im Eigenvertrieb veröffentlicht werden soll, wird eine Mischung aus Bildband und besonderen Geschichten über die Altstadt werden – wobei sich das Ganze nicht auf das Areal der sogenannten „neuen Altstadt“ beschränken wird. Man darf gespannt sein.

Und dann kommt Bäppi ja auch noch ins Kino. Im Moment befindet sich die Bond-Parodie „Specktre“ noch in der aufwendigen Post-Produktion, bevor sie am 06. November im Kinopolis im MTZ große Premiere feiern wird. Von der Dreherfahrung und dem Ergebnis ist Bäppi derart begeistert, dass er plant, nun jedes Jahr einen ganz besonderen Frankfurt-Film zu drehen. „Die Rückkehr der Bembel-Ritter“ könnte dabei ebenso Realität werden, wie eine Verfilmung von „Miss Moppel“ oder das sehr aufwendige Projekt „Nachts im Historischen Museum“.

Von einem Abschied kann also wirklich nicht die Rede sein. Dafür aber von dem Ende eines Abschnitts, der für die Frankfurter Kulturszene durchaus einen Verlust darstellt – aber eben auch den Beginn für etwas Neues, das diesen Verlust auf lange Sicht durchaus ausgleichen kann. Wer die neue Spielzeit nutzen möchte, um dem Theatrallalla noch einmal Lebewohl zu sagen, der findet HIER alle Infos zu Stücken, Spielzeiten und den Tickets.

 

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