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Saharastaub erreicht Frankfurt – Himmel über dem Rhein-Main-Gebiet wirkt milchig

06.03.2026 | 08:11 Uhr | Frankfurt
Saharastaub erreicht Frankfurt – Himmel über dem Rhein-Main-Gebiet wirkt milchig

Über dem Rhein-Main-Gebiet zeigt sich der Himmel in diesen Tagen häufig sonnig, doch nicht immer strahlend blau. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet zum Ende der Woche eine ungewöhnliche Beimischung in der Luft: Staub aus der Sahara könnte auch über Frankfurt sichtbar werden und den Himmel zeitweise milchig erscheinen lassen.

Verantwortlich für das derzeit ruhige Frühlingswetter ist das Hochdruckgebiet „Jannis“, das sich über Mittel- und Südosteuropa ausgedehnt hat. Es hält feuchte Tiefdruckgebiete fern und sorgt damit für überwiegend trockenes, oft sonniges und bereits mildes Wetter. Lediglich in Flussniederungen, etwa entlang von Main und Rhein, können sich in den Morgenstunden Nebelfelder bilden, die sich im Tagesverlauf meist auflösen.

Gleichzeitig entwickelt sich weiter südlich ein meteorologisches Phänomen, dessen Auswirkungen inzwischen bis nach Mitteleuropa reichen. Ein großräumiges, wenn auch vergleichsweise schwaches Tiefdruckgebiet über Nordafrika wirbelt seit Tagen Saharastaub auf und transportiert ihn in große Höhen. Von dort aus gelangte die staubhaltige Luft zunächst über Spanien und Frankreich nach Norden.

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes wird ein Teil dieser Luftmassen nun auch nach Deutschland geführt. Die großräumige Strömung am Rand des Hochdruckgebietes transportiert den Staub in den kommenden Tagen bis in die Mitte des Landes und damit auch über Frankfurt und das Rhein-Main-Gebiet.

Für die Bevölkerung bleibt das Phänomen meist harmlos, optisch jedoch auffällig. Der Staub kann die Sonneneinstrahlung streuen und den Himmel trüber wirken lassen. Der Sonnenschein erscheint dann nicht mehr klar, sondern leicht gedämpft oder milchig.

Am Wochenende dürfte sich die staubhaltige Luft zunächst weiter über der Metropolregion Rhein-Main halten, wobei die Konzentration langsam abnimmt. Sollte es örtlich zu Regen kommen, etwa im Zusammenhang mit einem kleinräumigen Höhentief über Südskandinavien, könnte der Niederschlag den Staub aus der Atmosphäre auswaschen. In diesem Fall wären auf Autos, Fenstern oder Gartenmöbeln gelbliche Ablagerungen möglich.

Für Frankfurt bedeutet das zunächst weiterhin ruhiges, überwiegend freundliches Frühjahrswetter, mit einem Hauch Sahara in der Luft.

Quelle: Deutscher Wetterdienst (DWD), Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach, Diplom-Meteorologin Jacqueline Kernn

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