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S6 fährt wieder: Sommerbaustelle zwischen Frankfurt (West) und Bad Vilbel wie geplant abgeschlossen

02.09.2022 | 16:12 Uhr | Service
S6 fährt wieder: Sommerbaustelle zwischen Frankfurt (West) und Bad Vilbel wie geplant abgeschlossen

Die Bauprojekt ist zwar noch nicht abgeschlossen und es wird auch in den kommenden Monaten immer mal wieder Sperrungen geben. Doch die gute Nachricht ist, dass jetzt erst einmal Aufatmen bei Bahn-Pendlerinnen und Pendlern angesagt ist: Denn nach zwölf langen Wochen Teil- und Vollsperrung können ab Montag, 5. September, gegen halb fünf Uhr morgens die Züge wieder vollständig über die Bahnstrecke zwischen Frankfurt (West) und Bad Vilbel fahren. Die Deutsche Bahn (DB) hat die während der Sperrpause geplanten Bauarbeiten fristgemäß abgeschlossen. Der erste Zug auf der frisch wiedereröffneten Strecke soll um 4:35 Uhr die S6 von Bad Vilbel in Richtung Frankfurt sein.

Damit ist ein wichtiges Etappenziel für das Projekt ‚Eigene Gleise für die S6‘ erreicht, wie Gerd-Dietrich Bolte, Leiter Infrastrukturprojekte Mitte, DB Netz AG erklärt: „Die letzten Wochen waren für alle ein echter Kraftakt.“, so Bolte. „Nicht nur für das Bauteam, dem ich ausdrücklich für sein Engagement und seinen Einsatz danke, sondern auch für die betroffenen Reisenden, Anwohnerinnen und Anwohner, Pendlerinnen und Pendler. Ich weiß, dass wir ihnen in den letzten Wochen aufgrund der mit der Sperrung verbundenen Einschränkungen im Zugverkehr viel zugemutet haben. Für Ihre Geduld und Ihr Verständnis daher: Herzlichen Dank.“

Der Ausbau der Gleise zwischen Frankfurt (West) und Friedberg ist eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte der Rhein-Main Region. Die S6 kann künftig auf eigenen Gleisen unterwegs sein und unabhängig von Nah- und Fernverkehr schneller, regelmäßiger und zuverlässiger fahren. Insgesamt entstehen bis Ende 2023 zwischen Frankfurt (West) und Bad Vilbel 13 Kilometer neue Gleise, acht neue Eisenbahn-, Straßen-, Geh- und Radwegüberführungen, 19 Kilometer Schallschutzwände und ein neuer Haltepunkt in Frankfurt Ginnheim. Um kompakt möglichst viele Arbeiten durchführen zu können, war in diesem Sommer eine Sperrpause von insgesamt 12 Wochen nötig. Zunächst vier Wochen Teilsperrung im Juni, in der die Bahnen weiterhin eingleisig verkehren konnten. Danach folgte eine achtwöchige Vollsperrung der Strecke vom 9. Juli bis zum 5. September. Statt der S-Bahn fuhren in dieser Zeit Busse, der Regional- und Fernverkehr wurde umgeleitet. Für alle, die auf die Bahn angewiesen sind, hat das zum Teil längere Wege zur Arbeit und andere Unannehmlichkeiten mit sich gebracht.

Neue Fernbahngleise zwischen Frankfurter Berg und Bad Vilbel

Um den engen Zeitplan der Bauarbeiten während der Sperrpause einhalten zu können, hat die DB in den letzten Wochen in mehreren Schichten tagsüber und vielfach auch in den Nachtstunden mit Hochdruck gearbeitet. Unter anderem hat sie in dieser Zeit den Bahndamm sowie die Stützwände an der Nidda zwischen Frankfurter Berg und Bad Vilbel fertiggestellt und zwischen den Haltepunkten Frankfurter Berg und Bad Vilbel die neuen Fernbahngleise inklusive Leit- und Sicherungstechnik, Oberleitung und Weichen verlegt. Die neuen Gleise verbinden auf einer Länge von etwa neun Kilometern die Haltepunkte Bad Vilbel, Bad Vilbel Süd, Berkersheim und Frankfurter Berg. Ab 2023 werden sie ausschließlich dem Fern-, Regional- und Güterverkehr vorbehalten sein. Bis dahin nutzten sie vorübergehend auch die S-Bahn. Damit die Fahrgäste der S-Bahn auch in dieser Übergangszeit problemlos und vor allem barrierefrei ein- und aussteigen können, hat die DB in Bad Vilbel Süd, Berkersheim und Frankfurter Berg provisorische Behelfsbahnsteige gebaut.

Niddabrücke in Bad Vilbel erneuert

In Bad Vilbel hat die DB in den letzten Wochen die alte Niddabrücke zurückgebaut und durch eine neue Brücke ersetzt. Um die komplexen Bauarbeiten durchführen zu können, wurde eigens eine Arbeitsbühne über dem Flussbett errichtet. Das Wasser der Nidda musste für die Arbeiten durch Rohre unter der Baustelle geleitet werden.

Auch im restlichen Streckenbereich – vorwiegend in Eschersheim und Ginnheim – hat die DB in den letzten Wochen die Bauarbeiten deutlich vorangebracht. So wurden zum Beispiel der Bahnübergang am Lachweg geschlossen und zurückgebaut, die neuen Querungen für Fußgänger und Radfahrer „Am Grünen Graben“ sowie „Nußzeil/Maybachstraße“ fertiggestellt.

Die Bauarbeiten für die eigenen Gleise für die S6 gehen nun bei laufendem Zugbetrieb weiter. Die komplette Inbetriebnahme der neuen Gleise ist für Ende 2023 geplant. Bis dahin wird die Strecke voraussichtlich im Frühjahr und Ende des kommenden Jahres noch weitere Male gesperrt werden müssen.

Das Bahnprojekt „Eigene Gleise für die S6“ ist Teil des Infrastrukturentwicklungs-programms Frankfurt RheinMainplus, das gemeinsam vom Bund, dem Land Hessen, der Stadt Frankfurt am Main, dem Rhein-Main-Verkehrsverbund und der DB AG für die Mobilitätswende vorangetrieben wird. Weitere Informationen unter: www.FRMplus.de

 

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