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"Stay home" - ein Rap wird zum Appell in Zeiten der Corona-Pandemie

02.04.2020 | 09:53 Uhr | Stadtgeflüster
'Stay home' - ein Rap wird zum Appell in Zeiten der Corona-Pandemie

Es gibt nicht viel, was wir gegen die Corona-Krise machen können. Hygienevorschriften einhalten und zuhause bleiben – auch wenn es schwer fällt (gerade dann, wenn man von Existenzängsten und Unsicherheit gequält wird), das sind Dinge, die wirklich helfen. Um das auch den Frankfurtern noch einmal zu verdeutlichen, möchte Umweltdezernentin Rosemarie Heilig möchte nun musikalisch an alle Frankfurterinnen und Frankfurter appellieren, sich an Hygiene und Social distancing zu halten. 

Hilfe bekommt sie dabei von der  Rapperin Janina Jackson und dem Produzenten Jens Dietrich, die im Studio der Kommunikations-Agentur site-works im Zentrum der Stadt den Song „Stay Home“ aufgenommen haben. „Nur 30 Sekunden – komm, wasch die Hände“ heißt es in dem anderthalb Minuten langen Video. „Bleib cool und halt einfach die Abstände. Mach die Moves, ey, good vibes in the house – ganz entspannt, ganz relaxed und mach was draus. …“ so geht es nahtlos weiter. 

Im Video werden konsequenterweise keine Außenaufnahmen gezeigt. Die Frankfurter Skyline bleibt draußen. „So ist das in Zeiten von Corona: ‚Stay home‘ das gilt für uns alle. Wer zuhause bleibt, sich an die Regeln hält, handelt verantwortungsbewusst. Das ist cool. Nicht, wer dagegen verstößt und sich und andere damit in Gefahr bringt“, sagte Umweltdezernentin Rosemarie Heilig am Freitag, 27. März. 

Das Video war ihre Idee: Mit ihm will die Dezernentin die erreichen, die sich nicht an die Regeln auf Zeit halten: Zuhause bleiben, Abstand halten, nicht in Gruppen unterwegs sein. „Vergangene Woche mussten wir auf Grund der Pandemie Spielplätze, Skate- und Rolleranlagen sperren, Auch die Calisthenics-Anlagen im Hafenpark dürfen nicht genutzt werden. Ich weiß, das ist für viele Sportler*innen hart“, sagte Heilig. „Ein überwiegender Teil der Frankfurter*innen hält sich an die Sperrung. Ein anderer Teil aber - darunter viele Jugendliche und junge Erwachsene - ignoriert das Verbot aber und macht dort weiter Sport. Eine erste Konsequenz ist, wir mussten die Anlagen jetzt mit einem Bauzaun absperren“, sagte die Dezernentin. 

Der Song soll sensibilisieren und gleichzeitig den richtigen Ton treffen: „Hey, das wolltest du schon immer. Regulär abhäng‘n in dein‘m Lieblingszimmer. Die Leitung läuft heiß – bist immer online. Bleib du selbst, bleib gesund und bleib daheim“, rappt Janina Jackson. Auch daheim kann man sportlich sein, ist die Botschaft der 28-jährigen. Jackson ist fester Bestandteil der Frankfurter Rap-Szene und umtriebiges Mitglied des Kollektivs „Hip-Hop Movement 069“. Im Video zu „Stay home“ jongliert sie virtuos mit Äpfeln zum Beat, macht Klimmzüge und spielt Fußball in der Wohnung. Allerdings nicht mit einem Ball, sondern mit einer Klopapierrolle. Dem Symbol der Corona-Krise. „Wir hoffen, dass wir mit diesem Song den richtigen Ton treffen, um auch alle die zu erreichen, die jetzt noch leichtfertig mit ihrer und der Gesundheit anderer umgehen“, sagte Umweltdezernentin Heilig: „‚Stay home‘, das ist das einzig Richtige zurzeit.“

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