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Stille Post im Museum für Kommunikation

27.02.2018 | 10:23 Uhr | Kultur
Stille Post im Museum für Kommunikation

Ob auf Kindergeburtstagen oder als Party-Gag – Stille Post hat doch wirklich Jeder von uns schon mal gespielt. Es ist ja auch immer sehr amüsant, wie etwas, was Jemandem ins Ohr geflüstert wird, verstanden und dann weitergegeben wird, so dass am Ende nicht selten etwas ganz anderes herauskommt. Im Museum für Kommunikation ist jetzt eine Forumsausstellung zu sehen, die mal einen etwas anderen Blick auf das Konzept des Spiels wirft. Es geht hier um das Übermitteln von Nachrichten, um Verstehen und Missverstehen. Die Fotografin Herlinde Koelbl hat das Ganze nun von seiner verbalen Komponente gelöst und auf eine rein nonverbale Ebene gehoben.

Sie hat Menschen unterschiedlicher Herkunft, unterschiedlichen Alters, Geschlechts und aus verschiedenen Gesellschaftsschichten zusammengebracht. Jeder dieser Menschen war einmal der Flüsternde und einmal der Empfänger einer geflüsterten Botschaft. Das, was dann zwischen zwei sich völlig Fremden entstand, hat Koelbl in großformatigen Schwarzweiß-Fotografien eingefangen, die bis zum 02. April im Museum für Kommunikation zu sehen sind. Die Ausstellung ist so konzipiert, dass die Hängung der Bilder suggeriert, dass nur eine geflüsterte Botschaft vom ersten Flüsterer bis zum letzten Empfänger weitergegeben wurde. Doch bei der Entstehung der Fotos war das nicht der Fall. Herlinde Koelbl hat es den Frauen, Männern und Kindern aus insgesamt 16 verschiedenen Nationen völlig selbst überlassen, was sie ihrem Gegenüber ins Ohr flüstern wollen. Das sollte dann auch das Geheimnis der Beiden bleiben. Denn der Fotografin ging es in erster Linie darum, einen ganz besonderen Moment der Annäherung einzufangen.

Einen Moment, in der die Ängste vor „dem Fremden“ fallen und in dem plötzlich eine Nähe entsteht, die sich bei Jedem anders äußert. In den Blicken, aber auch in der Körpersprache der fotografierten Menschen sind viele verschiedene Facetten der emotionalen Reaktion erkennbar: Skepsis, Konzentration, Neugierde oder pure Freude. Interessant ist auch, wie sich die Gesichter verändern, wenn aus dem „Beflüsterten“ ein „Flüsternder“ wird. So ist am Ende ein sehr spannendes Fotoprojekt entstanden, das zeigt, wie vielschichtig Kommunikation zwischen Menschen ist und dass es sich lohnt, auch fremden Menschen mal „ein Ohr zu leihen“.

Parallel zur Ausstellung ist auch ein kleines Geschenkbüchlein erschienen, in dem alle Bilder mit zum Teil amüsanten, aber auch kuriosen Begleittexten von Michael Krüger erschienen, das im Museumsshop erhältlich ist. Alle weiteren Infos findet Ihr HIER

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